Das Leben

… ist das … was passiert … während wir andere Pläne haben …

Man könnte denken … wir kennen uns schon länger … alter Freund …   😉

Zitat:

*Möglicherweise hat Gott einen größeren Plan für mich … als ich ihn selbst für mich hatte …*

Nur mit Dir — 2002

 

Es werden immer weniger

Diese Feststellung trafen auch ein paar JUNG gebliebene Musik begeisterte … als sie sich in der Vorweihnachtszeit 2015 mal wieder trafen … um ein wenig miteinander zu „musizieren“ … denn es hatten sich … im laufe weniger Jahre … doch einige … aus dieser illusteren Runde „abgemeldet“ …

Irgendwie scheint es gerade unter Musikern … ziemlich in MODE zu sein … relativ früh … ins Gras zu beißen … aber das Phänomen ist in diesen Kreisen ja nicht wirklich neu …

Als erstes … kommt einem so bekloppten Haufen wie uns … natürlich folgendes TRAUERLIED in den Sinn … und schon … ist die „Party“ im Gange …

hoffentlich habe ich euch mit dieser schweren Ballade nicht zu Tränen gerührt …

Wir haben bei dieser Gelegenheit … tatsächlich eine UNMENGE von dem Zeug inhaliert … mit reichlich Düsseldorfer ALT ( Bier) nachgespült … dazu natürlich eisgekühlten Bommerlunder …

Frei von der Leber weg … oder besser gesagt … die Leber wächst mit ihren Aufgaben … ach was sage ich … wir waren so gut gelaunt … dass wir zeitweise das Gefühl hatten … wir wären alle noch zusammen …  

Manchmal denke ich … es war wirklich nicht nötig …

so TOTAL auf Alkohol zu verzichten … 

Ein Jahr lang … habe ich inzwischen gar nichts alkoholisches mehr getrunken …

der einzige Alkohol … den ich zu mir genommen habe … war in Mon Cherie oder in dem ein oder anderen  Eisbecher … den ich mir gegönnt habe … aber das waren echt nicht viele … 

So gern wie ich mal wieder richtig abfeiern würde … mit Kumpels … was ja auch durchaus Spaß macht … so gern möchte ich meinem Körper aber auch die unnötige Schwächung … durch die Zufuhr von GIFT … denn das ist das Zeug nun mal … ersparen …

Komme mir jetzt bloß keiner mit Alkoholfreiem Bier oder ähnlichem … und natürlich kann man auch nüchtern Spaß haben …

Es geht mir um das Erlebnis …    

Blödsinn machen … dummes Zeug schwätzen … philosophieren über Dinge … die wir nicht mal nüchtern verstehen … Musik machen … GEIL & Laut … Frikadellen futtern … vielleicht rauchen … unFUCKINGfassbar viel saufen … und am nächsten Tag spüren … dass ich keine 25 mehr bin …

Okay … letzteres krieg ich auch mit Mineralwasser hin … 

Natalie

Für eine neue Freundin … aus einem anderen Universum … die fast den ganzen Tag mit mir verbrachte … jede Menge von meinem Zeug liest …

am späten Abend lächelnd feststellt … dass ich angeblich auch ganz gut *schmutzig* schreiben kann … und kurz vor Mitternacht …

in die Dunkelheit verschwindet …

in solchen Augenblicken bereue ich manchmal … nicht schwul zu sein …

denn dann könnte ich wahrscheinlich ihr „bester Freund“ werden …

Ich weiß ich bin nicht von der besten Art.
Ich meld mich viel zu selten und das stresst dich ab.
Hast ja meistens Recht wenn du mal sauer bist.
Doch ich bin immer sicher, lange dauerts nicht.

Ach, Komm jetzt zieh nicht so ne „Fick dich“-Fresse.
Ich versprech dir heilig, dass ich mich besser.
Glaubste nicht, wirst schon sehen.
Und klappt’s dann nicht, kein Problem.

Guck draußen fiel der erste Schnee,
man kann die Straße nicht mehr sehen.
Und wir beide wissen bald,
Ist Zeit mal heim zu gehen.

Natalie, Natalie
Was ist bloß passiert?
Alle so erwachsen um uns rum,
alle außer wir.
Komm lass nen Film reinziehen,
ma wieder Siedler spielen.

Natalie, Natalie
Was ist hier los?
Ich hab die Übersicht verloren, alles viel zu groß
Wir haben heut nix zu tun. Komm lass mal Pizza holen.

Und wieder lachst du über meine grauen Haare,
Bin froh, dass ich die überhaupt noch habe
hast dich selber wirklich kaum verändert,
Seit dem du sprechen kannst,
gehst du mir auf den Sender.
Würd ich dich treffen heute, ganz aufs neue,
So wie du bist, ich glaub ich würd dich feiern.
Ey meine engste Sippe das bist du.
Es ist wie’s ist, wir habens nicht ausgesucht.

Guck draußen fiel der erste Schnee,
man kann die Straße nicht mehr sehen.
Und wir beide wissen bald,
Ist Zeit mal heim zu gehen.

Natalie, Natalie
Was ist bloß passiert?
Alle so erwachsen um uns rum,
alle außer wir.
Komm lass nen Film reinziehen,
ma wieder Siedler spielen.

Natalie, Natalie
Was ist hier los?
Ich hab die Übersicht verloren, alles viel zu groß
Wir haben heut nix zu tun. Komm lass mal Pizza holen.

Ey klar wir sind nicht ausm Bilderbuch,
Doch waren uns immer wie wir sind genug,
Wo ich auch bin ich hoff es geht dir gut.

Wir sind bestimmt nicht ausm Kitschroman, doch
Wenn ich dich seh dann nehm ich dich in Arm.
Wenns draußen schneit, lass bald nach Hause fahren.

Natalie.

Natalie, Natalie
Was ist bloß passiert?
Alle so erwachsen um uns rum,
alle außer wir.
Komm lass nen Film reinziehen,
ma wieder Siedler spielen.

Natalie, Natalie
Was ist hier los?
Ich hab die Übersicht verloren, alles viel zu groß
Wir haben heut nix zu tun. Komm lass mal Pizza holen.

Es geht weiter …

gestern abend wurde ich „inspiriert“ einen uralten „frühversuch“ von mir … nochmal kurz zu „überfliegen“.

das habe ich getan … und mich erinnert … dass es jemanden gab/gibt … der/die mich stets unFUCKINGfassbar „gedrängt“ hat … endlich die FORTSETZUNG und das ENDE … der STORY zu schreiben.

dann soll das wohl so sein …  🙄

das „KIND“ … trägt einen NEUEN NAMEN … geändert … hat sich eine „kleinigkeit“ … der erste teil ist ein wenig kürzer geworden …

nur was wirklich geschehen ist … ändert sich nicht …

 

gute unterhaltung …

Bodyguard …  

leben … und sterben lassen … 

 

Er durchschritt die halle des flughafens zügig jedoch ohne hektisch zu wirken.
am dauerparkplatz angekommen … nahm er sich die zeit … sein relativ neues „baby“ … einen bildschönen und blitzschnellen SUPERSPORTLER aus bestem hause 😉 … auf unversehrtheit zu überpüfen … stellte eben diese zufrieden fest und beeilte sich das flughafengelände zu verlassen.
durch die unannehmlichkeiten der letzten stunden in LA war sein pünktliches erscheinen unmöglich geworden … aber nun wollte er wenigstens an ihrem neuen atelier ankommen … bevor die eröffnungsveranstalltung ganz zu ende war.
sie hatte einige freunde und kenner eingeladen um diesen neuen abschnitt in ihrem leben ein wenig zu feiern.
er sollte dabei sein … weil er auch an diesem neuen lebensabschnitt beteiligt war und weil … sie endlich sein erstauntes gesicht sehen wollte … wenn er feststellt, dass zu dem „kleinen“ atelier … eine mittelgroße galerie … und ein fast schon riesiges loft gehört … welches auch ihm teilweise in zukunft ein stück zuhause sein sollte.
während er die instrumententafel des sportwagens im blick behielt um die temperatur im auge zu behalten … rief er kurz im „blumenladen seines vertrauens“ an um den bestellten strauß … wenn auch mit mehrstündiger verspätung doch noch abzuholen.
gespräch beendet … temperatur ok … warmfahren also abgeschlossen … und los geht´s …
schaltwippe zwei gänge runter … aufs gas … und die tachonadel munter der 300 km/h marke entgegen getrieben.  😎

was auch während der letzten stunden in der stadt der engel passiert war … jetzt war er in seinem element … jagte über die freie autobahn durch die nacht und war im gedanken schon bei der frau … die er nur noch in seine arme schließen wollte.

… nach mehr als 4 wochen … endlich.
die befreundete floristin wartete schon in dem kleinen ladenlokal.
etwas verschlafen … nur mit einem eilig übergezogenen hausanzug bekleidet … aber
freundlich … irgendwie sogar „liebenswert“.
* wie war es in den staaten,Bodyguard? … alles wie immer?* erkundigt sie sich.
… tausend gedanken über das erlebte während dieses jobs blitzten vor seinem geistigen auge auf … doch er sagte nur bittersüß lächeld … *fast* … und bedankte sich … dass sie so spät noch für ihn da war.
*ich hab mir schon gedacht,dass du nicht wie verabredet am nachmittag hier bist … deshalb hab ich den strauß grad erst, nach deinem anruf gebunden.

… 22 schwarzrote rosen,

september­- und schleierkraut,farn, klarsichtfolie. karte mit vagabund drauf, … brauchst
nur noch die widmung schreiben.

… traumhafter strauß. … langsam versteh ich , was diese
frau an dir findet. … bist schon ein rumtreiber mit klasse.*  … lächelte sie ihn an, während er einige kurze , aber sehr liebevolle zeilen auf die karte mit dem verliebten stadtstreicher kritzelte.
* … habe mir erlaubt noch eine überdosis von ihren lieblingspralinen zu besorgen.*
schmunzelte die gar nicht mehr schlaftrrunkene blumenfee und reichte dem erstaunten galan … eine hübsch verpackte großpackung edler schokoladenköstlichkeiten aus der schweiz.
* du bist unbezahlbar,süße.

danke. … und wenn dich je ein kerl schlecht behandeln sollte … lass
es mich wissen … ich bring ihm dann manieren bei. …*

… augenzwinkernd stopft der dankbare „freundkunde“ seiner retterin drei 50euroscheine in die BRUST-tasche des hausanzuges … gefühlvoll aber unaufdringlich 
schnappt sich konfekt und rosen … küsst sie kurz auf die wange und braust im nächsten
moment schon seiner geliebten künstlerin entgegen.
wenige minuten später,parkt er den nachtschwarzen boliden vor einem gebäude … welches ihm schnell klar werden ließ … dass seine herzensdame wohl einen großteil ihrer plötzlichen „rekordeinnahmen“ wieder „reinvestiert“ hat.

zu deutsch … PROTZBAU … aber mit Charme.
* schön hast du es hier,liebes* … ein zärtlicher … viel zu kurzer kuss …die rosen und die
süßigkeiten begleiten das erste kompliment des abends … bevor sie mit gespieltem ärger auf die verspätung hinweist um ihn dann liebevoll zu verbessern …
* WIR. … wir werden es hier schön haben,geliebter rumtreiber.

sehr oft werde ich dich nämlich nicht mehr hier weglassen … und schon gar nicht nach California … zu diesen sündhaft süßen Bitches … die dich da anschmachten *

prüfend … jedoch völlig souverän … lächelt sie ihn an … ein sinnlicher, versprechender kuss folgt und an der hand führt sie ihn endlich in die beeindruckenden neuen räumlichkeiten.
* die gäste haben sich schon verabschiedet … ich bring die letzten schnell noch raus … stelle die blumen in eine vase und dann gehöre ich dir.

… mach uns doch schon mal einen drink und sieh dich etwas um.

… der raum dort drüben … ist übrigens dein arbeitsraum.

… ich hab ich mir gedacht … jaaaa ich DENKE wenn du nicht grad zwischen meinen schenkeln liegst … also ich dachte … wenn du mal wieder etwas schreiben willst … zum beispiel. *
sie entschwindet leicht wie eine feder und lässt ihn mit einem elektrisierenden gedanken
zurück.
*DANN GEHÖRE ICH DIR* … an irgendwas anderes konnte er nun nicht mehr denken.

er nahm die flasche Glenmorangie … 2 gläser … eis … und ginger … mixte einen ziemlich
starken … und eine etwas sanftere version seines „standart-longdrinks“ … schaute sich im raum und unter ihren seit kurzem sehr wertvoll gewordenen bildern um … wartete …
äußerlich lässig … auf ihre wiederkehr.
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ein paar minuten noch bis mitternacht.

… ein jahr ist es dann her … dass seine wunden verheilt waren und sie ihn durch einen sanften kick … in die richtige richtung dazu brachte … seinen damals ziemlich geschundenen körper … wieder in das zu verwandeln … was er heute war.

stark … gesund … belastbar.

… für seine „widersacher“ … die ihn hassten … ein unüberwindbares problem … und für sie … die frau die ihn liebte … *das Ziel aller meiner erotischen Phantasien* … wie sie einmal … in einer euphorischen stimmung … ihrer besten freundin anvertraute.

… auch auf diesem gebiet … war schnell die kreative künstlerin erkennbar.  😳
er hatte hart an sich gearbeitet und schien jetzt wieder zu den männern zu gehören die nicht älter … sondern „interessanter“ werden.

… vor einem jahr noch konnte er den alten song … „FOREVER YOUNG“ nicht mehr hören … heute sang er wieder begeistert mit.  😉
sie näherte sich katzenartig … kickte dabei ihre wenig bequemen schuhe von ihren füssen … nahm ihr glas entgegen … nippte einen kleinen schluck … legte die andere hand auf seine massige … durchtrainierte brust … schmiegte sich sanft an ihn … sah jetzt direkt in seine augen und küsste ihn … wie sie es zu tun pflegte … wenn ihr nach mehr war … als einem kuss.
* ich hatte einen schönen tag … war erfolgreich … hatte freunde hier … ein paar gläser
champagner und jetzt … will ich nur noch DICH.*
… ihre augen funkelten ihn abenteuerlustig an … während sie ihre glänzenden lippen mit
ihrer zungenspitze nach einem tropfen des eisgekühlten longdrings absuchte … seine
reaktion dabei ebenso provozierend wie mit wohlgefallen zur kenntnis nehmend.
er nahm den letzten schluck seines bernsteinfarbenen drinks … behielt den eiswürfel
zwischen den zähnen … kühlte so seine heißen lippen und seine zunge merklich ab … und nachdem der eiswürfel sich verflüssigt hatte … begann er sie elektrisierend zu küssen.

erst ihren mund … dann ihren hals.

nach kürzester zeit fiel ihr nachtblaues seidenkleid zu boden und er liebkoste ihre brüste …

wohlige schauer durchströmten sie vom ersten augenblick an … und steigerten sich schon jetzt zu einem kleinen glücksrausch.

… endlich waren sie wieder zusammen … und in dieser nacht würden sie sich feiern … als gäbe es kein morgen …
sie reagierte längst auf jede seiner berührungen … seufzte kaum vernehmbar … oder stöhnte leise auf … als er sie aushebelte und mit spielerischer leichtigkeit auf die kleine empore hob … die exakt die richtige höhe für ihr ausgedehntes liebesspiel zu haben schien.
… überall spürte sie seine kraftvollen aber sanften hände … die auch ihren slip mit einer geschickten bewegung zu boden schickten …
seine küsse bedeckten ihren bebenden körper und die hände … die grad noch ihre festen brüste zu offensichtlichen reaktionen bewegten umfassten jetzt ihren warmen po … und zogen sie ein kleines stück in seine richtung.
… alles was sie nun spürte … war sein heißer atem in ihrem schoß … dann seine lippen …
seine zunge … dieses … sie um den verstand bringende … mal sanfte dann intensivere züngelnde … saugen an ihrer klitoris … seine finger … all die liebkosungen ihrer vagina und kurz darauf … ihren ersten orgasmus … seit er sie vor mehr als 4 wochen verlassen musste.
… wie eine erlösung … heftig … mitreißend … erfüllend und … ihr für einen kurzen moment die sinne raubend … erlebte sie ihre lust.
sein duft … seine gepresst vorgebrachten geständnisse … sie „schmerzlich“ vermisst zu haben … und diverse zärtlichkeiten an ihrem hals … machten ihr sinnliches erleben vollkommen.
… einen kurzen augenblick hielt er inne … streichelte ihren oberkörper … beobachtete ihren leicht zitternden körper … suchte auch in ihrem gesicht nach einem zeichen … welches ihm verraten sollte … ob sie eine kurze ruhepause wollte … oder ein signal … das sagt … „ich will“
… „jetzt“.
… als er meinte die antwort gefunden zu haben … machte er sich sogleich an die umsetzung … des signals … und so kam es … dass sie ihn just in dem moment … als sie ein leises …

*ich will dir gehören* und *nimm mich* … hervor brachte … ihn auch schon in sich spürte.
… ihre finger krallten sich fast in seinem rücken fest … mehrfach schloss sie ihre augen und küsste seine breite brust … während sie sich innig liebten.
sanft … gefühlvoll … verzögernd … beschleunigend … tempo und takt bestimmte mal sie mal er im wechsel.
… so wurde teilweise aus intensivem … langsamen … tiefen oder ganz vorsichtigem gleiten … leidenschaftliche stöße … die beide liebenden bald … dem gipfel ihrer lust näher brachten … und zu einem erlösenden … gemeinsamen höhepunkt führten.
wie so oft … konnten beide ihre augen nicht lange genussvoll geschlossen halten … weil sie einfach schnell das gesicht des partners sehen wollten … um festzustellen … wie glücklich sie einander in diesem augenblick gemacht haben.

… vier augen funkelten. … beide waren …
verzaubert.

nachdem die welle der erfüllung langsam abgeflaut war … und er seinen beinen wieder einen sicheren stand zutraute … trug er die geliebte auf seinen starken armen unter die dusche.

… wie in trance berührten sie einander … küssten sich … während das warme … weiche wasser ihre pulsierenden körper umspülte.
… minuten später standen sie sich gegenüber … tupften sich gegenseitig mit den riesigen … schweren badetüchern trocken … zogen ihre kurzen … weißen satin­-kimonos über und legten sich … auf ihr außergewöhnliches neues nachtlager.

an seiner brust liegend … seine brusthaare umspielend … und immer wieder küssend …
fragte sie vorsichtig nach dem grund seiner späten ankunft.
sie spürte instinktiv … dass etwas nicht stimmte … als er aber statt zu antworten ihre fragenden lippen mit einem unsagbar gefühlvollen kuss versiegelte … beschloss sie weise … die magie des augenblicks nicht zu gefährden … genoss statt dessen seine liebevolle art der „nachsorge“ … und schlief bald überglücklich in seinen armen ein.
am nachmittag … wenn er von dem termin mit den verlagsmenschen zurück kehren würde … wo sich entscheiden sollte … ob er überhaupt nochmal nach Kalifornien gehen würde … wäre genug zeit … sich nach den gründen zu erkundigen … wovon sie trotz aller liebe und leidenschaft in dieser nacht bemerkte … dass sie ihn belasteten.
kein anderer mensch hätte diesem eiskalt wirkenden vollprofi auch nur die kleinste regung angemerkt … für sie aber … war er ein offenes buch.

wenn auch schwer zu lesen … so doch für sie … eine angemessene lektüre.
in ihm tobte ein erbitterter krieg … das spürte sie trotz all seiner zärtlichkeit … aber sie war fest entschlossen an seiner seite zu kämpfen … gegen alles und jeden … nichts und niemand konnte sie aufhalten … daran glaubte sie fest.

ihre liebe wäre stärker als alles … was man ihr entgegen setzen könnte … kein zweifel.
sie schlief friedlich … eng an ihn gekuschelt.
wie so oft betrachtete er sie im schlaf.
wie so oft … zersprang sein herz fast vor glück.
diese wunderschöne frau … die er vorbehaltlos zu lieben gelernt hatte … empfand genau so für ihn … wie er für sie.

alles war gut.

er streichelte sanft wie ein windhauch über ihre warme haut
und lies die geschehnisse der letzten zeit revue passieren.
durch seinen kumpel Dwayne kam er damals in kontakt mit Sandra B. und als sich sein
freund und „berufskollege“ auf grund einer verletzung nicht mehr in der lage sah … allein für die sicherheit der gefragten Hollywood-­schauspielerin sorgen zu können … kam ein anruf … mit der bitte so schnell wie möglich nach L.A. zu kommen.
mehrere drohungen und eine reihe sonderbarer vorkommnisse … ließen alle beteiligten zu dem schluß kommen … dass es besser wäre … mindestens bis zu *ROCKs* vollständiger genesung zusammen zu arbeiten.

diese zusammenarbeit sollte gestern auf die härteste erdenkliche art geprüft werden … die man sich nur in den schlimmsten horrorszenarien vorstellen konnte.

… am ende … war das desaster … und einmal mehr … war der versierte personenschützer … schutzengel für viele … diesmal auch … wie so oft … wenn es wirklich brenzlig wurde … für sich selbst.
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SONNENLICHT durchflutete den großzügig geschnittenen raum.
… die immer noch wärmenden strahlen der oktobersonne wecken die schöne malerin aus einem tiefen … sicheren und erholsamen schlaf.

der kaffee stand bereit.
der mann … mit dem sie diese „unbeschreiblich“ intensive nacht verbracht hat ist schon fort … aber damit hat sie gerechnet.

es war klar … dass er die geschäftlichen angelegenheiten schnell klären wollte … um später ungestört den tag mit ihr verbringen zu können.
mit der dampfenden tasse in der hand öffnete sie die tür … um die tageszeitung ins haus zu holen.
zu lesen ist das datum … 27.06.20** … und eine riesen­schlagzeile … die das blut in
ihren adern fast zum gefrieren bringt …
* DRAMA IN HOLLYWOOD !!!

ANSCHLAG AUF SANDRA B. !!!

DEUTSCHER BODYGUARD TÖTET IN NOTWEHR !!! *


Fortsetzung folgt …

Junge (für dich … schwarzer Bruder)

gestern habe ich mit freude festgestellt … dass ein eintrag von mir … den ich hier am 06.11.2015 geschrieben habe (mehrfach) aufgerufen wurde.

das kann Zufall gewesen sein … (aber wer glaubt schon an sowas) vielleicht wollte sich aber jemand … wie ich heute … aus gegebenem anlass … an den menschen/künstler/freund erinnern … der leider viel zu früh gestorben ist … und den … nicht nur ich … nach wie vor vermisse … weil er einfach fehlt.

wer sich dafür interessiert … was mich mit diesem … absoFUCKINGlut außergewöhnlichen kerl verbunden hat … was ihn so einzigartig machte und warum dieses musikvideo so unFUCKINGfassbar passt … der ist ❤ lich eingeladen … den eintrag *wer nicht malen kann* in meinem ARCHIV (06.11.2015) aufzurufen.

wenn DICH das nicht interessiert … selbst schuld *grins*  wünsche ich zumindest viel spass beim video …

zuerst wollte ich die unzensierte version posten … davon habe ich allerdings … aus nachvollziehbaren gründen abstand genommen.

rest in peace … Black Brother 

see you „soon“ … (more or less …i guess …)   😉 

dann erfahre ich wohl auch endlich … ob´s in der HÖLLE wirklich so HEISSSSS ist … 😈

Entre dos tierras … zwischen zwei Ländern … Héroes del silencio/Stille Helden

es soll ja helden geben … wie treue leser wissen … die fahren des öfteren … zwischen zwei ländern hin und her … um dort einen lieb gewonnenen (geschäfts)-freund … und noch mehr … seine bildschöne schwester zu treffen …

nun ist es leider auch in spanien nicht anders … als hierzulande …

wenn man(n) nette menschen trifft … laufen einem natürlich auch … eine menge ARSCHLÖCHER über den weg.

wenn so ein ARSCHLOCH dann auch noch zufällig der ehemals beste freund des bruders der frau ist … die seit einiger zeit bekennende HELDENGELIEBTE ist … dadurch also gegen die ständigen annäherungsversuche des ARSCHLOCHS immun … verkomplizieren sich die dinge meist ein wenig …  🙄

wie landläufig bekannt sein dürfte … neigen ARSCHLÖCHER auch noch oft dazu … sich überall einzumischen … alles besser wissen zu wollen … einfach „mitspielen“ zu wollen … wenn die „großen jungs“ ihre geschäfte machen …

wenn es was gibt … was das ARSCHLOCH kann … dann sind das INTRIGEN … leute gegeneinander ausspielen … um sich selbst dazwischen zu drängen.

so ging er teilweise so weit … sogar „mit-zu-wollen“ … wenn die beiden freunde mal wieder zwischen zwei ländern … hin und her „flogen“ … mit ihren schnellen männerspielzeugen.

da die großen jungs aber wissen … wie sie ihre geschäfte machen wollen … und auch mit wem … ergo auch mit wem nicht müssen diese großen jungs manchmal … diese kleinen ARSCHLÖCHER ein wenig „einbremsen“.

an einem lauen sommerabend … bei einem früheren aufenthalt im sonnigen süden … war es dann soweit.

SHOWDOWN … es musste was passieren …

die spanische schönheit ahnte nichts gutes und bat von dem vorhaben abzusehen … schließlich hätte der arme wicht … gemeint war das ARSCHLOCH … doch keine chance … gegen den helden … das wäre glatter MORD.

dabei hätte sie „ihren“ helden doch besser kennen sollen …

der hatte zu keiner zeit vor … sich an diesem OPFER … gemeint ist auch hier … ihr ahnt es … das ARSCHLOCH … die hände schmutzig zu machen …

an diesem lauen sommerabend … auf der party des lieb gewonnenen freundes und seiner schwester … wurde wie so oft … „erwachsenen-karaoke“ gespielt …

das heißt … jeder der wollte … und (noch) in der lage war … konnte die eigens zu diesem zweck aufgebaute bühne „entern“ … sich ein instrument schnappen … und irgendwas zum besten geben …

also griff sich der held eine „elektrische klampfe“ … drehte den verstärker auf … brachte das mikro auf seine „höhe“ … der bruder setzte sich ans schlagzeug … dessen musikerfreunde nahmen ihre plätze ein … und dann spielten sie dem ARSCHLOCH ein lied …

und weil das ARSCHLOCH des englischen nicht wirklich mächtig war … besorgte es ihm der held sogar in seiner muttersprache …

damit keine missverständnisse mehr aufkamen …  😈

ENTRE DOS TIERRAS / zwischen zwei Ländern

Du kannst Dich verkaufen.
Wenn Du Macht willst, ist jedes Angebot recht.
Ständig die Klappe aufreißen und dauernd seinen Senf dazu geben,
das ist einfach.
Aber wenn Du dann irgendwas rückgängig machen willst,
dann musst Du erstmal Deine Spuren verwischen.

Also lass mich in Ruhe. Ich bin nicht schuld, wenn Du auf die Schnauze fällst.
Du verlierst Deinen Glauben und Deine Hoffnungen.
Ich weiß auch nicht mehr, was ich glauben soll.
Aber vergiss das gleich wieder.
Ich habe Dich nicht um Hilfe gebeten.
Und Du stehst trotzdem schon wieder bei mir auf der Matte.

Du schwebst zwischen zwei Welten. Da ist wenig Luft zum Atmen.

Also reiß Dich endlich am Riemen.
Sei nicht so lasch und sorge dafür, dass endlich was passiert.
Auch wenn Du das Ruder nicht selbst rumreißt,
wirst Du noch genug Scheiße fressen müssen.

an alle spanisch-experten:
der text erhebt natürlich keinen anspruch auf wortwörtliche übersetzung … sondern gibt eher sinngemäß die *BOTSCHAFT* wieder.  😉
was soll ich sagen … man trank nach der kleinen musikalischen einlage zusammen noch das ein oder andere glas … sprach ein klärendes wort … also der held jetzt … nicht das ARSCHLOCH … das war inzwischen ganz kleinlaut … richtig wohltuend leise … MISSVERSTÄNDNISSE gab es keine mehr … alle hatten sich wieder „lieb“ … besonders der held und die schönheit … allein in dieser nacht … noch mehrmals … 😉
HAVE A NICE WEEKEND …
das ist heut wirklich wieder ein wetter … zum helden zeugen …  😳

so … das wäre dann auch erledigt …

das nennt man dann wohl eine gute woche …

donnerstag abend die meisterschaft mit 3 toren und zwei vorbereitungen klar gemacht … auswärts 5:4 gewonnen … im strömenden regen … aber das macht dem kleinen helden ja gar nix …

danach sofort die zusage gegeben … heute morgen der „zweiten garnitur“ zu helfen … für den klassenerhalt …im lokalderby … was schon zum dritten mal in dieser saison möglich wurde … durch die verlegung der spiele seiner mannschaft … die im normalfall selbst am samstag spielt …

tja … soviel sportsgeist und mannschaftsdienlichkeit belohnt der fussballgott dann mit strahlendem sonnenschein … und einer mitreißenden partie … vor vielen begeisterten zuschauern …

das führt dann zu einer weiteren topleistung des kleinen helden … der diesmal auch von zwei kameraden aus seiner „meister-mannschaft“ unterstützt wurde … die ebenfalls eine absolute klasseleistung abgeliefert haben …

da wächst dann auch ein torwart über sich hinaus … der in letzter zeit einen … sagen wir mal … nicht so tollen lauf hatte … und bei entsprechendem zusammenspiel trifft auch der junge wieder … dem sonst in dieser mannschaft oft die vorarbeit seiner mitspieler fehlt …

die „erstklassigen“ verstärkungen des gegners … sind so schnell an ihre grenzen gekommen … die hatten schon vor dem anpfiff keine so gute laune mehr … denn als sie gesehen haben … dass auch „wir“ dabei waren … war ihnen schnell klar … dass das für sie kein spaziergang wird …

originalzitat ihres besten spielers vor dem spiel:

* habt ihr den 10er gesehen … das ist doch der *** … was macht der denn hier … und … was machen wir jetzt???*

so steht am ende eines wirklich interessanten spiels ein 6:3 erfolg … 4 tore des kleinen helden … und eine menge von tollen vorlagen … wovon der eben erwähnte junge dem sonst oft die vorarbeit fehlt … zwei sehr schöne treffer versenkte …

beide mannschaften schenkten sich nichts … die fouls gegen den kleinen helden waren nie wirklich böse … da darf man niemandem einen vorwurf machen … das geht manchmal so schnell … da kommt der gegner einfach zu spät … und wenn die jungs dann zurück ziehen würden … naja … anderes thema …

alle hatten spaß … jeder hat alles gegeben … keiner muss mit einem schlechten gefühl nach hause gehen … und manche … dürfen wieder einmal stolz auf das sein … was sie auszeichnet …

für das letzte meisterschaftsspiel seiner mannschaft am donnerstag abend … wo es ja um nichts mehr geht … hat der kleine held übrigens angekündigt in der abwehr zu spielen … alle mitspieler dürfen angreifen und tore machen … er wird absichern … den torwart schützen … und alle anderen mit vorlagen füttern …

auch eine art DANKE zu sagen … bin mal gespannt … ob sich irgendjemand bei ihm bedankt … dafür … dass er zu dieser mannschaft zurück gekommen ist … obwohl er für jede spitzenmannschaft hätte spielen können … und seine persönliche laufbahn … durch diesen rückschritt … absolut selbstlos hinten an gestellt hat …

nach meiner erfahrung … gibt es für solch heldenhaftes ansinnen … zum dank irgendwann einen tritt in den arsch … aber auch das … muss man(n) mal erlebt haben …

für das letzte spiel der „zweiten mannschaft“ … drückt er die daumen … an dem samstag ist eine pflichtveranstalltung in der schule … da muss er dabei sein … und da heute alles gut lief … die klasse erhalten bleibt … geht es in diesem spiel auch um nichts mehr … außer um die freude am spiel …

und das … ist auch gut so …

so … jetzt gönnt sich der stolze Papa einen Cardenal Mendoza aus dem ganz großen schwenker … der kleine held trifft sich gleich mit seinem kumpel der zwar drei jahre älter ist … aber trotzdem sowas wie sein FAN … und dann spielen sie alles mögliche … playstation , schach … tischtennis … alles … nur keinen fussball … denn das … kann der große bewunderer nicht …

und auch das … ist gut so …  😉

WER NICHT MALEN KANN …

vor ziemlich genau 5 jahren … schrieb ich … ganz sicher im suff … aber in liebevoller erinnerung :

wie ich heut recherchiert habe, … hat Andreas … vor seinem tod … tatsächlich noch ein buch geschrieben. ( der Ochse)

er schreibt im vorwort:

*… viele geschichten fehlen, … die eigentlich viel lustiger , … oder viel trauriger sind .. als die geschriebenen, … aus denen sich meine lebensphilosophie herauskristallisiert hat. … Alle personen sind oder waren wirklich vorhanden.

achten sie nicht auf groß- oder kleinschreibung .. und meckern sie nicht über rechtschreibunng, .. sonst knallts, … viel spaß. *

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falls mein buch je veröffentlich werden sollte … hoffe ich auf dein einverständnis … ähnliche zeilen im vorwort verwenden zu dürfen, Black Brother.

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wenn es dazu kommt … also zu einem buch … von mir … hast du es mit zu verantworten … weil du mir dauernd ein gewisses talent einreden wolltest …

klar … talent habe ich … das talent zeitweise noch mehr gesoffen zu haben … als du … und trotzdem heute noch zu leben … aber so ist das eben … held und so … unsterblich bist du ja auch … aber eben anders …

anders waren wir immer … aber das ist auch gut so …

typisch. … so eine galerie (2000 bis 2004) wird wahrscheinlich nicht gestürmt, … wie ein supermarkt … also … muss man(n) sich beschäftigen.

seit der nachricht deines todes … hab ich mich oft gefragt, ob es sowas wie seelenverwandtschaft wirklich gibt.

irgendwas muss mich schließlich zum zeitpunkt deines todes … zweimal an den ort unserer ersten begegnung  … dein altes atelier die werkstatt … und in die „börse“ wo wir es oft haben krachen lassen … getrieben haben …

der film, den du unbedingt mit mir drehen wolltest, wird wohl nie realisiert werden. … dabei wäre doch die schlußszene sicher ein klassiker geworden …

naja, … kein zweites CASABLANCA, … kein oskar-reifes-cineasten-highlight …

aber unser beider lebensmotto … zum schluss … statt …

schau mir in die augen kleines *

ein düsteres … halb gelalltes …

there´s a time to fuck … and a time to cry …*

aber mir bleibt die erinnerung an einen großartigen menschen …

auch wenn viele glauben, du wärest ein noch größerer künstler gewesen …   

an den ein oder anderen song … den wir zusammen „performt“ haben … kann ich mich noch erinnern … obwohl die lücken … grad in der zeit unserer gemeinsamen exzesse … erschreckend groß sind …

mein „musikding“ sollte ich auch unbedingt durchziehen hast du damals gesagt … meine texte den sterblichen um die ohren hauen … bis sie kotzen … oder sie endlich begreifen … hast du gefordert …

„unfassbar gewaltige gitarren-soli marke BLUTSBRUDER“ … nanntest du mein geklimper … davon konntest du auch nie genug kriegen…

*quäl sie … quäl sie … bis das blut spritzt … bis sich nichts mehr rührt … bis nichts mehr schmerzt …* … hast du gefordert … * PROST ! * 

hättest du dich nicht so früh vom acker gemacht … würde ich heute gern mit dir dieses ding hier durch die verstärker ballern … das passt zu uns …

don´t ya think so,Bro?

deine seele war so schwarz wie meine … viele sind mit uns nicht klar gekommen … wir haben allen ans bein gepisst … die wir nicht mochten … und das war ganz sicher die überwältigende mehrheit …

allen haben wir vor den kopf gestoßen … wenn wir der ansicht waren … sie hätten es verdient … nur gegenseitig … gingen wir immer vorsichtig miteinander um … wissend wie sensibel wir doch sind …

anfangs dachte ich immer … du hättest nur angst … ich würde dir den hintern versohlen … wenn du frech wirst … dass du dich einfach nicht traust … mich einmal so anzupöbeln … wie all die anderen … die dir auf den sack gingen … aber davor hattest du sicher nie wirklich angst … die schmerzen … die du dir stets selbst angetan hast … waren sicher schlimmer … als alles was ich dir hätte zufügen können … ich weiß wovon ich rede … du auch … wir haben beide dauernd versucht uns selbst zu zerstören … du letztendlich ja durchaus erfolgreich …

es muss also andere gründe haben … warum es beim “ DUO INFERNALE “ nie geknallt hat …

vielleicht stimmt ja wirklich … was wir damals im vollrausch … nach unmengen KUBANISCHEM RUM und SCOTCH WHISKY … in meiner kleinen “ villa“ im berg … während eines unsere „philosophischen“- wochenenden … einander gegenseitig feierlich gestanden haben …

* isch liiiebe disch … du wütender … aufgeblasener … PANZERSCHRANK ! *

* und isch lieb disch … mein trauriger … halbverhungerter schwarzer BRUDER*

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diesen artikel hab ich grad gefunden :

Im Zeichen des Steppenwolfs

Am 1. Juni 2009 starb Andreas Junge von seinem Leben vollbracht in der Riemenstraße 28.
Hier, in Wuppertal-Elberfeld.
Andreas Junge war Mensch. Und Künstler.
Zum fünften Todestag eine subjektive Stimmung zu einem intensiven Charakter mit einem außergewöhnlichen Werk.

Intelligent. Schwitzig kühl. In Abgründen versponnen. Ein Wolf im Schatten seiner Seele. Der Himmel verdunkelt sich, wenn man über ihn spricht. Junge.
Der Von der Heydt-Förderpreisträger ist seit fünf Jahren tot. Jeder Mensch stirbt anders und das ist wichtig. Auch wie es geschieht. Der Tod ist schwer zu begreifen. Es gibt viele Wege mit ihm umzugehen oder ihn zu umgehen. Junge hielt den Tod eng umschlungen. In seinem 50. Lebensjahr ließ Andreas ihn los und starb, weil es so sein sollte. Ein Künstlertod.
Die einen sprechen über Andreas Junge, als wäre er nur in einem weit entfernten Land. Die anderen können oder wollen gar nicht über ihn reden. Bestimmte Menschen sterben, während sie leben. Eventuell ist es ihm so geschehen.
Junge hat Schmerz hinterlassen.
Und ein fulminantes künstlerisches Werk.
Der Punk wurde Meisterschüler bei A.R. Penck an der Kunstakademie Düsseldorf. 1991. Ohne Abitur. Sonderbegabt. Im selben Jahr verlieh ihm unsere Stadt den Von der Heydt-Förderpreis. Ihm, „dem Alkoholiker, für den es immer einen Grund gibt, sich zu betrinken“. So liest er sich in seiner Selbstabrechnung: „Der Ochse“. Pöbelnd stand er im Übrigen bei der Preisverleihung am Mikrofon. Andreas Junge.

Apropos Ochse. Auf 60 Seiten, DIN A4, steht alles Existenzielle über „den Ochsen“ und sein Leben. Er musste das aufschreiben, fünf Jahre vorseinem Ende. Diese letzten Jahre fehlen natürlich in seinem Buch. Dieser letzte, dramatische Akt, gewollt wie ungewollt tragisch inszeniert. Der persönliche Verfall.

„Der Ochse“, dieses kleine, solitäre, literarische Werk. Es fehlt nur der letzte Feinschliff und es könnte ein Kultbuch sein, denn es spiegelt den Kern einer ganzen Epoche. Von den 70ern bis in die 00er und von analog zu digital. Zwischen diesen Zeiten tobt dieser psychologisch schräge Übergang von Schwarz-Weiß zu Farbe. So einfach wie in der Fotografie, so einfach wie auf den Fernsehbildschirmen hat sich die Welt verändert, in der Andreas Junge aufgewachsen ist. Auf zur bunten Erkenntnis. Und Junge schneidet sein Leben unprätentiös dazwischen. Er macht sich bewusst.

Der Künstler lässt Platz in seinen klaren Worten, man kann durchschauen, es ist vieles zu sehen. Bilder lassen sich erkennen. Er schreibt, wie er malt, assoziativ, symbolisch. Großartige Bilder intensiver Bedeutung, die es tatsächlich gibt. Er hat sie alle gemalt. All diese Bilder, die zwischen seinem Leben zu kritischen Spiegeln der gesellschaftlichen Zeitgeschichte werden. So viel musste raus. Die Bilder erwischen den Betrachter mit voller Wucht, wenn er sich auf Junge einlassen kann. Entweder oder. Ganz natürlich.

Andreas Junge wird bestimmt von den Szenarien des zweiten Weltkrieges, von diesem Echo der Geschichte, vom kalten Krieg und von der allgemeinen Distanz zwischen den Menschen. Die Beklemmungen der Alten, die schräge Freiheit hinter den Gittern und Grenzen gesellschaftlicher und religiöser Normen, mischen sich unter Laszivität und Punk und suchen eine Liebe, die ihm scheinbar abhanden kam.

1959 geboren. Wie war es wohl damals, der kleine Andreas zu sein. Was hat ihn speziell geprägt? Oder war er aus sich heraus so wie seine künstlerische Arbeit? Sein Werk erzählt massenweise vom Sterben, vom Schmerz, von Ungerechtigkeit und Ungleichgewichten. Voller alter, kryptischer, religiöser, allgegenwärtiger Symbole. Tief in sich war er sehr berührbar. Er war verdammt, sensibel zu sein. Dieses Zuviel in ihm musste raus. Er sprühte und schichtete es auf seine Bilder, schnitt es in Karton. Er gipfelte auch in Zehn-Meter-Gemälden. Was muss sich in ihm angestaut haben, was für ein Druck.
Das Werk von Andreas Junge schmeckt nach Machtlosigkeit einer Welt gegenüber, die er einfing, bannte und in ihrer Perversion vollkommen sichtbar werden lässt, weil er sie entlarvte, weil er das Ungeheuerliche auch in sich erkannt haben musste. Und das Unglück. Und weil er machtlos war.

Andreas Junge hat einen Ausdruck, eine Kraft, die sich in seinem Werk immer noch entfaltet, entwickelt, wie ein richtig guter Wein. Nein, eher wie die Ausmaße einer künstlerischen Radioaktivität mit einer schwankenden Halbwertszeit. Der Ochse schreibt: „Mein Verfallsdatum beziffere ich mit 2040. Es bleibt also noch genug Zeit zu hoffen, dass es mehr wird.“ Der Ochse hat recht. Sein Verfallsdatum ist auch fünf Jahre nach seinem Tod bei weitem nicht erreicht. Andreas Junge lebt weiter. Die Bilder sind da. Und mit ihnen seine Energie. Die Galerie Roy in Zülpich ist seit 2013 im Besitz seines Nachlasses. Sein Werk. Viele Werke, bei denen man schreiend zustimmen möchte: „Ja!! So ist das! Genau so ist das!“. Auch jetzt. Einige Bilder wirken so immens brandaktuell. Zeitlos.

Andreas Junge gehört zu den interessantesten Wuppertaler Künstlern der letzten Jahrzehnte. In bester Gesellschaft bleibt der pöbelnde Punk in der Ahnentafel des bedeutendsten Kulturpreises der Stadt archiviert und für die Zukunft erhalten. Mit etlichen dieser Preisträger war er sowieso bekannt, mit einigen befreundet. Der Bassist Peter Kowald gehörte unbedingt dazu. Kowald war vielen Freunden von Andreas Junge ein inspirierender Mentor und hinterließ mit seinem Tod im Jahre 2002 ein spürbares Vakuum. Etwas sehr Empfindsames zerbrach. Schließlich hing diese ganze Szene zusammen. Wie wichtig war eigentlich der individuelle Erfolg in Abgrenzung voneinander, zum Überleben oder zum Durchdrehen? Erfolg als Künstler ist eine eigene Macht. Eine böse Geliebte, die man verachtet, wenn sie die Liebe nicht erwidert.

Andreas Junge hat genau dieses Leben gehabt. Dieses Künstlerleben. Er hätte auch kein anderes gewollt. Hoffentlich hat er dieses Leben geliebt. Denn es war seines, es war richtig. Dieses Leben hat Spuren hinterlassen.

Alles tief getränkt in schwarzem Humor, ungekünstelt, apokalyptisch, aber auch mit märchenhaften Fragmenten und ganz zarten Momenten. Dieses Märchenhafte sticht bei all den Schatten und Szenarien ganz besonders hervor. Zuckersüße Feenwesen mit Schmetterlingsflügeln – die niedlichste Schnecke aller Zeiten. Ein Bild ganz ohne Bedrohung, ein Bild ohne diese immense Wucht. Die reine Schönheit entsteht und das Feine ist so lebendig, als wäre es ausschließlich da. Was auch in ihm lebte, aber selten nach außen kam.

Mit ihm sind viele Antworten verschwunden, er bleibt zu entdecken. Ein paar Informationen, Bilder und Videodokumente finden sich über Andreas Junge im Internet. Große Anerkennung fand Andreas Junge auch in seiner Zeit als Galerist. Von 2000 bis 2004 stellte er eine Vielzahl befreundeter und überregional bekannter Künstler aus. Verbindend, voller Kontakt, versunken in zerstörerischer Einsamkeit. Drei Tage vor seinem Tod nahm er ein Taxi und entließ sich aus einer Suchtklinik. Ein langjähriger Freund und Bildhauer, der zur selben Zeit wie er dort im Entzug saß, stritt sich mit ihm und wollte ihn von der Fahrt abhalten. Er fuhr. Nach Hause. Das war ihm bestimmt, dort zu sterben.
Der Zeichner und Fotograf Josef Scherrer war in den letzten Jahren sein engster Weggefährte. Wenige Wochen nach dem Tod von Andreas stürzte sich Josef in die Donau und nahm sich das Leben.
Im Skulpturenpark Waldfrieden ist ein Katalog zu Andreas Junge erhältlich. Die 89 Zeichnungen mit einigen Textpassagen aus dem Ochsen sind posthum erschienen.

Info: www.galerieroy.de

Text: Wolfgang Rosenbaum | Fotos + Abbildungen: Archiv Sylvie Hauptvogel

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*wer nicht malen kann … muss schreiben* … das  sagte mal meine kunstlehrerin … weil ich mich wieder mal geweigert hatte … sie mit einem „werk“ von meiner absoluten talentlosigkeit zu überzeugen …

damals schrieb ich allerdings nicht … die von ihr verlangte lobeshymne auf SALVATORE DALI … sondern einen ellenlangen liebesbrief … der ihr wenigstens erklärte … warum ich zwar nie ein einziges bild bei ihr gemalt habe … trotzdem aber sehr gern in der ersten reihe … genau vor ihrem pult gesessen habe …

malen kann ich bis heute nicht … also musste ich dir diese zeilen schreiben … SCHWARZER BRUDER …

weil ich nicht malen kann … absoFUCKINGlut nicht …

und weil ich dich vermisse 

rest in peace … 

Das Pendel braucht wohl die Extreme

… denn in der mitte steht es still.

oder anders gesagt:

wenn es dem esel zu wohl wird … geht er auf´s eis.

stimmt vielleicht alles … bei mir ist das aber anders …

nicht wenn´s mir gut geht … sondern wenn es mir richtig dreckig geht … dann muss etwas passieren … dann braucht der held den ritt auf der rasierklinge … dann brauche ich irgendwas … was nicht nur kitzelt … sondern richtig beißt …

und irgendwie … war es mal wieder so weit …

dieses wochenende stand nichts an … der MINNIMESSI hatte spielfrei … die tabellenführung bleibt bestehen … und da der hartnäckigste verfolger sein nachholspiel verloren hat … könnte man den direkten vergleich sogar verlieren … muss man aber nicht … und wenn es nach sohnemann geht … verlieren sie diese saison kein einziges spiel.

das gab es schon mal 2013 … da hat PAPA das team noch trainiert … und der sohn redet heute davon … wie ein alternder fussballstar …

der sich an DIE GUTE ALTE ZEIT erinnert …

irgendwie lustig … aber wenn ein 10 jähriger schon auf rund 150 meisterschaftsspiele zurück blickt … fast 6 jahre fussball … mit 4 meisterschaften … jedes jahr torschützenkönig … jedes jahr die meisten torvorlagen … wertvollster spieler … turniersiege … pokale … medaillen … auszeichnungen … dann hat der kleine mann tatsächlich schon einiges erlebt in seinem sport … schönes … und leider auch schon weniger angenehme sachen … wie unzählige fouls … teilweise schmerzhaft … bis hin zum absichtlichen wadenbeinbruch …

Papa hatte ihn gewarnt … dass dieser sport dir zwar unfassbar viel geben kann … aber auch eine menge schattenseiten hat … als er mit 4einhalb jahren plötzlich vor mir stand … mit der festen aussage : * Papa … ich will auch fussballer werden*

nun ja … jetzt ist er ein „gestandener fussballer“ … und wenn er in diesem tempo weiter macht … werden papas erfolge von einst … die ihn heute noch motivieren … sehr bald verblassen …

bei den mädels stand auch nix an … also konnten alle mit der Heldenkidsmutter zu den schwiegereltern fahren … und die stolzen großeltern auf den neusten stand bringen …

die große hat ihr goldenes schwimmabzeichen gemacht … wird als eine von zweien zur „junior-retterin“ ausgebildet … (nur 2 von 22 teilnehmern haben sich qualifiziert) und auch die kleine … zwillingsschwester vom fussballstar … hat längst ihr silber … steht inzwischen auch kurz vor gold …

die beiden schwimmen inzwischen so schnell … dass sie in ihren altersklassen im DLRG-bereich keine ernstzunehmende konkurrenz mehr haben …

da stehen zukünftig wohl einige wettbewerbe im leistungsbereich an … Mutti war auch in der jugend leistungsschwimmerin … da kann also was kommen … wenn die beiden das wirklich machen wollen …

musik machen alle 3 Heldenkids … sind auch schon in der schulband aktiv … diese „seuche“ haben sie vom papa geerbt … ohne musik geht gar nix … unser ganzes leben ROCKT around the clock …

texte soll momentan noch papa schreiben … mittelfristig will die kleine das aber übernehmen … und es soll nicht nur bei songtexten bleiben … sie hat das in sich … das spüre ich schon jetzt …

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nun gut … die family war also beschäftigt … so konnte der held einen versuch unternehmen … die riesige leere in sich … zu bekämpfen … sprich … sich mal wieder selbst zu bekämpfen …

wenn ich derart mies drauf bin … wie in den letzten tagen … dann kommt der alte mann auf die lustigsten sachen.

freitag bis sonntag … das reicht für eine menge action … da kann man(n) sich locker umbringen … schaun ´mer mal … ob der schutzengel noch auf zack ist.

zuerst wird ein alter kumpel angerufen …

held : * mach mal ´nen gegner klar … in deinem GYM … aber einen … wo die gefahr besteht … dass der auch zurück haut … *

guter kumpel : * da hast du glück … alter mann … wir haben da einen jungen wahnsinnigen (25j.) der hat mich vor kurzem noch nach dir gefragt … *

held : * was hat er gefragt? *

guter kumpel : * ob ich nicht einen kennen würde … der doof genug ist … gegen ihn zu kämpfen … *

held : * was hast du gesagt ? *

guter kumpel : * das du wahrscheinlich schon tot bist … weil du dich lange nicht gemeldet hast … du dich in unregelmässigen abständen ja schon immer umbringen wolltest … und du vielleicht endlich den passenden „sterbehelfer“ gefunden hast … *

held : * jaja … mach klar den jungen … 3 runden vollkontakt … und gib ihm was vernünftiges zu essen. … hast du lust danach noch unsere alte lieblingsstrecke zu fahren? … mit deiner heckschleuder würde ich gern mal wieder … ein paar runden … im grenzbereich ums eck ballern … *

gesagt … getan …

was soll ich sagen … sooo taufrisch … ist der „LOBO/wolf“ wohl wirklich nicht mehr … jedenfalls hat dieser junge bursche sich ganz gut gehalten … wurde sogar in der zweiten runde richtig frech … da war dann aber auch ENDE GELÄNDE … die jungs können mit hoher schlagfrequenz austeilen … wenn dann aber richtig was zurück kommt … is schnell feierabend … mit druck kann der junge mann jedenfalls nicht wirklich gut umgehen … ich meine sogar … ein klein wenig angst in seinem bangen auge gesehen zu haben … als die letzten drei heftigeren treffer einschlugen …

nun hat der alte wolf zwar das gefühl … von einem kleineren LKW angefahren worden zu sein … so schmerzen die morschen knochen bzw. das … was noch an muskeln vorhanden ist … am reifen heldenkörper … der junge herr allerdings … hat nach eigener aussage aber das gefühl vor einen vollbesetzten bus gerannt zu sein … und das mehrfach …

das racing mit des kumpels Porsche … war wundervoll … dieses ding will einfach gequält werden … da haben wir was gemein … könnte der außenstehende denken  … das teilchen hat charakter … schreit nach drehzahl … und solche rufe bleiben bei mir nicht ungehört …

meine lieblingskurve ist mit wirklich hoher geschwindigkeit fahrbar … wenn man es kann … irgendwann driftet man allerdings nach außen … kommt im power-slide bis an den rand … macht aber nix … solang man nicht verkanntet …

dann drehst du dich nämlich nicht nur einige male … dann überschlägst du dich dafür ein paar mal … und das muss ja nicht sein …

ob mein kumpel jetzt aus angst um sein auto so gezittert hat … oder ob er der meinung war … dass ich das fahren zwischenzeitlich verlernt haben könnte … kann ich nicht sagen … allerdings wirkte er sichtlich erleichtert … als ich mich nach 90 minuten genug abreagiert hatte … und seinen Porsche zwar mit knisterndem turbo … und glühenden bremsen … ansonsten jedoch völlig unbeschädigt abstellte …

mein schutzengel sucht sich wohl ´nen ruhigeren job … der is irgendwie mit den nerven runter … das war wohl alles etwas viel für ein wochenende …

etwas auf der rolle war ich mit meinem guten kumpel aus vergangenen tagen dann noch … ein wenig musik haben wir alten herren auch noch gemacht … sogar für teilweise gar nicht so alte mädchen …

zwei dieser jungen damen hatten ein wirklich gutes herz … und haben uns bis zum frühen morgen … gar nicht spüren lassen … wie alt wir wirklich sind … ach was sage ich … sie waren so nett … uns glauben zu lassen … wir wären sogar wesentlich jünger … als wir uns fühlen … zumindest jünger … als ich mich heute fühle

gebracht hat es mir nicht viel … dieses spätpubertäre männerwochenende …  besser fühle ich mich jedenfalls nicht … da muss  mehr kommen …

mal sehen … wann ich hier wieder weg kann …

Wir waren noch Kinder V … Nicht jedes Wiedersehen macht Freude

… * es ist das gleiche kleid … nur in 36.* …  mit einladender geste lässt sie mich ein und dreht sich, … zwecks präsentation  … gekonnt einmal um die eigene achse.

* … du bist nichtmal 30.* … stelle ich mich mühelos … noch blöder als ich eh schon bin.

* … 36 ist die größe, du unwissender. … hat nichts mit dem alter zu tun.*
… geht sie ohne probleme … milde lächelnd … auf meine selbst(dumm)darstellung ein.

* … unfug! … ich kenn nur C, D … und doppel-D.* … treib ich´s auf die spitze.

* … ach, … mit B gibt der herr sich erst gar nicht mehr zufrieden? … das war mal anders. … als du mir damals die 34 ausgezogen hast, .. hat dir noch alles gefallen … was du endeckt hast.*  … nun werde ich fast getadelt. … allein durch ihren vorwurfsvollen ton.

fast komm ich ins grübeln. … wenn ich sie so ansehe, … kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass sich überhaupt irgendwas verändert hat an ihr. … sie ist wie damals, … ein junges mädchen, … das auf mich wirkt wie eine junge , begehrenswerte frau. … oder umgekehrt? … oder beides? …  hat MUTTI mir den gar nichts beigebracht? … doch! … Mama hat mir mal gesagt, … eine frau … fängt erst ab 30 wirklich an … eine frau zu sein.

über meine eigenen gedanken schmunzelnd … stelle ich fest, dass  das aus der sicht meiner Mum vielleicht stimmen mag, … aber dieses zauberwesen, … war definitiv eine dieser lobenswerten ausnahmen, … die so manche regel bestätigen.

nachdem ich ihr glaubhaft versichern konnte, dass sie in jeder hinsicht für mich immer das NON PLUS ULTRA  … war,  … ist …  und ewig bleiben wird … wird ihr lächeln milder und sie führt mich stolz durch ihre kleine, … aber … sehr geschmackvoll eingerichtete wohnung.

vor dem modernen hellen wohnzimmerschrank, … in dem sich ein gerahmtes foto unserer damaligen schulfußballmannschaft befindet … bleiben wir stehen.

… wieder kommen erinnerungen hoch. … sie hatte diese aufnahme selbst gemacht, … nachdem wir ein hallenturnier gewonnen hatten. … direkt neben mir steht THOMAS, … der junge, der schon immer scharf auf sie war, … sich nach meinem verschwinden damals an sie heftete … und sich nach ihrer aussage … bis dato nicht mehr wirklich abschütteln ließ.

meine anfängliche verwunderung,  dieses bild … in ihrem glasschrank zu finden weicht plötzlich dem bewusstsein, dass er schließlich hier ein und aus ging. … er war ihr lebensgefährte … all die jahre … und von männern, die ihnen etwas bedeuten, … pflegen frauen nun mal gelegentlich auch bilder aufzustellen.

* Thomas hat echt gut gespielt bei dem turnier damals in der Stadtsporthalle.* … lobe ich meinen damaligen mitspieler.

* … ach, … der hat auch mitgespielt ?* … antwortet Petra lapidar mit einer gegenfrage … während sie … einen strauß langstieliger,schwarzroter rosen … welchen ich ihr … noch gedankenversunken …  schon an der tür überreichte … in eine extravagante, riesige kristallbodenvase stellt.

* … frag nicht so. … ich denke mal, … du hast das foto wohl wegen ihm hier aufgestellt … und nicht um dich ewig daran zu erinnern, dass du mich während des turniers für jedes tor mit einem kuß belohnt hast.* … stelle ich … eine nicht sonderlich gewagte behauptung auf.

* … das dachte er wohl auch.* … kommt die spontane antwort … noch cooler … als der drink … den sie mir jetzt reicht.

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minuten später … taucht Thomas … wie verabredet auf, um seine restlichen sachen abzuholen.

wie auch früher schon immer, … begleitet  von seinen beiden besten kumpels. (Jörg+Martin)

das bild, … war schon zur schulzeit lustig. … Thomas, … eh schon ziemlich klein gewachsen, … zwischen zwei (2jahre älteren) klassenkameraden … die zu der zeit schon … fast 2 meter groß waren … naja … 1.89m und 1.91m …

Bodybuilder … sind sie jetzt alle drei, … was den anblick eigentlich noch ulkiger werden lässt.

spontan entdecke ich eine formel … zur berechnung des IQ in 2 von 3 fällen.

:   #  länge + breite  durch 2 minus lebensjahre. #

bei Martin und Thomas … müsste das ergebnis ziemlich präzise sein.

in ihrer weisheit, … haben die beiden idioten wohl auch beschlossen, … mich zu ignorieren. … nur Jörg, der zur damaligen zeit auch irgendwie mein freund war , … begrüßt mich freundschaftlich und fordert mich auf, für eine zigarettenlänge mit ihm auf den balkon zu gehen.

die beiden anderen fangen an, Tommy´s  habseligkeiten aus dem kleinen trainingsraum,  zu holen und sie in einen vor dem haus geparkten VW Transporter zu verladen.

die wohnungseigentümerin scheint auch keine lust auf konversation mit ihrem ex zu haben und schließt sich unserer kleinen zigarettenpause an. … da sie mir freundlicherweise meinen dritten Chivas mit eis und Cola anbietet, … nehme ich  die von Jörg angebotene Camel-Filter … sowie auch Petras einladung meinen wagen gleich in der tiefgagarge abzustellen an.

*  ok,  lasset uns rauchen und saufen. … so jung sehen wir uns nie wieder … und ich komme auch mit ´nem taxi nach haus.*
freue ich mich über das treffen mit Jörg … und ziehe genüsslich an meinem schon 5ten glimmstengel in dieser woche.
* … jaja, … wenn ausnahmen zur regel werden.* … scherze ich noch, obwohl ich schon zu der zeit … mehr „nicht“- … als raucher war.

als die gastgeberin kurz „nachschub“ holt, … nutzt Jörg den ungestörten augenblick um mich vor fiesen übergriffen ihres rachsüchtigen exfreundes zu warnen.

amüsiert nehme ich zur kenntnis, was im kranken hirn eines enttäuschten mannes alles so vorgehen kann, … versichere meinem ebenso kräftigen … wie besorgten informanten aber, … dass seine sorge um mich … eher weniger begründet sein dürfte.

* ach Jörg, … solang du nicht auf seiner seite bist, … ist es mir ziemlich egal … wem und wie vielen seiner spießgesellen … ich in den arsch treten muß.* … versichere ich dem dunklen riesen selbstsicher.

als alle sachen von Thomas im VW verstaut sind … begleitet mich eine spürbar erleichterte braune schönheit zu meiner schwarzen schönheit auf 4 rädern … um mir den platz in der tiefgarage anzuweisen.

wie auf bestellung, kommen dann doch noch ein paar dumme wortwechsel zweier kerle zustande, … die eigentlich doch zumindest eines gemeinsam haben, … denn, … dass auch er sie geliebt hat, … daran zweifelte ich nie. … erst recht jetzt nicht, … als mir sein hass und seine verachtung offen entgegenschlägt.

*  … hab mir gleich gedacht, dass die ANGEBERSCHLEUDER dir gehört. … oder is die karre nur geliehen, .. um hier auf dicke hose zu machen? * … startet er einen mäßig originellen versuch mich zu provozieren.

nun ja, … was soll ich sagen, … es gibt leute, … denen verzeihe ich ihren kümmerlichen geist … und steige begeistert ein. … teilweise sogar auf ihrem niveau.

* … warum der neid,TOM ? … wie ich hörte, bist du busfahrer. … da fährst du doch auch ein auto mit vielen PS. *

*  Petra, pass auf. … mit seiner Scheißkarre in deiner garage fängt es an … und ehe du dich umsiehst … nistet er sich bei dir ein. … * … will er munter weiter hetzen, .. doch Sie unterbricht ihn schnell …

*  lass gut sein Thomas … ich hab versucht dir zu erklären, dass es nichts mit ihm zu tun hat. … auch wenn es dich schon lang nichts mehr angeht. … falls du es nicht bemerkt haben solltest, … du und ich … das gibt´s nicht mehr.  das gab es nie wirklich.*

ihre letzten worte haben ihn sichtbar getroffen … und wenn sie mir nicht ihr martyrium ziemlich ausführlich geschildert hätte, … würde er mir jetzt leid tun.  … um seinen schmerz zu dämpfen … biete ich ihm schnell neue angriffsfläche … und ziehe seine agression wieder auf mich.

* … mach dir keinen kopf, alter freund … was ein „nest“ angeht, … bin ich recht gut versorgt. … im ganz bescheidenen rahmen natürlich nur. … keine 200 quadratmeter wohnfläche … nichtmal einen gescheiten partykeller … wegen dem blödsinnigen pool da unten … und in die mickrige garage krieg ich auch nicht mehr als den schwarzen Targa, … den Land-Cruiser … und die fast untermotorisierte Kawasaki.*

soviel zum thema … niveau … und meiner vielgelobten anpassungsfähigkeit.

Petra wendet sich zum himmel blickend ab … und ich habe für einen winzigen moment das gefühl, … dass der hinweis auf meine zu dem zeitpunkt doch wahrlich bescheidenen wirtschaftlichen verhältnisse … nicht unbedingt nötig gewesen wären.

Spaß … hat´s aber doch gemacht … und seine reaktion … bestätigt mich mal wieder in der meinung, … dass er´s genau so braucht.

* dann brauchst du ja nur noch ´ne schlampe .. die sich von deiner schickimickifassade blenden lässt und das glück ist komplett. … da stört es auch gar nicht mehr, dass du weder in der nationalmannschaft, … noch bei einem großen club gelandet bist. … im kampfsport hat´s auch schon bessere gegeben, … aber du kannst ja wieder hier, … bei deinem ersten verein spielen und boxen. … für die blinden, … bist selbst du versager noch ein held.*

ein günstiger augenblick aus dem gespräch auszusteigen … und als der klügere angesehen zu werden, … der nachgibt? … nicht für mich.

* … weißt du, leuchtender held des berufsverkehrs … ich hab es halt weder mit schlampen,  … noch habe ich diesen ehrgeiz aufgebracht, … mich auf eine sache so zu konzentrieren, … wie du auf deine unvergleichliche karriere im öffentlichen nahverkehr. … mit meiner unprofessionellen einstellung … vieles im leben einfach mal ausprobieren zu wollen …   kommt man(n) zwar nicht weit  … aber ich kann damit leben. *

* wir sehen uns noch. … verlass dich drauf.* … zischt er hasserfüllt und wirft wütend die tür des Transporters zu.

* wenn ich jetzt behaupten würde, dass ich mich darauf freue, … hört sich das wahrscheinlich so cool an, … wie in den schlechten filmen im bahnhofskino, … die du schon damals dem regelmäßigen schulbesuch vorgezogen hast, … aber dann müsste ich lügen.*
…  reagiere ich nochmals auf sein … wie sich bald herausstellen sollte … nicht ganz so leeres versprechen.

* … auf das, was dich erwartet, lieber André  … kannst du dich auch nicht wirklich freuen. … es gibt nämlich ein paar leute, … die behaupten, … dass du gar nicht so stark bist, … wie du aussiehst.*
versucht er noch sowas wie eine drohung loszuwerden … bevor er mit durchdrehenden reifen … den schauplatz verlässt.

meine letzen 2 worte hört er nicht mehr …

* … die lügen.*