Pfad der Tränen

Das letzte mal … als ich diesen *Pfad der Tränen* mit einem Kollegen … (Schlagzeuger) „bespielt“ habe … diesen Pfad sozusagen mit ihm gegangen bin … hatte dieser verzweifelte Kerl gerade seine Freundin … seinen Job … und seinen Führerschein verloren …

yo … man könnte fast sagen … er hatte eine „suboptimale“ Woche …

ER hatte aber noch sein Schlagzeug … im riesigen Wohnzimmer des viel zu großen Hauses stehen … welches er seit 3 oder 4 tagen allein … mit seinem treuen Hund bewohnte … zufälliger Weise übrigens auch ein ROTTI … 

so begab es sich also … dass wir unsere Hunde in den Park ähnlichen Garten „auswilderten“ … meine Fender aus dem Auto holten … sowie meinen kleinen NOTFALL-Koffer für Auswärts-Übernachtungen …

dann nahm sich jeder 2 Flaschen kühles Budweiser aus seinem *American Style MEGA – Kühlschrank* … das Teil war wirklich nahezu begehbar … hatte sicher auch eine eigene Postleitzahl … und jeweils eine Flasche Makers Mark Bourbon Whiskey … aus der gut sortierten Hausbar …

ja … ich weiß … Bourbon geht im Normalfall gar nicht … aber dies war ja ein NOTFALL … und echte „Revolver-Helden“ … trinken selten Single Malt … 

yo …  wir … die im Blues verbundenen „GUN-Men“ … waren bereit … an diesem Abend auf alles zu „schießen“ … was uns in den trüben Sinn kam …

vorzugsweise herzlose … schmalbrüstige Chefs mittelständischer Computerfirmen … vollbusige Rothaarige mit dem sexuellen Appetit einer Hard-Core-Nymphomanin … vollHORST Polizisten … die wenig Verständnis aufbringen … wenn man(n) einfach mal das Pedal durchtreten muss … usw. …

schon am Ende dieses Songs waren die Flaschen leerer … und die Laune besser …

als wir zwei *Waffenbrüder* … viele … viele kühle Budweiser später … und um einige hochgeistige Erkenntnisse weiser … wesentlich sanftere Töne anschlugen … konnte uns längst nichts IRDISCHES mehr verletzen … 

noch am selben Abend … lachten wir Tränen …

3 Monate später … bekam er seine Fahrerlaubnis zurück … 6 Monate danach gründete er seine eigene kleine Firma … die es heute noch gibt … im krassen Gegensatz zu dem Unternehmen seines ehemaligen Chefs …

wirklich allein … lebt er inzwischen auch nicht mehr … in diesem großen Haus …

da laufen jetzt 3 wirklich musikalische Kids rum … und eine dunkelhaarige Frau … mit kleinerem Busen … aber einem riesigen HERZ … 

einen Hund hat auch er nicht mehr … aber sein altes Schlagzeug … welches heute natürlich nicht mehr im Wohnzimmer … sondern in einem eigens dafür umgebauten Keller steht …

am Telefon gestern hat er gesagt … wir müssen das … von damals … unbedingt SEHR BALD … mal wieder machen … und ich glaube … er hat recht …

24 Gedanken zu “Pfad der Tränen

  1. Wie ich sie kenne, diese Nächte des einvernehmlichen, bestärkenden Selbstmitleids und der Vorstellungen/Spinnereien von Bestrafungsaktionen unter Zuhilfenahme von Alkohol und lauter Musik. Bei mir war es meine Lieblings-Cousine, die mit ihrer Tochter lange bei mir und meinen Kindern wohnte, was eine geniale Maßnahme war. Etwas stillos, aber schmackhaft – tranken wir Martini und Cola-Bacardi und unsere Musik kam vom Plattenspieler.

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