Ein Bourbon … ein Scotch … ein Bier …

Zu einer Zeit … als der Gitarren-Held noch …

*mehr als glaubwürdig* …

einen versoffenen …

aber stets charmanten Taugenichts darstellen konnte … 

es könnte also auch HEUTE sein 

gefiel es einigen Leuten …

ihm zuzuhören … wenn er …

mit einer Gitarre in der Hand … die folgende Story erzählte …

Häufig passierte das in einer gemütlichen Musik-Kneipe …

oder einem urigen Club … irgendwo im Lande …

oder sonstwo auf der weiten Welt …

und seine Gage … bestand aus … 

Jack Daniels … Chivas Regal … und Budweiser 

Wanna tell you a story,
about the house-rent blues
I come home one Friday,
had to tell the landlady I’d done lost my job
She said that don’t comfort me,
long as I get my money next Friday
Now next Friday come I didn’t get the rent,
and out the door I went

So I goes to the landlady,
I said, „You let me slide?“
I’ll have the rent for you tomorrow.
the next day I don’t know
So said let me slide it on you know people,
I notice when I come home in the evening
She ain’t got nothing nice to say to me,
but for five year she was so nice
Loh‘ she was lovy-dovy,
I come home one particular evening
The landlady said, „You got the rent money yet?“,
I said, „No, can’t find no job“
Therefore I ain’t got no money to pay the rent
She said „I don’t believe you’re tryin‘ to find no job“
Said „I seen you today you was standin‘ on a corner,
leaning up against a post“
I said „But I’m tired, I’ve been walkin‘ all day“
She said „That don’t confront me,
long as I get my money next Friday“
Now next Friday come I didn’t have the rent,
and out the door I went

So I go down the streets,
down to my good friend’s house
I said „Look man I’m outdoors you know,
can I stay with you maybe a couple days?“
He said „Uh, Let me go and ask my wife“
He come out of the house,
I could see in his face
I know that was no
He said „I don’t know man, ah she kinda funny, you know“
I said „I know, everybody funny, now you funny too“
So I go back home
I tell the landlady I got a job, I’m gonna pay the rent
She said „Yeah?“ I said „Oh yeah“
And then she was so nice,
loh‘ she was lovy-dovy
So I go in my room, pack up my things and I go,
I slip on out the back door and down the streets I go
She a-hollerin‘ about the front rent, she’ll be lucky to get any back rent,
she ain’t gonna get none of it
So I stop in the local bar you know people,
I go to the bar, I ring my coat, I call the bartender
Said „Look man, come down here“, he got down there
So what you want?

One bourbon, one scotch, one beer
Well I ain’t seen my baby since I don’t know when,
I’ve been drinking bourbon, whiskey, scotch and gin
Gonna get high man I’m gonna get loose,
need me a triple shot of that juice
Gonna get drunk don’t you have no fear
I want one bourbon, one scotch and one beer
One bourbon, one scotch, one beer

But I’m sitting now at the bar,
I’m getting drunk, I’m feelin‘ mellow
I’m drinkin‘ bourbon, I’m drinkin‘ scotch, I’m drinkin‘ beer
Looked down the bar, here come the bartender
I said „Look man, come down here“
So what you want?

One bourbon, one scotch, one beer
No I ain’t seen my baby since the night before last,
gotta get a drink man I’m gonna get gassed
Gonna get high man I ain’t had enough,
need me a triple shot of that stuff
Gonna get drunk won’t you listen right here,
I want one bourbon, one shot and one beer
One bourbon, one scotch, one beer

Now by this time I’m plenty high,
you know when your mouth a-getting dry you’re plenty high
Looked down the bar I say to my bartender
I said „Look man, come down here“, he got down there
So what you want this time?
I said „Look man, a-what time is it?“
He said „The clock on the wall say three o’clock
Last call for alcohol, so what you need?“

One bourbon, one scotch, one beer
No I ain’t seen my baby since a nigh‘ and a week,
gotta get drunk man so I can’t even speak
Gonna get high man listen to me,
one drink ain’t enough Jack you better make it three
I wanna get drunk I’m gonna make it real clear,
I want one bourbon, one scotch and one beer
One bourbon, one scotch, one beer …


Bei der ein oder anderen Wirtin … mit großem Herzen …

gab es danach noch ein warmes Essen …

und einen *Platz für die Nacht* … 😎 

 

Damals in California

*Wie war´s eigentlich … als du damals das Jahr in California gespielt hast … ?*

*cool … neee … HOT … aber auch irgendwie … cool …*

Zitat Held:  

* Frag mich jetzt bloß nicht … wie ich es geschafft habe … in dieser Saison 38 Tore zu machen.

Der Trainer wollte mich schon in der sechsten Woche … nach Hause schicken … weil die Jungs vom Football-Team mich *lynchen* wollten …

Irgendwie waren die ziemlich angepisst …

weil ihre Cheerleader-Mädels …

plötzlich nur noch bei uns Fußballern abhingen …

und dass ich ihrem Quarterback … als der sich … weil er doch immer der PLATZHIRSCH war … meinte mit mir angelegen zu müssen …

den Kiefer gebrochen habe … fanden sie wohl auch nicht so prickelnd …

 Fast jede Nacht haben wir irgendwo Musik und Party gemacht …

haben gesoffen wie die Löcher … und gefickt …

als würde es morgen verboten …

Ständig steckte ich in irgendwelchen Schwierigkeiten …

oder in einem süßen California-Girl …

einmal sogar … in der Halbzeitpause … *

 

Letzte Warnung …

dem helden fehlt wahrscheinlich mal wieder die angebrachte ernsthaftigkeit … aber seine gedanken kreisen durch den song mit dem ich euch ein schönes wochenende wünschen möchte … um eine situation … die sich vor vielen jahren  bei einem geselligen abend seiner einheit zugetragen hat …

die feier lief ein wenig aus dem ruder … die jungs vergessen ihre gute kinderstube … ach was sage ich … ein rudel wilder affen wäre vergleichsweise zivilisiert rüber gekommen … nachdem erste verletzte zu beklagen sind … bittet der ranghöchste offizier … die gröhlenden kameraden um gehör … vergeblich …

der held stellt sein glas ab … zieht die dienstwaffe … schießt ohne den blick vom glas zu wenden in gleichmäßigem abstand von 2 sekunden … drei mal in die luft …

schlagartig ruhe …

nach kurzer pause meldet sich ein pöbelnder … total besoffener kamerad leicht lallend:

*meinst du … es bringt was … wenn du hier in die luft schießt?*

der held antwortet ruhig … noch immer den blick auf sein glas gerichtet:

*meinst du … es bringt mehr … wenn ich dir in den kopf schieße …?*

SCHÜSSE IN DIE LUFT SONGTEXT

Meine Mutter sagt: Junge geh mal schlafen
fahr’n alle in den Urlaub aber ich soll auf die Straße sagt Farin Urlaub
Ja ok jetzt steh ich hier doch bin allein vor einer Wand
da bin nur ich und sonst nichts nur dieser Stein in meiner Hand
Es ist ein einsamer Krieg gegen den Dreck der mich umgibt
den verfickten Dreck den scheinbar keiner außer mir sieht
aber wie auch wenn niemand rausschaut
lieber auf der Couch mit
Frauentausch oder Bauer sucht Frau

Und ja natürlich nur ironisch und nur so nebenbei
Aber im Vergleich mit den Opfern da ist das eigene Leben schon geil
Ein Hund beißt nicht wenn er bellt und alles ist gut
solange die auf RTL noch bisschen dümmer sind als du

Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Ich zieh in den Krieg aber keiner zieht mit
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Der einzige hier draußen bin leider wieder ich
Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Doch keine Reaktion nur beschwerden über Krach
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Die Revolution oder Berlin Tag und Nacht

Du wirst nicht entäuscht wenn du nie etwas erwartest
und bevor du etwas falsch machst, dann mach mal lieber gar nichts
Irgendjemand sagt schon irgendwann mal irgendwas
ansonsten musst du halt zufrieden sein mitdem was du hast
Und selbst wenn alles scheiße ist, du pleite bist und sonst nichts kannst
dann sei doch einfach stolz auf dein Land
Oder gib die Schuld ein paar anderen armen Schweinen
Hey wie wäre es denn mit den Leuten im Asylbewerberheim

Und nein ich war nie Anit-Alles ich war immer Anti-Ihr
doch hab schon lange angefangen mich mit Dingen zu arrangieren
Und genau das wollte ich nicht bin schon viel zu lange hier
Ich muss hier weg denn ansonsten werde ich irgendwann (?)

Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Ich zieh in den Krieg aber keiner zieht mit
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Der einzige hier draußen bin leider wieder ich
Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Doch keine Reaktion nur beschwerden über Krach
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Die Reolution oder Berlin Tag und Nacht

Allen ist alles egal außer der Handyvertrag
(und ich mal‘ alles schwarz)
Mit 390 Euro Harz kommt man nicht weit im Biomarkt
(und ich mal‘ alles schwarz)
Dein verkackter Kommentar war natürlich nur ein spaß alles klar
(und ich mal‘ alles schwarz)
Die ganze Nacht besoffene Vollidioten mitten(?) an der Bar
für 7 Dollar die Stunde aber schwarz

Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Ich zieh in den Krieg aber keiner zieht mit
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Der einzige hier draußen bin leider wieder ich
Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Doch keine Reaktion nur beschwerden über Krach
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Die Reolution oder Berlin Tag und Nacht

Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Und ich schieße in die Luft (bäng, bäng, bäng)
Drei Schüsse in die Luft (bäng, bäng, bäng)

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bis bald … leute …

WER NICHT MALEN KANN …

vor ziemlich genau 5 jahren … schrieb ich … ganz sicher im suff … aber in liebevoller erinnerung :

wie ich heut recherchiert habe, … hat Andreas … vor seinem tod … tatsächlich noch ein buch geschrieben. ( der Ochse)

er schreibt im vorwort:

*… viele geschichten fehlen, … die eigentlich viel lustiger , … oder viel trauriger sind .. als die geschriebenen, … aus denen sich meine lebensphilosophie herauskristallisiert hat. … Alle personen sind oder waren wirklich vorhanden.

achten sie nicht auf groß- oder kleinschreibung .. und meckern sie nicht über rechtschreibunng, .. sonst knallts, … viel spaß. *

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falls mein buch je veröffentlich werden sollte … hoffe ich auf dein einverständnis … ähnliche zeilen im vorwort verwenden zu dürfen, Black Brother.

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wenn es dazu kommt … also zu einem buch … von mir … hast du es mit zu verantworten … weil du mir dauernd ein gewisses talent einreden wolltest …

klar … talent habe ich … das talent zeitweise noch mehr gesoffen zu haben … als du … und trotzdem heute noch zu leben … aber so ist das eben … held und so … unsterblich bist du ja auch … aber eben anders …

anders waren wir immer … aber das ist auch gut so …

typisch. … so eine galerie (2000 bis 2004) wird wahrscheinlich nicht gestürmt, … wie ein supermarkt … also … muss man(n) sich beschäftigen.

seit der nachricht deines todes … hab ich mich oft gefragt, ob es sowas wie seelenverwandtschaft wirklich gibt.

irgendwas muss mich schließlich zum zeitpunkt deines todes … zweimal an den ort unserer ersten begegnung  … dein altes atelier die werkstatt … und in die „börse“ wo wir es oft haben krachen lassen … getrieben haben …

der film, den du unbedingt mit mir drehen wolltest, wird wohl nie realisiert werden. … dabei wäre doch die schlußszene sicher ein klassiker geworden …

naja, … kein zweites CASABLANCA, … kein oskar-reifes-cineasten-highlight …

aber unser beider lebensmotto … zum schluss … statt …

schau mir in die augen kleines *

ein düsteres … halb gelalltes …

there´s a time to fuck … and a time to cry …*

aber mir bleibt die erinnerung an einen großartigen menschen …

auch wenn viele glauben, du wärest ein noch größerer künstler gewesen …   

an den ein oder anderen song … den wir zusammen „performt“ haben … kann ich mich noch erinnern … obwohl die lücken … grad in der zeit unserer gemeinsamen exzesse … erschreckend groß sind …

mein „musikding“ sollte ich auch unbedingt durchziehen hast du damals gesagt … meine texte den sterblichen um die ohren hauen … bis sie kotzen … oder sie endlich begreifen … hast du gefordert …

„unfassbar gewaltige gitarren-soli marke BLUTSBRUDER“ … nanntest du mein geklimper … davon konntest du auch nie genug kriegen…

*quäl sie … quäl sie … bis das blut spritzt … bis sich nichts mehr rührt … bis nichts mehr schmerzt …* … hast du gefordert … * PROST ! * 

hättest du dich nicht so früh vom acker gemacht … würde ich heute gern mit dir dieses ding hier durch die verstärker ballern … das passt zu uns …

don´t ya think so,Bro?

deine seele war so schwarz wie meine … viele sind mit uns nicht klar gekommen … wir haben allen ans bein gepisst … die wir nicht mochten … und das war ganz sicher die überwältigende mehrheit …

allen haben wir vor den kopf gestoßen … wenn wir der ansicht waren … sie hätten es verdient … nur gegenseitig … gingen wir immer vorsichtig miteinander um … wissend wie sensibel wir doch sind …

anfangs dachte ich immer … du hättest nur angst … ich würde dir den hintern versohlen … wenn du frech wirst … dass du dich einfach nicht traust … mich einmal so anzupöbeln … wie all die anderen … die dir auf den sack gingen … aber davor hattest du sicher nie wirklich angst … die schmerzen … die du dir stets selbst angetan hast … waren sicher schlimmer … als alles was ich dir hätte zufügen können … ich weiß wovon ich rede … du auch … wir haben beide dauernd versucht uns selbst zu zerstören … du letztendlich ja durchaus erfolgreich …

es muss also andere gründe haben … warum es beim “ DUO INFERNALE “ nie geknallt hat …

vielleicht stimmt ja wirklich … was wir damals im vollrausch … nach unmengen KUBANISCHEM RUM und SCOTCH WHISKY … in meiner kleinen “ villa“ im berg … während eines unsere „philosophischen“- wochenenden … einander gegenseitig feierlich gestanden haben …

* isch liiiebe disch … du wütender … aufgeblasener … PANZERSCHRANK ! *

* und isch lieb disch … mein trauriger … halbverhungerter schwarzer BRUDER*

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diesen artikel hab ich grad gefunden :

Im Zeichen des Steppenwolfs

Am 1. Juni 2009 starb Andreas Junge von seinem Leben vollbracht in der Riemenstraße 28.
Hier, in Wuppertal-Elberfeld.
Andreas Junge war Mensch. Und Künstler.
Zum fünften Todestag eine subjektive Stimmung zu einem intensiven Charakter mit einem außergewöhnlichen Werk.

Intelligent. Schwitzig kühl. In Abgründen versponnen. Ein Wolf im Schatten seiner Seele. Der Himmel verdunkelt sich, wenn man über ihn spricht. Junge.
Der Von der Heydt-Förderpreisträger ist seit fünf Jahren tot. Jeder Mensch stirbt anders und das ist wichtig. Auch wie es geschieht. Der Tod ist schwer zu begreifen. Es gibt viele Wege mit ihm umzugehen oder ihn zu umgehen. Junge hielt den Tod eng umschlungen. In seinem 50. Lebensjahr ließ Andreas ihn los und starb, weil es so sein sollte. Ein Künstlertod.
Die einen sprechen über Andreas Junge, als wäre er nur in einem weit entfernten Land. Die anderen können oder wollen gar nicht über ihn reden. Bestimmte Menschen sterben, während sie leben. Eventuell ist es ihm so geschehen.
Junge hat Schmerz hinterlassen.
Und ein fulminantes künstlerisches Werk.
Der Punk wurde Meisterschüler bei A.R. Penck an der Kunstakademie Düsseldorf. 1991. Ohne Abitur. Sonderbegabt. Im selben Jahr verlieh ihm unsere Stadt den Von der Heydt-Förderpreis. Ihm, „dem Alkoholiker, für den es immer einen Grund gibt, sich zu betrinken“. So liest er sich in seiner Selbstabrechnung: „Der Ochse“. Pöbelnd stand er im Übrigen bei der Preisverleihung am Mikrofon. Andreas Junge.

Apropos Ochse. Auf 60 Seiten, DIN A4, steht alles Existenzielle über „den Ochsen“ und sein Leben. Er musste das aufschreiben, fünf Jahre vorseinem Ende. Diese letzten Jahre fehlen natürlich in seinem Buch. Dieser letzte, dramatische Akt, gewollt wie ungewollt tragisch inszeniert. Der persönliche Verfall.

„Der Ochse“, dieses kleine, solitäre, literarische Werk. Es fehlt nur der letzte Feinschliff und es könnte ein Kultbuch sein, denn es spiegelt den Kern einer ganzen Epoche. Von den 70ern bis in die 00er und von analog zu digital. Zwischen diesen Zeiten tobt dieser psychologisch schräge Übergang von Schwarz-Weiß zu Farbe. So einfach wie in der Fotografie, so einfach wie auf den Fernsehbildschirmen hat sich die Welt verändert, in der Andreas Junge aufgewachsen ist. Auf zur bunten Erkenntnis. Und Junge schneidet sein Leben unprätentiös dazwischen. Er macht sich bewusst.

Der Künstler lässt Platz in seinen klaren Worten, man kann durchschauen, es ist vieles zu sehen. Bilder lassen sich erkennen. Er schreibt, wie er malt, assoziativ, symbolisch. Großartige Bilder intensiver Bedeutung, die es tatsächlich gibt. Er hat sie alle gemalt. All diese Bilder, die zwischen seinem Leben zu kritischen Spiegeln der gesellschaftlichen Zeitgeschichte werden. So viel musste raus. Die Bilder erwischen den Betrachter mit voller Wucht, wenn er sich auf Junge einlassen kann. Entweder oder. Ganz natürlich.

Andreas Junge wird bestimmt von den Szenarien des zweiten Weltkrieges, von diesem Echo der Geschichte, vom kalten Krieg und von der allgemeinen Distanz zwischen den Menschen. Die Beklemmungen der Alten, die schräge Freiheit hinter den Gittern und Grenzen gesellschaftlicher und religiöser Normen, mischen sich unter Laszivität und Punk und suchen eine Liebe, die ihm scheinbar abhanden kam.

1959 geboren. Wie war es wohl damals, der kleine Andreas zu sein. Was hat ihn speziell geprägt? Oder war er aus sich heraus so wie seine künstlerische Arbeit? Sein Werk erzählt massenweise vom Sterben, vom Schmerz, von Ungerechtigkeit und Ungleichgewichten. Voller alter, kryptischer, religiöser, allgegenwärtiger Symbole. Tief in sich war er sehr berührbar. Er war verdammt, sensibel zu sein. Dieses Zuviel in ihm musste raus. Er sprühte und schichtete es auf seine Bilder, schnitt es in Karton. Er gipfelte auch in Zehn-Meter-Gemälden. Was muss sich in ihm angestaut haben, was für ein Druck.
Das Werk von Andreas Junge schmeckt nach Machtlosigkeit einer Welt gegenüber, die er einfing, bannte und in ihrer Perversion vollkommen sichtbar werden lässt, weil er sie entlarvte, weil er das Ungeheuerliche auch in sich erkannt haben musste. Und das Unglück. Und weil er machtlos war.

Andreas Junge hat einen Ausdruck, eine Kraft, die sich in seinem Werk immer noch entfaltet, entwickelt, wie ein richtig guter Wein. Nein, eher wie die Ausmaße einer künstlerischen Radioaktivität mit einer schwankenden Halbwertszeit. Der Ochse schreibt: „Mein Verfallsdatum beziffere ich mit 2040. Es bleibt also noch genug Zeit zu hoffen, dass es mehr wird.“ Der Ochse hat recht. Sein Verfallsdatum ist auch fünf Jahre nach seinem Tod bei weitem nicht erreicht. Andreas Junge lebt weiter. Die Bilder sind da. Und mit ihnen seine Energie. Die Galerie Roy in Zülpich ist seit 2013 im Besitz seines Nachlasses. Sein Werk. Viele Werke, bei denen man schreiend zustimmen möchte: „Ja!! So ist das! Genau so ist das!“. Auch jetzt. Einige Bilder wirken so immens brandaktuell. Zeitlos.

Andreas Junge gehört zu den interessantesten Wuppertaler Künstlern der letzten Jahrzehnte. In bester Gesellschaft bleibt der pöbelnde Punk in der Ahnentafel des bedeutendsten Kulturpreises der Stadt archiviert und für die Zukunft erhalten. Mit etlichen dieser Preisträger war er sowieso bekannt, mit einigen befreundet. Der Bassist Peter Kowald gehörte unbedingt dazu. Kowald war vielen Freunden von Andreas Junge ein inspirierender Mentor und hinterließ mit seinem Tod im Jahre 2002 ein spürbares Vakuum. Etwas sehr Empfindsames zerbrach. Schließlich hing diese ganze Szene zusammen. Wie wichtig war eigentlich der individuelle Erfolg in Abgrenzung voneinander, zum Überleben oder zum Durchdrehen? Erfolg als Künstler ist eine eigene Macht. Eine böse Geliebte, die man verachtet, wenn sie die Liebe nicht erwidert.

Andreas Junge hat genau dieses Leben gehabt. Dieses Künstlerleben. Er hätte auch kein anderes gewollt. Hoffentlich hat er dieses Leben geliebt. Denn es war seines, es war richtig. Dieses Leben hat Spuren hinterlassen.

Alles tief getränkt in schwarzem Humor, ungekünstelt, apokalyptisch, aber auch mit märchenhaften Fragmenten und ganz zarten Momenten. Dieses Märchenhafte sticht bei all den Schatten und Szenarien ganz besonders hervor. Zuckersüße Feenwesen mit Schmetterlingsflügeln – die niedlichste Schnecke aller Zeiten. Ein Bild ganz ohne Bedrohung, ein Bild ohne diese immense Wucht. Die reine Schönheit entsteht und das Feine ist so lebendig, als wäre es ausschließlich da. Was auch in ihm lebte, aber selten nach außen kam.

Mit ihm sind viele Antworten verschwunden, er bleibt zu entdecken. Ein paar Informationen, Bilder und Videodokumente finden sich über Andreas Junge im Internet. Große Anerkennung fand Andreas Junge auch in seiner Zeit als Galerist. Von 2000 bis 2004 stellte er eine Vielzahl befreundeter und überregional bekannter Künstler aus. Verbindend, voller Kontakt, versunken in zerstörerischer Einsamkeit. Drei Tage vor seinem Tod nahm er ein Taxi und entließ sich aus einer Suchtklinik. Ein langjähriger Freund und Bildhauer, der zur selben Zeit wie er dort im Entzug saß, stritt sich mit ihm und wollte ihn von der Fahrt abhalten. Er fuhr. Nach Hause. Das war ihm bestimmt, dort zu sterben.
Der Zeichner und Fotograf Josef Scherrer war in den letzten Jahren sein engster Weggefährte. Wenige Wochen nach dem Tod von Andreas stürzte sich Josef in die Donau und nahm sich das Leben.
Im Skulpturenpark Waldfrieden ist ein Katalog zu Andreas Junge erhältlich. Die 89 Zeichnungen mit einigen Textpassagen aus dem Ochsen sind posthum erschienen.

Info: www.galerieroy.de

Text: Wolfgang Rosenbaum | Fotos + Abbildungen: Archiv Sylvie Hauptvogel

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*wer nicht malen kann … muss schreiben* … das  sagte mal meine kunstlehrerin … weil ich mich wieder mal geweigert hatte … sie mit einem „werk“ von meiner absoluten talentlosigkeit zu überzeugen …

damals schrieb ich allerdings nicht … die von ihr verlangte lobeshymne auf SALVATORE DALI … sondern einen ellenlangen liebesbrief … der ihr wenigstens erklärte … warum ich zwar nie ein einziges bild bei ihr gemalt habe … trotzdem aber sehr gern in der ersten reihe … genau vor ihrem pult gesessen habe …

malen kann ich bis heute nicht … also musste ich dir diese zeilen schreiben … SCHWARZER BRUDER …

weil ich nicht malen kann … absoFUCKINGlut nicht …

und weil ich dich vermisse 

rest in peace … 

Der neue Stern am heiteren Himmel … Ein Geschenk

kleine geschenke erhalten die freundschaft … sagt man … aber wenn man ist wie der held … dann wird schnell klar … junge,junge … wenn du nicht einsam sein willst … dann darfst du nicht geizig sein … mit kleinigkeiten erreichst du da gar nix … flieg in die tasche … wat nix kostet taugt auch nix … tu ordentlich was raus … oder arbeite an deiner persönlichkeit …

dass dies natürlich nicht infrage kommt … werdet ihr verstehen … also an meiner persönlichkeit arbeiten … das verbietet sich praktisch von selbst … wer sich sooo nah an der grenze zur perfektion bewegt … der sollte bleiben wie er ist … hier hat die evolution ihr ende gefunden … und seien wir doch ehrlich …

DAS IST AUCH GUT SO …

auf diesem wege kann ich euch also nicht entgegen kommen … das schmerzt zwar des helden herz … aber macht euch keine sorgen das kann was ab … wie überhaupt ein held ja prinzipiell durch robustheit aufzufallen pflegt … so schnell kommt an einen helden nichts dran … ach was sage ich … einfach unkaputtbar bin ich … und auch das … IST GUT SO …

Udo Lindenberg setzte mir einst den floh ins ohr … ich sollte mir die überflüssigen *intelliellenzellen* einfach weg saufen … das würde mich für viele mitmenschen sympathischer wirken lassen … also hab ich das probiert … aber wie ihr euch denken könnt … traten auch da probleme auf …

so eine heldenleber arbeitet gut .. und ein heldenhirn kriegt so schnell auch nichts klein … 2 flaschen whisky plus einen halben kasten bier … pro tag … das braucht zeit … und disziplin … sowas über jahre durchzuhalten … zum glück ist der held nicht irgendein willensschwacher alkoholiker … nein … weiß gott … ich bin charakterstark und war auch wirklich guten willens … aber mal ehrlich … welches klientel hätte ich damit erreicht … doch nur die doofen … und auf die hab ich eh keinen bock … also gab ich das irgendwann frustriert … aber um die erfahrung etlicher rauschender feste reicher …kurzerhand auf.

im nachhinein betrachtet … und das ist mir inzwischen klar … war auch das … GUT SO …

ein geistlicher empfahl in der glaubensgemeinschaft nach freunden zu suchen … oh mein gott werdet ihr jetzt denken … so dumm kann der held nicht sein … jeder PAUSEN-CLOWN weiß … das themen wie KIRCHE und GLAUBEN … absolut TABU sind … aber mal ehrlich … sehe ich aus … als hätte ich vor irgendwas oder irgendwem ANGST? … also … zurück zum thema …

sagen wir mal so … WENN ich an gott glaube … dann kann ich das auch zu hause … da muss ich nicht mal weihnachten in den tempel … weil einen neuen pelzmantel krieg ich ja nicht … den ich da unbedingt vorführen müsste …

natürlich sagt ihr jetzt … wenn ihr noch nicht eingeschlafen seid … könnte ich mit dem *nobelhobel* für neidische blicke sorgen … aber mal ehrlich … krieg an heilig abend da mal ´nen parkplatz …

dem pfaffen ist es auch eigentlich egal … ob ich nun freunde habe oder nicht … jaaa … der verfolgt die gleichen interessen wie sein kollege aus der HÖLLE … normaler weise will jeder dein BESTES … also GELD … nur die zwei … die wollen deine SEELE … beide zufriedenstellen kann man(n) eh nicht … bei dem einen musst du deinen verstand zwangsweise am eingang abgeben … um auf sein grenzdebiles gelaber klar zu kommen … bei dem anderen komm´ste nur klar … wenn du ihm deine seele überschreibst … aber dafür so sagte Frank Zappa jedenfalls … gibt´s da reichlich TITTS and BEER …

keine gefahr … jedem ist klar … dass meine seele längst verloren ist … irgendwann musste ich mich entscheiden … irgendwas musste weg … da habe ich mich entschlossen … lieber meinen verstand zu behalten …

sogar hier bin ich der meinung … DAS IST AUCH GUT SO …

leute ich weiß … ich nerve schon wieder mit einzelheiten … und ja … natürlich habt ihr noch zu tun … ich will auch gar nicht davon ablenken … dass ich kein wirklich großes geschenk für euch habe … nur eine kleinigkeit … die habe ich für alle … die meinen humor verstehen … teilen … und vielleicht sogar ein wenig schätzen …

MIR MAL WIEDER DIE NACHT UM DIE OHREN GESCHLAGEN …

und einen ARSCH voll videos … von einem genialen typ … den meine kleine tochter heute morgen mit den worten ADELTE …

*Papa  … dieser Torsten Sträter … der ist auch so´n BRUMMBÄR … der macht dich nach … der ist so gut … der könnte glatt dein kleiner bruder sein.*

alles eine sache des blickwinkels … das muss der held wohl zugeben … aber die süße maus zieht sich mein zeug eben schon seit 10 jahren rein … für sie bin ich also das ORIGINAL … da mach´se nix … für sie ist eben PAPA der held …

in diesem sinne … falls hier überhaupt jemand einen sinn erkennen kann …

beDANKE ich mich … für eure aufmerksamkeit …