Aus gegebenem Anlass … und …

weil der Held gerade mal wieder … nach längerer Zeit … an der *SCHIEßBUDE* (Schlagzeug) war … 

Natürlich kommen auch hier ERINNERUNGEN auf … 

Wir waren noch Kinder (VIII)

… Ein ruhiger Abend

… wenige minuten später … saßen wir im auto und fuhren richtung HOMEBASE.

zwar wollten wir nicht mehr ausgehen, aber weil wir beide diese gemeinsamen fahrten so genießen, fahren wir zwar grob die richtung, … aber seeeehr indirekt.

manchmal schwiegen wir, … dann wieder plauderten wir belangloses zeug, … teilweise wurden auch ernstere themen gestreift, … wir alberten rum, … hatten spaß, … gaben gas, … hörten abwechselnd laut musik, … oder einfach nur den fahrtwind, … der uns erfrischend bei geöffneten targadach über die köpfe wehte.

ab und an … machte ich mir einen spaß daraus, … heftig zu beschleunigen, … was mit satten motorsound … und ängstlichem drücken, … meiner hand, … die meist auf der schaltung lag … oder meines rechten beines … quittiert wurde.

irgendwann gestand Petra eine gewisse neugier auf meine behausung ein … und so nahmen wir endlich direkten kurs auf das … was damals mein … zuhause war.

———

während ich meinen gast überall im haus herum führte, … bekam ich komplimente, … für die geschmackvolle einrichtung, die sauberkeit … und die ordnung, … die meine erstaunte jugendliebe … in dieser form … wohl in einem junggesellenhaushalt nicht erwartet hätte.

überflüssig zu erwähnen … dass ich nicht das geringste damit zu tun hatte …

“ … und in diesem protzbau lebst du ganz allein? … welch eine verschwendung. … zumal du doch eh selten hier bist. … wenn du mal nicht arbeitest, … bist du auf TRALLALLA … oder bei irgendwelchen … Ladys … wie UWE mir grad berrichtete, .. ohne dass ich danach gefragt hätte.“  … wieder funkelten ihre sonst so bambimäßigen rehaugen leicht angriffslustig.

“ … dann hätte dir dein neuer verehrer aber auch sagen sollen, dass mir hier nichts gehört, … außer die musikanlage. … die firma hat mir das haus zur verfügung gestellt. … wenn meine mission hier erfüllt ist, … hat es sich erledigt mit … eigenem pool, … fitnessraum, … sauna, … solarium, … terasse mit 1500 quadratmeter garten, … blubberblasenriesenwanne, … kamin … und all dem schickimickikram. … sie meinten damals, dass es auf die dauer meines engagements hier preiswerter wäre … als mich für zirka ein jahr … in einem hotel einzuquartieren. … das haus gehört dem firmeninhaber … du hast Karl-Heinz ja heute kennengelernt.

… es wurde grad frei, weil der vormieter beruflich mit seiner frau in die staaten ging. … tja, … und die ordnung, .. die hab ich Maria zu verdanken. … diese Perle hab ich zum glück übernommen. … sie kommt 2 mal in der woche. … das reicht. … bin ja oft wirklich nur zum schlafen hier … und allein … mach ich wenig unordnung.*  … so leicht erklärt ein workoholik eine bude … die eigentlich viel zu dekadent für seine verhältnisse ist …

———

nach kurzer absprache verschwanden wir in getrennten badezimmern, … duschten, … warfen uns in bequeme klamotten … um uns in der offenen amiküche wieder zu treffen, … wo ich mich anschickte, … meinem gast das versprochene abendessen zuzubereiten. …

“ … kann ich dich mit einem wirklich guten roten california dazu bringen … mir gesellschaft zu leisten, … während ich für unser abendesssen schufte? “  … fragte ich schmunzelnd, … zog den korken aus der flasche und schenkte ohne ihre antwort abzuwarten … den edlen, rubinroten wein in die überdimensionalen gläser, … wovon ich ihr eines reiche … um mit ihr auf einen … ruhigen abend … anzustoßen.

“ … wenn der so schmeckt, … wie er duftet, … helf ich dir sogar beim salat … und mach den abwasch.“ … ihr lächeln war freundlich, natürlich … und wirkte auf mich wie immer … verführerisch.

“ … er ist wirklich lecker … und den salat darfst du gern übernehmen. … den abwasch erledigt BERTA … die treue …  spülmaschine.* … ein kurzes CHIN-CHIN … ein kleiner schluck … ihr anerkennendes lächeln abgewartet, … ein freundschaftlich harmloser (mini)kuß … und schon mache ich mich ans werk.

es gibt tausend wege eine frau zu beeindrucken. … ihr ein gutes menu zu kreieren gehört zu denen … die ich wirklich beherrsche. …

nachdem ich mit großen augen bei meinem treiben beobachtet werde, … sie bei jedem abschmecken geradezu lustvolle geräusche von sich gibt (der hunger treibt´s rein) …  nach einer menge spaß und viel herzlichem lachen … sitzen wir am liebevoll … von ihr gedeckten tisch, lassen uns von einem weiteren glas wein und guter musik … endgültig auf genuss programieren … und genießen … fast andächtig … was wir da fabriziert haben.

es gibt …gratinierte jakobsmuscheln auf safranreis mit ingwer-curry-rahmsauce

und gegrillte scampis mit Petras salat.

zum nachtisch … anerkenende worte ( ach schau, … das kann er also auch) … einer sichtlich beeindruckten und zufrieden lächelnden Lady, … die das ganze menu … mit einem kuß krönt, … der zwar nicht mehr als rein freundschaftlich … aber auf meiner skala noch als *harmlos* zu bezeichnen ist. … und als … ausbaufähig. …

Petra bleibt beim wein, … ich bekomme meinen heiß ersehnten Chivas mit Eis und Cola von ihr gemixt … und so wird der abend … mit guter musik, … anregenden  gesprächen … und durchaus liebevoller nähe, …  fortgeführt.

auf mein nachfragen bezüglich ihrer andeutungen beim ersten wiedersehen, … erzählt sie mir voller vorfreude über ihre beruflichen pläne.

gekündigt hat sie zum nächsten ersten …  dann steigt sie bei ihrer freundin, einer gemeinsamen früheren schulkammeradin … in ihre kleine boutique ein … um dort unter anderem … auch ihre selbstentworfenen sachen anzubieten. … reich will sie gar nicht werden … aber glücklich … und das leuchten in ihren augen verrät … dass sie auf einem guten … für sie erfüllenden weg ist.

… auf die zukunft … CHEERS.

als sie die zwei gitarren in einer ecke des wohnzimmers, … neben einer der 4 marmorboxen stehen sieht … klatscht sie halb begeistert, halb bettelnd in die hände …

“ spielst du einmal … *wish you were here* … für mich? … wie früher? … biiiitteeee … einmaaal. … unplugged … wie in den  alten zeiten. … nur für mich. … biiiitteeee … “

weil es zur stimmung passt, … nehme ich die „stromlose“ vom ständer und komme ihrem wunsch gern nach.

zu sehen … wie sie sich über sowas freut … wie glücklich sie strahlt … bringt mich innerlich zum schmunzeln.

ein jetzt wesentlich intensiverer kuss motiviert zusätzlich …

als wäre das nötig … denke ich mir … verlange aber direkt nach einer zugabe …

*erst der song …* … legt sie die regeln fest … * dann werden wir sehen … wie weit die belohnung geht …*

wie beim fussball lohnt sich auch in der liebe eine gewisse hartnäckigkeit … das ist auch mir klar … also versuche ich meiner forderung mittels „sehnsuchtsblick“ … nachdruck zu verleihen …

bis heute bin ich mir sicher … dabei ziemlich dümmlich aus der wäsche geglotzt zu haben … aber eben nicht erfolglos … so folgt dem kuss … eine kleine serie weiterer verspielter zärtlichkeiten …

… während ich mich gedankenverloren einklimpere … driften meine gedanken nochmals ab … in die zeit, … als ich das letzte mal … dieses lied für sie spielte … vor einem lagerfeuer … nur für sie …

Begegnungen III

“ hat das *Kätzchen* Durst? “ … vernimmt er eine vertraute Stimme … die er zuerst gar nicht zuordnen kann … seitlich hinter sich … als er das Auto volltankt.

“ DU hier … und nicht in *Hollywood* …“

… scherzt er … als er sich umdreht … und die Lady erkennt …

“ L.A. und Glitzerwelt war doch noch nie wirklich meins … das müsstest du doch wissen … mein Held …“

… geht SIE auf die launige Variante des Plauderns ein … küsst ihn links und rechts zur Begrüßung … und hält die Umarmung … einen kleinen Augenblick länger … als üblich …  

“ DU siehst umwerfend aus …“

… stellt er wenig originell … aber wahrheitsgemäß fest …

“ Dir scheint es auch wieder besser zu gehen … man hörte eine Zeit lang nichts gutes … habe mir schon Sorgen gemacht … aber es scheint was dran zu sein … dass UNKRAUT nicht vergeht …“

BÄÄMMM … da war die Breitseite … und spätestens jetzt erinnerte er sich wieder … warum die 2 trotz aller Leidenschaft … nie wirklich ein PAAR wurden …

“ DU kennst das doch … MUSIK macht unsterblich …“ … eiert er ein wenig rum …

“ Klar … hier und da … noch eine kleine *HELDENTAT* … dann passt schon wieder alles … hast du was dringendes vor … WELT retten oder ähnliches … ansonsten würde ich gern mit dir schlafen … habe große LUST … mich auch mal wieder UNSTERBLICH zu fühlen … wir könnten allerdings auch … erstmal irgendwo was trinken gehen …“

… wirft SIE lässig ein … und ER hat nicht den blassesten Schimmer … ob SIE das ernst meint … oder IHN einfach nur verarschen will …

“ ähm … wir spielen heute Abend in der *Tonhalle* … also … ein paar Freunde von ÜBERALL und meine Wenigkeit … es werden wohl ein paar Leutchen da sein … zum zuhören … komm doch auch … wenn DU nichts besseres vor hast … DU bist herzlich eingeladen …“

“ spielst du auch *Music* ? “  

“ sicher … darum geht´s meist … wenn sich ein paar Leute mit Instrumenten treffen …“  … *grins*  

“ das STÜCK von John Miles meine ich … das mich immer zurück auf den Boden geholt hat … wenn ich mir mal wieder GANZ SICHER war … dass du NUR mich liebst … und deshalb *schwebte* … wie ein verdammter BACKFISCH … im FETT “  

die beiden letzten Worte … murmelte SIE ganz leise … fast unhörbar … während alles andere laut und deutlich … ein wenig wie eine ANKLAGE vorgebracht wurde.

“ alles was DU willst … DU bist die Königin der Nacht … für mich … und nach der Show … gehen wir was trinken … wenn DU magst …“

“ mindestens … „

nice to meet you …

Celia und der „Liefer-Held“

Männer machen manchmal Sachen …

die können sie sich nicht mal selbst erklären … und erst recht nicht … einer Frau … die sich zu recht wundert … manchmal auch … mit noch mehr recht ärgert … über das … was so ein Kerl eben macht …

So soll es da einen gewissen Helden geben … der seine blutjunge und wunderschöne Geliebte … seit einer kleinen *Ewigkeit* nicht mehr gesehen hat …

also besorgt er … für einen Freund ihres Bruders … ein spezielles Fahrzeug … welches sich dieser schon länger wünscht … liefert dieses graue *Kätzchen* selbst in La Manga an … wo schon sein Helden-Vater 20 Jahre seines Lebens als Privatier verbrachte …

Auch unser Held … betrachtet diese herrliche Landzunge … einen der wahrlich schönsten Orte Spaniens … inzwischen als zweite Heimat … allerdings weniger wegen des praktisch ganzjährig angenehmen Klimas …

Nein … für ihn ist es mehr die freundschaftliche Geschäftsbeziehung zu Alvaro … einem ziemlich wohlhabendem jungen Businessman … genau wie der Held selbst … bekennender AUTO-NARR … und noch viel mehr … die leidenschaftliche Liebe … zu dessen Schwester … die ihn nun schon seit Jahren … immer wieder … die mehr als 2000 Kilometer Distanz … mit irgendwelchen begehrten schnellen und schönen Autos überwinden lässt … um Zeit mit dieser anbetungswürdigen Frau zu verbringen …

Im Normalfall … holt Alvaro dann das bestellte Fahrzeug an der Finca seiner Schwester ab … nachdem er und seine Frau … zuvor mit dem ständig reisenden … und Celia … das Wiedersehen ausgiebig gefeiert haben …

Dieses Mal nicht …

Der Held bringt das Cabrio zum Haus des Freundes … wo dieser  schon mit dem Käufer … auf ihn wartet …

Der Käufer freut sich wie Bolle … lässt sich vom „Liefer-Held“ das Fahrzeug in allen Details erklären … is ja auch praktisch … der kennt sich aus mit sowas … hat nämlich selbst ein *Kätzchen* zu Hause … auch *mausgrauer Porsche-Killer* genannt …

Nun kommen gleich mehrere „unglückliche“ Umstände zusammen …

Zum einen verstehen sich die Herren ganz gut … zum zweiten … hat man(n) sich unglaublich viel zu erzählen … zum dritten hat man(n) DURST …

“ I really appreciate … that you´ll stay with us … even more … because i know … WHO is waiting for you …“  

… sagt der Käufer zum „Liefer-Held“ und schenkt erneut ein …

Ach jaaa … da war doch noch was … ähm … wer … und eigentlich … hatte der Glückspilz die lange Strecke doch hauptsächlich wegen IHR zurück gelegt … um direkt nach seiner Ankunft … naja … was liebende eben so machen … wenn sie sich … nach längerer Zeit … wieder sehen …

Hier nimmt das Unheil allerdings in rasendem Tempo seinen Lauf …

Es fließt das kühle Bier … das neue Fahrzeug wird mit uraltem Single Malt gefeiert … man unterhält sich über Autos … was sonst … und beschließt … zu vorgerückter Stunde … wir bleiben alle hier … POKERN ´ne Runde … und geben uns EXzessiv die Kante …

Apropos *EX* … keine Ahnung … wie ich da jetzt drauf komme … aber als der übernächtigte Held am nächsten Morgen bei seiner Verehrtesten aufschlägt … ist diese irgendwie *not so amused* …

Um dem endlich eintreffenden Deppen zu zeigen … was er alles NICHT bekommt … fliegt sie ihm nicht … wie sonst üblich … in die starken Arme … um ihn minutenlang zu küssen … ihm sündige Versprechungen ins Ohr zu flüstern … und sich an ihn zu schmiegen … als wären sie längst EINS … also *ineinander* und so …

Neiiiiiinnnn … SIE steht im niedrigen Wasser … nur mit einem völlig nassen … also transparentem Top bekleidet … nicht nur das Bikini-Oberteil „vermisst“ er … bei diesem atemberaubenden Anblick … nene … auch das Bikini-Höschen fehlt … aus *unerfindlichen* Gründen … das fehlt sonst niiiie … im Gegenteil … es dauert sonst immer qualvolle Sekunden … bis das Ding endlich fällt …

jedenfalls steht sie da … ihre Schenkel derARTig zusammen gepresst … als würden sich diese … niiiie wieder öffnen … jedenfalls nicht für IHN … und ihr Blick … deutet ähnliches an …

Sehen wir der grausamen Wahrheit ins Gesicht …

IHR BLICK sagt:

“ Natürlich liebe ich dich … du VOLLTROTTEL … aber das sollst du nicht merken … deshalb guck ich so … dass du … wenn du mich nicht so gut kennen würdest … denkst … dass ich … obwohl ich mich ebenso darauf gefreut habe … dich endlich wieder zu spüren … extrem SAUER auf dich bin … und es in diesem LEBEN … keine CHANCE mehr für dich gibt ,mein Held … auch nur in die Nähe … irgendwelcher sexueller Erlebnisse mit mir zu kommen …

du armer … armer WICHT …

MACH es dir verdammt nochmal SELBST … und WAGE es NICHT …

dabei an MICH zu denken …“

WaNi 06

FREMDFREUEN

fremdschämen habe ich längst aufgegeben … da sollen die leute verantwortung übernehmen … die scheinbar absolut schmerzfrei in sachen selbstreflexion unterwegs sind …

aber mit anderen freuen … das kann ich gut … egal um was es geht … muss nichts großes sein … hauptsache es ist für die betreffenden wichtig genug … dass sie sich darüber freuen …

manches ist aber auch wichtig … und erfreulich …

es gibt sachverhalte … die kommen irgendwann so … wie der held es ja von aaaanfang an „gewusst“ hat … und dann … ist „meine welt“ natürlich besonders in ordnung … dann kann großes entstehen …

als Jürgen Klopp seiner zeit seinen abschied vom BVB bekannt gab … sagte ich direkt … LIVERPOOL … da geht nichts anderes mein freund … tu dem fussballgott … den fans … und dir den gefallen … und geh an die Anfield Road …

jetzt ist es soweit … und da kann man sich einfach nur mit allen beteiligten freuen …

nach dem BVB konnte es speziell für diesen trainer nur diesen club geben … und umgekehrt …

da kommt eine unFUCKINGfassbar geile zeit auf alle zu … die fans … Jürgen und sein trainerteam … und alle die diesen sport wirklich lieben …

congrats Jürgen … viel erfolg und alles gute … you´ll never walk alone …

wir werden uns wieder sehen …

California

irgendwie kam am telefon … yep … dieses vorsintflutliche ding … wo die alten menschen gelegentlich miteinander plaudern … soeben das thema *spontanität* auf … von wegen … man habe sich ja schon ewig nicht mehr gesehen … und überhaupt … die paar meilen … komm doch einfach auf´n sprung vorbei …

zum thema spontanität fällt mir natürlich auch schnell was ein … zu Dwayne … dem anrufer … sowieso und california … omg … was mir da alles zu einfällt … das ahnt ihr nicht …

jetzt ist das mit der spontanität so eine sache …

in der realen welt hat selbst ein held verpflichtungen … ach was sage ich … grad ein held … hat mehr als genug davon … allerdings gibt´s ja auch noch sowas wie künstlerische freiheit … und die nimmt man sich … wenn man sie braucht …

egal … ich drifte schon wieder ab … so ganz ohne „futter“ kann ich euch nicht zurück lassen … heute gibt´s allerdings mal wieder was aus der „dose“ … doch ihr als aufgeklärtes völkchen wisst … *konservenfutter* ist oft besser als sein ruf … eines ist es in jedem fall … besser als gar nix …

verzeiht also bitte … dass ich euch den folgenden text aus meiner angestaubten *reserve hat ruh abteilung* serviere … aber der held ist in eile … ich muss noch packen … und meine verdammten VIELFLIEGERMEILEN zusammen sammeln …

guten appetit …

CALIFORNIA … oder … die Sache mit der Spontanität …

… spontan zu sein, behaupten sehr viele menschen von sich selbst … vor allem männer und die im besonderen … wenn sie eine frau beeindrucken wollen.
es gibt allerdings verschiedenste definitionen … von … spontan …

here we go …

… sie sah aus dem fenster, … blickte auf den großen, braunen bär (mann) … in dem schönen , schnellen auto und konnte es kaum fassen … * der macht ernst* … dachte sie, wobei sich ihre verwunderung in grenzen hielt … hatte er sie doch mit nachdruck gebeten … : * pack schnell die nötigsten sachen … ich bin gleich bei dir … der flieger wartet nicht …*

so schnell, kam man/frau also bei diesem kerl … von der virtuellen … in „seine“ reale welt …
… nach kurzem hin und her geträume … wie schön ein gemeinsamer trip, nach californien, wohl wäre …
… nahm er die aufforderung eines kollegen, der einen rottweiler aus gleicher zucht wie Drago hatte an, ihn in diesem schönen teil der USA zu besuchen und sich ein urteil über dessen entwicklung und seines leistungsvermögens zu bilden … und sie … nahm er einfach mit … spontan.

… ihre „paar“ sachen verstaute er schnell im inneren der „grauen eminenz“, wie er den „mausgrauen“ „nobelhobel“ auch gelegentlich nannte … hielt ihr gentlemanlike die tür auf … fiel selbst lässig und sichtlich gut gelaunt in selbigen „roadrunner“ und tat, wozu es an der zeit war … gas geben.

… sollte er jemals für sie so viele kosenamen haben, wie für dieses „gefährt“ , konnte sie wohl sicher sein  … dass seine augen nur aus einem grund so leuchten würden … wie jetzt als er schon beim auffahren auf die autobahn, knapp 200 sachen drauf hatte … dann  …könnte sie sich sicher sein … für ihn … die „eine“ geworden zu sein …

… glücklicher weise, … ist immer ein flughafen in der nähe … und bei gemütlicher reisegeschwindigkeit jenseits der 250 km/h … wird deutschland .. eh zum dorf.
… reservierte tickets, in empfang genommen … eingecheckt … take off … das verstand er also, … unter … auf der überholspur leben …
… zwischenstop … atlanta, umsteigen nach L.A. … entspannen … eine freundliche stewardess begrüßt erst sie (die heldin) , dann ihn, wie einen alten bekannten …

* nice to have you on board again … we´ve been missing you … *

er hörte die netten worte drehte sich leicht verstört um … bekam kurz einen seltsamen gesichtsausdruck … das war doch nicht … … nein das konnte nicht sein … und reflexartig kam die freundliche, aber lapidare antwort …

* always a pleasure …*

… beim verlassen der maschine, trafen die beiden nochmals aufeinander … und der geneigte beobachter … fand den „vergleich“ der beiden schönheiten … schnell zu gunsten seiner charmanten begleiterin entschieden. … wie charmant sie wirklich war , … konnte er noch nicht ahnen, … hatte sie doch grad zugunsten seiner aufkommenden erinnerungen, .. auf einen etwas „bissigen“ kommentar verzichtet …

in gedanken stellte sie die frage aber doch, wenn auch an sich selbst …

* sehen die nicht alle gleich aus , … diese barbie-saftschubbsen? … und lächelte zufrieden in sich … wissend … dass sie für ihn einzigartig war …

… das am flughafen bereit stehende, schneeweiße Lexus Cabrio überraschte sie wenig. … erstens, überlies er eine für ihn doch soooo wichtige frage, wie die fahrzeugwahl, nicht dem zufall … und zweitens, … hatte er halt geschmack … und das bezog sich nicht nur auf autos …
… zufrieden , mit dem schicken leihwagen, kamen sie wenig später, bei dem gelände des hundeplatzes an.
das „geschäftliche“ hatte er ihr versprochen, wollte er schnell hinter sich bringen … um dann die ohnehin knapp bemessene freizeit, … in ruhe mit ihr verbringen zu können.

den zweck der reise, hatte er ihr in kurzform geschildert : * Dwayne, … ist auch bodyguard, passt allerdings auf die richtigen leute auf, erste liga , hollywood, … er hat einen rottweiler von uns aus deutschland … verwandt mit Drago, meinem ehemaligen „worldchampion“ … habe ihm versprochen, einmal mit dem tierchen zu arbeiten, um zu prüfen … ob er ne chance hätte … bei der nächsten meisterschaft.*

… aus dem vereinsheim trat ihnen ein freundlich wirkender, schwarzer riese entgegen, der erst sie, mit angedeutetem handkuß, … dann ihn, lässig, aber mit der herzlichkeit eines gangster-homies begrüßte.
* fuckin good to see ya * … sprachen die beiden alten freunde, gleichzeitig … und gleichleise, … aus … was wohl beide jedesmal wenn sie sich sahen … empfanden.

die heldin  spürte … die verbundenheit, der beiden massig wirkenden männer … da waren gemeinsame erlebnisse … wurde ihr schnell klar … solche … die zusammen schweißen … für den rest des lebens … wie lange … das auch immer sein mochte …

… die arbeit mit dem hund, der sich wie ein schneekönig freute, … seinen „entdecker“ aus good old germany … wiederzusehen … lief zügig und ohne beantstandungen … zur vollsten zufriedenheit … und das ersehnte fazit, des bei seinen kumpels in america, als „hundeflüsterer“ verehrten helden, ließ nicht lang auf sich warten …

* … die trails, müßt ihr locker gewinnen, … dannach gönnst du “ Zeuss“ ein wenig ruhe … und drei tage bevor es losgeht, … hole ich euch am flughafen in düsseldorf ab … der prachtkerl wird ein ganz großer …* sagte ihr held und streichelte … den 50 kilo rotti, der grad noch , wie eine waffe, den fluchtversuch, … eines scheintäters … verhindert hatte … mit einer zärtlichkeit … die in der heldin fragen aufkommen ließ …

* wenn der so mit ner bestie umgeht , … was macht er dann … mit der schönen ?* … und … wollte sie das wirklich wissen ? …

Dwayne, auch „the rock“ genannt, (anlehnung an so einen hollywood-wrestling-fuzzi der gegen ihn arm aussieht) lud die 2 immer vertrauter wirkenden kurzurlauber zum essen, in ein bekanntes steakhouse ein.

es war zu spüren, dass ihm diese „expertenmeinung“ bei seiner entscheidung an dem wichtigen turnier in deutschland teilzunehmen, sehr entgegen kam. … sie fuhren also in getrennten fahrzeugen, zu dem fleischtempel … wo unsere heldin … einen kleinen eindruck, vom alltag … ihrer 2 co-helden bekommen sollte …

sie ging ein paar schritte allein auf das restaurant zu … während ihr begleiter seinem freund … am auto , dieses geheimnisvolle päckchen aushändigte … , welches er als handgepäck, während der ganzen reise hütete wie einen „kleinen diamanten“, wie er sie in den vergangenen stunden, mehr als einmal genannt hatte … ein weiterer liebevoller beweiß, dass sie der karre, die er schweren herzens, am airport in deutschland zurück lassen mußte, … näher kam. ;)

… sie entfernte sich immer mehr vom parkplatz mit den beiden „beschützern“ … die sich scheinbar noch so viel zu erzählen hatten.
… plötzlich standen 6 finstere gestallten um sie herum … und ihr wurde schnell klar … dass der angenehme verlauf des trips … hier und jetzt … für sie ein jähes ende finden sollte …

… die anzüglichkeiten und beleidigungen ihrer peiniger machten ihr angst und obwohl es ihr an selbstvertrauen nicht mangelte … beschlich sie schnell die vermutung … dass diese situation , … für sie sehr unangenehm werden könnte.

… grad noch ,von 2 der besten personenschützer weit und breit in watte gepackt … und nun einsam und allein … 6 , mit messern und baseballschlägern bewaffneten und wie es schien, absolut notgeilen verbrechervisagen gegenüber … wo ist mein held … wenn ich ihn brauche … ???

*nun , ich kann mir schon vorstellen, was ihr alles mit einer „bitch“ anstellen wollt … aber mit der lady hier geht gar nix …* … hörte sie seine ihr inzwischen so vertraute stimme lässig und ruhig … aus dem hintergrund …

„bitch“ … und was sie ihr alles antun wollten … war das wenige … was er von der gang hörte … und das war auch genug … langsam und ruhig … gingen die 2 freunde , auf die gruppe zu … schoben sich fast unmerklich zwischen die agressiven angreifer und ihr doch leicht verschüchtertes opfer … bis sie … von den idioten gar nicht wirklich wahrgenommen … eine „aufteilung“ des „schlachtfeldes“ … erzwungen hatten … die ihrem unausgesprochenen „plan A“ sehr entgegen kam.

die beiden verstanden sich ohne worte …

*fuck off man* …  genau diesen einwand … hatte er von dem ca. 25 jährigen anführer der bande erwartet …

* ihr könnt es auf die leichte, schmerzfreie art haben … euch bei der lady entschuldigen … und gehen … oder ihr erzählt euren homies, sobald ihr aus dem krankenhaus seit … das märchen von den 50 hells angels … die euch … in einem langen , … harten und so ungleichen fight … vermöbelt haben *

… die scherze des deutschen, wenn auch in ihrer muttersprache vorgetragen … wollten irgendwie so gar nicht deeskalierend auf die geifernde gruppe krimineller wirken.

… mit üblen beschimpfungen und wild mit ihren waffen fuchtelnd, griffen sie die beiden „bodys“ an … und erlebten schnell ihr ganz persönliches „waterloo“ .

… ohne große hektik … mit „weichen “ runden bewegungen … wurden die 6 durchgedrehten zur raison gebracht und danach zum „abkühlen“ … übereinander … in den schatten gelegt.

… alles  sah so easy … so leicht und mühelos aus, dass sich, unsere sich langsam vom schreck erholende heldin fragte … was zum henker … wohl passieren müsse … um ihren helden … und seinen genau so … effektiv arbeitenden freund in verlegenheit zu bringen.

… während Dwayne sich auf ein zeichen seines freundes kurz um die heldin kümmerte … ging der innerlich über diesen „vorfall“ kochende … zurück zu den übereinander gestapelten tätern … die so schnell zu opfern wurden … sammelte ihre waffen ein und brach jedem  … die rechte hand … außer dem anführer … der verriet dem aufmerksamen kämpfer, bei seinem dilletantischen angriff, dass er linkshänder war … also … und für die unverschämtheit, die er sich der heldin gegenüber rausgenommen hatte … knackten bei diesem die knochen zweimal … links und rechts.
* warum tust du sowas brutales? * fragte sie ihn verständnislos … denn obwohl Dwayne , alles versuchte sie abzulenken … hatte sie doch das brechen der knochen und die schreie der dreckskerle gehört …

* damit sie nicht … bei nächster gelegenheit … an anderer stelle das tun … was heute verhindert wurde, mein engel*
… sein blick war ausdruckslos … kalt … ohne ein zeichen des bedauerns … für die grad  mit absicht verletzten.

… nicht seine art … auf dem boden liegende … zu bestrafen … aber diese freaks waren zu weit gegangen. … entschieden zu weit.

… nach dem völlig entspannten essen, verabschiedeten sich die 3 und man versprach sich im september bei den deutschen meisterschaften für schutzhunde wiederzusehen.

ob es ihrer „rettung“ oder dem romantischen sonnenuntergang, den die beiden „reisenden“ , an einem der schönsten strände malibus genossen zu verdanken war … ist wohl keinem von beiden klar … als sie in der tiefroten abendsonne … plötzlich sein gesicht zwischen ihre zarten hände nimmt … ihm lang und tief … als wolle sie, ihre letzten zweifel beseitigen … in die augen blickt … DANKE sagt … und ihn zärtlich küßt.

* wofür denn, kleines … die waren doch bestellt … damit ich dich beeindrucken und retten konnte * lachte er sie scherzend … etwas verlegen an … hatte er doch nichts in dieser richtung erwartet …

freunde … wollte sie doch sein … und freunde küsst man nicht … nicht so.
* hab ich mir schon gedacht* … war jetzt auch sie bemüht … das knistern … welches für beide nun mehr als deutlich spürbar war … aus der milden abendluft zu nehmen …

* … ich meinte ja auch … für diesen traumhaften augenblick … und nicht für die übertriebene show … die du da wieder abgezogen hast *

… im gemütlich anmutenden hotel, welches Dwayne ihnen empfohlen hatte angekommen … versichtete sie auf sein befragen … ob sie ein einzelzimmer wünscht … mit dem niedlichen verweis … auf die logistische unverhältnismäßigkeit und lag wenig später, frisch geduscht und mit einem kühlen glas champagner in der hand, ( asti gab es nicht, wegen der besonderheit des ersten moments) auf dem kingsize wasserbett … und erwartete den triefnassen helden der wie auf ein stichwort , aus dem bad kam.

… der körper … der da grad demonstrativ … vor ihren augen … trocken gerubbelt wird … wirkt nicht wirklich beruhigend auf sie …
…ihr körper … der wie ein kostbares geschenk … in glitzerndem bonbon papier nur darauf zu warten schien …. endlich … ausgepackt zu werden … dieser körper wurde nicht einmal berührt … als er sich … wie vor der reise … am laptop besprochen … zu ihr legte … ohne auch nur das geringste interesse durchblicken zu lassen.

* das zieht er nicht durch* lachte sie in sich … schloss ihre augen und während sie noch fröhlich mit ihm über das erlebte plauderte … wollten ihre augen … nicht mehr aufgehen … und sie spürte … seine nähe … seine lippen auf den ihren  … seine sanften hände auf ihrem körper … und das aufsteigende verlangen … welches sie auch noch hatte  … als sie morgens neben ihm erwachte … und verwundert feststellte … dass außer in ihrem traum … nicht das geringste geschehen war.

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vor ihrem haus angekommen, verabschieden sich die beiden *immernochfreunde* und sie schaut dem schnell davon brausenden wagen nach.

sie dachte an das … was war … an das … was nicht wahr … und an das … was sein würde … wenn sie sich … wie versprochen … wiedersehen …

die laute musik … die … für die zum abschied liebevoll „co-auto-rin“ genannte … noch lang und deutlich vernehmbar aus dem „roadrunner“ an ihr ohr drang … passte zu ihrem … wie auch immer zu deutenden wunsch …

* … wir werden uns wiedersehn … vielleicht nur um zu verstehn … dass das leben an sich … manche wunder verspricht … *

hat´s geschmeckt?

da sage noch jemand … der held hat euch nicht lieb …

wie für die kids … wenn´s mal schnell gehen muss … wurde auch hier … die konserve leicht „getunt“ … auch wenn es in diesem fall … nur ein paar punkte … waren … also eigentlich 3 … und keine zusätzliche würze … die der schreiberling zufügte …