Wir waren noch Kinder IV … Das Sommerkleid

… selbst auf der fahrt zu ihr … am freitag abend … gingen mir diese worte noch durch den kopf. …

“ … vielleicht an den körper … aber nie mehr in ihr herz !? “

das kann … das darf nicht ihr ernst sein.

… wie zum teufel stellt sie sich das denn vor?

… nicht, dass ausgerechnet ich einer wäre, der schwierigkeiten damit hätte … sex und liebe zu trennen. … aber bei ihr ???

… dadurch würde die schönste erinnerung meines bis dahin stattgefundenen liebeslebens … zerstört.

… und mal ehrlich … wie sollte ich mir selbst … das chaos in meiner birne erklären … welches just in dem moment wieder einsetzte … als ich sie an ihrem arbeitsplatz … nach … round about  „15“ jahren wieder sah.

mein herz schlug bis zum hals … ihr anblick … schickte mich direkt in „unsere“ , gemeinsame zeit zurück … und hielt mich dort gefangen. … ehrlich gesagt, verging bis zu diesem wiedersehen auch kaum ein tag … an dem ich nicht an sie und diese zeit dachte … aber jetzt … bestimmten die gedanken an sie meinen tag. … meine wünsche, meine träume.

welche andere erklärung könnte es dafür geben … als die … dass  sie vielleicht nie aus meinem herzen verschwunden war?   … und nun erklärt sie mir durch die blume, dass sie gern zeit mit mir verbringt ? … gern etwas mit mir unternimmt ? … vielleicht auch gern mal die ein oder andere nacht mit mir verbringt ? … HAAAALLOOOO !? … geht´s noch ?

wenn die junge dame … mich nicht mehr in ihr herz lassen will … dann braucht sie mich auch nirgendwo anders hin,dran oder rein zu lassen …

verdammt … sie will ich doch nicht einfach nur vögeln … ich will sie lieben. … so wie früher. … so unglaublich intensiv und innig  … wie früher … volles programm … HOLLYWOOD …

wie damals, will ich  wieder „alles“ mit ihr haben. … die zuverlässigste freundschaft … die prickelnde lust … das größte begehren … das unglaublichste verlangen,  den erfüllendsten sex,  die absolut beste zeit unseres lebens  und die tiefste liebe. … no more … no less.

sowas sollte aber auf gegenseitigkeit beruhen … und wenn gnädigste eben nicht so fühlt ???

PAHH … dann lassen wir es halt.

… außer einer  freundschaft … wird es dann halt nix geben. … keinen kuss, keinen sex … kein …  was weiß ich denn ? … nix eben. … gar nix.

nenene … ich dreh ab …

und wenn sie sich in ´nen anderen kerl verliebt ??? … hab ich gar kein problem mit … solang der richter mir glaubt, dass es ein unfall war … ein wirklich tragischer unfall …

———————–

nachdem ich den wagen vor dem haus mit der nummer 22 geparkt hatte … während  ich noch in diesen  … festen gedanken und unumstößlichen vorsätzen … verweilte … öffnet sie mir die tür.

die untergehende, glutrote  sonne … im fenster hinter ihr … durchflutet den raum … taucht ihn … in ein warmes licht … und umgibt ihre zarte gestallt … mit einer glänzenden … schimmernden … fast greifbaren „aura“.

sie trägt ihr haar offen … ebenso ihr lächeln … und zu ihrer sonnengebräunten haut … ein weißes SOMMERKLEID … nicht wirklich transparent … doch durch das licht … und die erinnerungen … mehr inspirierend … als verbergend.

… und schon ist er da … der nächste FLASHBACK.

# … du liegst neben mir auf unserer großen (kuschel)- decke im schatten der riesigen kastanie. … es ist warm … doch ein angenehm kühlender windhauch … umspielt uns.

meine finger streicheln langsam an deinen beinen hoch … und schieben dabei … dein weißes Sommerkleid … zentimeter um zentimeter … höher … während wir uns unter liebevollen blicken … immer und immer wieder küssen.

… das kleid rutscht über dein knie … über den oberschenkel … du genießt meine blicke … die stille bewunderung deiner schönheit … das begehren, welches in mir aufsteigt … meine küsse die grad noch deine glänzenden lippen und deinen empfindlich reagierenden hals zum ziel hatten … und nun nach und nach … deinen ganzen körper bedecken.

das kleid gibt immer mehr deines erwartenden körpers frei.

…  deinen flachen bauch … den süßen kleinen bauchnabel … die leistengegend … der brustansatz … die gesamte brust … nichts bleibt unberührt … ungestreichelt … ungeküsst.

irgendwann liegt das weiße sommerkleid … über deinem kopf … im hohen, kräftig grünen gras … und du … nur noch mit einem winzigen seidenslip bekleidet vor mir.

meine küsse und finger wandern abwärts … und du lässt mich auch dieses letzte … kleine „hindernis“  beseitigen.

als ich über dir bin … und fragend in deine braunen augen schaue … knöpfst du langsam mein hemd auf, streifst es über die breiten schultern ab … umfast sie … dann auch … die durch das abfangen meines eigenen gewichts angespannten oberarme …  küsst mich … öffnest den ledergürtel … knöpfst meine jeans auf … „wirfst“ mich zur seite … und die jeans zu deinem Sommerkleid.

deine küsse wandern an mir abwärts … und kurze zeit später .. liegt auch … das einzige … mir bis dahin gebliebene textil … im grünen gras. … meine augen schließen sich ohne mein zutun.

… nicht mehr sehen … nur noch fühlen. … genießen …

unsere küsse werden intensiver … wie auch das streicheln … erforschen … suchen und finden unserer hände.

meine finger … irgendwann an deiner intimsten stelle … erst verspielt … dann  intensiver … lockend … fordernd … zögernd … forcierend … reizend … eindringlich … im steten wechsel … zwischen sanft und leidenschaftlich.   … meine lippen dabei erst am ansatz deiner jugendlich straffen brust … dann wieder in deiner sensiblen halsbeuge … auf deinen lippen …

dein atem an meinem ohr … schneller werdend … dein körper der sich … noch einmal anspannt … fast aufbäumt … ein kleiner … lustvoller schrei … ein fast erleichtert wirkender seufzer … totale entspannung … leiser, sich beruhigender atem. … eine geflüssterte liebeserklärung … ein kuss.

schweigend … und unserer musik lauschend … liegen wir eine weile da. …  unsere hände fassen … wie zur bestätigung eines bündnisses ineinander.

einige zeit später …

wieder bin ich über dir … auf meine hände gestützt … dich neckend … anstrahlend … mich an deinem anblick erfreuend.

… du küsst mich … sanft … ziehst mich weiter zu dir …

* … KOMM ZU MIR * … forderst du mich auf. … * näher … noch näher …

ICH LIEBE DICH.*

… du umfasst mich mit allem was du hast … umklammerst mich … schließt die glänzenden augen … und lässt es geschehen … zum ersten mal. … #

– – – –

* … komm rein, André … schön dass du endlich da bist.*

… ihre stimme holt mich in´s jetzt zurück … und ihr atemberaubender anblick … entschädigt mich für den plötzlichen abschied aus der erinnerung … an diesen BESONDEREN tag.

fast ungläubig und nicht wirklich eine positive antwort erwartend …  frage ich …

* sag mal, REHAUGE … ist dies … „das“ … SOMMERKLEID ? *

Wir waren noch Kinder III … alles außer Herz

… zügig fahre ich mit dem kunden die straße zur firma runter und biege dann langsam ab um auf dem firmengelände zu parken. … sein zufriedener gesichtsausdruck verrät mir schnell, dass ihn meine kleine „vorführung“ überzeugt hat.

*hat es ihnen gefallen, herr Herlitz?* … frage ich … ohne aus der erwartung einer positiven antwort einen hehl zu machen.

* sie sind ein ausgezeichneter fahrer, mein lieber herr C.  … und ein ebenso fähiger verkäufer. … dieser Supra ist wirklich phantastisch. … eigentlich konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, PORSCHE jemals untreu zu werden, … aber sie haben mich überzeugt.

… die lieferzeit und der preis des neuen „Bi-Turbo-Targa“ gefallen mir allerdings nicht so. … wenn sie nichts dagegen haben, übernehme ich direkt ihren wagen für die verabredete summe von 74.000 DM am nächsten ersten. … es bleibt dann auch bei den 34.000 für meinen „turbo“? * … antwortet er mit merkbar ungeduldiger vorfreude.

* … siehe da, … erst unerschütterlich in seiner Porschetreue … und dann kann er den wechsel gar nicht abwarten.
… aber sie werden niemanden finden, der für ihre entscheidung mehr verständnis hat … als ich. …
zu den 34tausend für ihren wagen stehe ich. … das ist er wert und ich sehe jedes geschäft für sich. … beide preise sind fair … und „meinen“ nehme ich von ihnen jederzeit gern wieder in zahlung, wenn sie nächstes jahr mal wieder eine „vorführung“ … z.B.  des neuen BI-Turbo wünschen.  … übrigens, … nicht ich habe sie überzeugt. … dass war das auto.
… hätten sie ihn selbst bewegt, wie ich es ihnen vorgeschlagen habe, … würden sie nicht mal bis zum ersten warten.* … verabschiede ich mich von dem sehr sympathischen kunden … mit dem versprechen ihm den kaufvertrag umgehend zuzufaxen.

* das kommt mir sehr entgegen, denn ich muss selbst schnell in die firma zurück. termine, termine, termine. … von nix kommt nix … und von nix kann man(n) solche autos nun mal nicht finanzieren.
… ich faxe dann sofort unterschrieben zurück , rufe meinen bankmenschen an, … um die summe aus dem privatguthaben zum ersten bereitzustellen. … wir sehen uns dann … mit bargeld. … es ist sehr angenehm mit ihnen geschäfte zu machen.
alles ist sehr unkompliziert und entbehrt glücklicher weise komplett … der fast üblichen feilscherei. … bis dann. *

… sprachs, springt wie ein junger hüpfer (er war damals schon 5 jahre älter, als ich heute … also steinalt) in seinen roten Porsche und braust vom hof.

——

in meinem verkaufsbüro , … von mir auch „kummelboutique“ genannt, angelangt  … überkommt mich zum ersten mal an diesem tag zufriedenheit.

… 4 kundengespräche – 3 verkäufe … besser kann es kaum laufen. … die firma steht inzwischen ganz gut da … und eigentlich spricht nicht wirklich viel … gegen den längst  überfälligen urlaub.

… ab nächsten ersten belohne ich mich also mit dem neuen „Bi“ … und der sollte auf einer langen strecke „eingefahren“ werden. … MONACO z.B. … wäre mal wieder geil.
am schönsten, wäre es mit Petra, … aber die hat sich nicht mehr gemeldet.

… wahrscheinlich traut sie mir nicht zu, dass ich mich ändern kann. … vielleicht hat sie angst, erneut verletzt zu werden. … mag aber auch sein, dass es ihr einfach nicht geht wie mir. … mag sein, dass sie schlicht und ergreifend … keinen bock auf mich hat. … obwohl, … da war doch was. … das bilde ich mir doch nicht ein. … bin doch nicht schon total bekloppt. … oder?

das klingeln des telefons holt mich aus den gedanken an dieses überraschende wiedersehen …

*André, … TD hat angerufen und die zusagen für deinen neuen schwarzen hengst erteilt. … du kannst ihn direkt bei der präsentation in Mainz übernehmen. … sie schicken wie damals bei der * Carlos Sainz Edition * die papiere, wir lassen zu, schicken die schilder zurück … und du fährst … wenn du deinen rausch ausgeschlafen hast … am tag nach der premiere mit deinem neuen spielzeug nach haus.
ach übrigens, … da ist eine frau N. … für dich auf leitung 3. … willst du mit ihr sprechen?*
… säuselt Sabine M., die gute fee aus dem büro mit ihrer lieblichen telefonstimme.

* … und ob ich will, du Wunschfee. … mehr freude als du, kann mir heute niemand mehr machen. … stell durch,Sweety. DANKE.*

es klickt … wie bei jeder verbindung kurz in der leitung … und nachdem ich mich aus jux besonders „geschäftsmäßig“ gemeldet habe … höre ich endlich ihre langersehnte stimme. …

* störe ich ? *

* du störst nie. *

* deine mitarbeiterin wusste nicht, ob du dran gehst, weil sie davon ausging, dass du noch kunden hast.*

* schon erledigt. … er hat die schwarze schönheit gekauft.*

* schade, … ich hatte gehofft wir könnten uns am wochenende treffen … und ich würde Black Beauty nochmal sehen.*

* na wenn das so ist, wird es dich freuen zu hören, dass ich das edle teil noch bis zum 30sten fahren werde. … der kunde übernimmt am ersten … und nein, ich werde nicht weinen, … weil … das neue geschoss schon startklar ist. … tja, meine liebe … wie willst du aus der nummer wieder rauskommen? … ich würde sagen, … wir haben ein date.*

* spaß beiseite,André … ich habe viel nachgedacht. … mit thomas ist es eigentlich schon lange aus, … nebenbei erwähnt, habe ich ihn gebeten am freitag seine letzten sachen abzuholen. … da hätte ich übrigens ein besseres gefühl, wenn ich nicht allein mit ihm wäre. … du kennst ihn von früher. … ehrlich gesagt, ist er ein linker hund … und ich habe ein wenig angst, dass da noch etwas kommt.

… irgendwer hat ihm gesteckt, dass du und ich … naja, … dass wir uns wiedergesehen haben. … er reimt sich da jetzt wohl die tollsten sachen zusammen. es geht ihn zwar nichts mehr an … und überhaupt, … da ist ja auch nichts … aber wer weiß, … wozu der spinner in der lage ist.  es wäre also schön, wenn du hier sein könntest bis er wieder weg ist  und wir am wochenende eventuell etwas zusammen unternehmen würden. ist das ok für dich? *
spricht sie ziemlich ernsthafte worte. …

* für mich ist das absolut ok. … wenn du das so möchtest, werde ich da sein … wann immer du willst … und für das wochenende, … wird uns sicher was spaßiges einfallen, … damit du auf andere gedanken kommst.
… und Petra, … danke , dass du angerufen hast. … ich freu mich sehr darüber. *
… dabei gebe ich mir schon ein wenig mühe … nicht vor begeisterung zu jubeln.

* es war schön dich wiederzusehen. … ich freue mich auch auf freitag … und eventuelle gemeinsame unternehmungen am weekend. …  sei bitte einfach um 19 uhr bei mir. … alles weitere werden wir sehen. … und versprich mir, dass du dich nicht von ihm provozieren lässt. … er ist kein gegner für dich … und ich will keine schlägerei oder sonstwas … er soll einfach seine sachen nehmen und TSCHÜß!
… achja, um ehrlich zu sein … ich erwarte nichts von dir.  …   in meine wohnung darfst du, … in mein leben bin ich auch bereit dich ein stück weit zu lassen, … wenn dieses fürchterliche gedankenchaos und das kribbeln im bauch nicht nachlassen, … werde ich dich mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit  sogar „irgendwann“ wieder an meinen körper lassen … allein schon aus neugier … ob du noch immer das in mir auslösen kannst … was … ach egal …
… aber eins wird sicher nicht passieren, mein liebster …

in mein herz lasse ich dich nie mehr. *

NEUES aus der Welt des Helden … oder … Der Nachtrag

NEIN ! … werden diejenigen unter euch sagen … die mich kennen … er mag seine fehler haben … aber nachtragend ist er nun wirklich nicht … unser held … also muss es etwas anderes geben … was neu für uns ist.

gibt es auch,meine lieben … und zwar die rubrik *DAYDREAMS* … das hatte ich ganz vergessen im letzten „update“ zu erwähnen …

dort werden … wie der name schon sagt … die „tagträume“ des helden veröffentlicht … davon hat er ´ne menge … was bleibt ihm auch übrig … ihr wisst ja … HELDEN schlafen NIE … also wird mit offenen augen geträumt … das machen helden so … sie rennen schließlich auch offenen auges ins verderben … da sind tagträume noch das kleinere problem …

wie ich vor einigen jahren schon zu protokoll gab:

… *je länger der held nicht schläft … desto realer wirken seine tagträume …*

es dreht sich überwiegend um kurze knackige abhandlungen,der wahnwitzigsten unmöglichkeiten … die ein wirklich krankes hirn vorbringen kann …

einiges davon frei nach dem motto:

  • * some nightmares … dressed like a daydream … *

dazu könnten im laufe der zeit noch ein paar „fahrberichte“ kommen … da der held zwischenzeitlich ja doch des öfteren … dem ein oder anderen „männertraum“ die sporen gibt … das will man(n) teilen … es wird auch nicht zu techniklastig … versprochen … wer zum beispiel die einträge über den Audi R 8 … oder den Jaguar XKR-S in der alten blogwelt von mir kennt … der weiss … das war nicht nur für reine MOTORSPORT-FREAKS …

so … das ist es dann aber auch wirklich … *seufz* was soll ich sagen …

24 hours isn´t enough …

MUSIK gibt´s natürlich reichlich dazu …

Was geht ab … ?

hier ganz kurz ein überblick … was zumindest hier in meinem blog … in nächster zeit abgehen soll …

morgen wird der Miniheld mit seiner mannschaft die tabellenführung verteidigen … und seine schwestern werden hoffentlich weiterhin schneller schwimmen … als manche chipsgeschädigten kids laufen können … alle drei sind in sachen musik unterwegs … auch darüber wird zu berichten sein … also was die heldenbrut so treibt … worüber sie lachen … traurig sind … was sie ausfressen … wie sich mich stolz und glücklich machen … was teilweise für KLOPPER aus ihrem KINDERMUND kommen … was überhaupt so los ist … in unserer kleinen welt …

der held selbst wird auch wieder mehr für seinen heldenkörper tun müssen … also weniger zeit am schlapptop verbringen …

trotzdem … so hoffe ich … werden noch einige stunden bleiben … die wir hier miteinander verbringen können …

so viele eurer sachen wie möglich will ich lesen … und wie scheinbar doch einige wünschen … werde ich nach und nach *wir waren noch kinder* teilweise umschreiben … und in jedem fall stück für stück weiter … bis zum ENDE bringen.

*Bodyguard II * … so habe ich manchen versprechen müssen … wird noch geschrieben … das werde ich … es könnte dauern … kann aber sein … dass ich das parallel starte …

*der neue stern am heiteren himmel* wird unregelmäßig aber beständig weiter strahlen … hoffentlich noch sehr,sehr lang …

ein wenig KNISTERN … vielleicht auch PRICKELN soll es von zeit zu zeit hier auch noch … aber das liegt natürlich nicht zuletzt an den MUSEN und ihren küssen …

auch zum tagesgeschäft … aktuellen sachen … dem täglichen wahnsinn also … werde ich sicher immer eine meinung haben … und euch regelmäßig damit belästigen … wenn ihr mich lasst …

einen schuss ROMANTIK direkt vom erzeuger … ein paar ERINNERUNGEN und wenn dann noch zeit ist, könnten euch ab und an auch wieder solche sachen wie …

*my world* … *kurz und gut* oder ähnliches ereilen …

ganz sicher gibt es auch weiterhin bei mir was auf die ohren … MUSIK wird immer  groß geschrieben … sogar hier …

wer gern mal schmunzelt … HUMOR hat … das augenzwinkern zwischen manchen zeilen lesen kann und will … sich sonstwie angesprochen fühlt … ist herzlich eingeladen … bei mir zu bleiben … oder sehr gern neu dazu zu kommen.

auch bzw. besonders freue ich mich auf eure kommentare … anregungen … feedback jeglicher art …

abschließend mal wieder ein stück … welches einblicke gibt … manche verwundert gestellte frage beantwortet … aber mindestens genau so viele neue fragen aufkommen lässt …

*manches kann man ernst nehmen … muss man aber nicht …*

in diesem sinne … wir sehn uns … demnächst … in diesem THEATER …

DAS Geheimnis des Helden … die erschütternde Wahrheit … oder … da muss geholfen werden …

es gibt dinge zwischen ANFANG und ENDE … die versteht der erstaunte held nicht … macht aber nix … jungs wie MARTERIA und PETER FOX scheinen da schon einen schritt weiter zu sein …

je nach stimmung … wollte ich schon seit einiger zeit … einen text über männer in meinem also dem allerallerallerbesten  alter schreiben … aber entweder verfällt der held bei dem gedanken … in übertriebene euphorie … also nach dem sex … oder in selbstmittleid und tiefe depressionen … wie an den anderen 363 tagen des jahres …

während ich zeitweise genug damit zu tun habe … mir selbst einzureden … dass das ja alles gar nicht soooo schlimm ist … der heldenkörper durchaus noch seinen einzigen zweck erfüllt … die damenwelt mir schließlich noch immer zugeneigt … nach wie vor ein quell der freude und der hoffnung für mich ist … machen die zwei jungspunde ein ding … welches in geradezu beängstigender präzision die gedankenwelt des alternden helden beschreibt …

da ich bis dato nicht einmal klarheit darüber erlangen konnte … ob es ein normaler text … ein gedicht ,poetry , comedy  oder ein song werden soll … und ich nach erstmaligem hören des folgenden songs zu der überzeugung … der einsicht … gekommen bin … dass man(n) dieses thema einfach nicht besser abhandeln kann … will ich euch am werk der jungen *kollegen* teilhaben lassen …

so ihr lieben … jetzt wisst ihr warum der held sooo sehr eure beachtung … eure aufmerksamkeit … euer verständnis … eure nachsicht … eure zuneigung … ach was sage ich … eure LIEBE braucht …

tut also gutes … SPENDET … nicht für flüchtlinge … nicht für kinder in not … tierheime oder andere politisch korrekte gutmensch-aktionen … NEIN … heute geht es um die rettung des selbstwertgefühls eines alternden helden … spendet also eure bewunderung … eure herzen … eure willigen körper … sportwagen der oberklasse … enorme geldbeträge … auch gern in/ab sechsstelliger höhe aufwärts … bewusstsein erweiternde drogen … auch angebote zu zwanglosem sex werden gern genommen … solang das ohne die hilfe blauer pillen überhaupt noch möglich ist … kauft mir eine villa in den HAMPTONS … oder auf HAWAII … die niedliche yacht von Roman Abramowitsch … ´ne neue ROLEX …

oder bleibt einfach bei mir … und lasst mich nicht allein …

in dieser SCHWEREN nahezu freudlosen ZEIT …

Wir waren noch Kinder II

.. als ich am hinterausgang des geschäfts eintreffe, kommt sie mir auch schon entgegen.

ich öffne ihr die beifahrertür und statt der wahrscheinlich erwarteten küßchen links,küßchen rechts prozedur … kommt es zu einer kurzen, aber liebevollen umarmung.

* darf ich mir was wünschen?* … fragt sie mit absichtlich übertriebenem wimperklimmper …

* alles!* … gebe ich noch theatralischer zurück .

* fährst du mit mir zum bahndamm?*

* gern.* … sage ich … und starte den wagen …

minuten später sind wir da und ich muß feststellen, dass die felder durch die wir in unserer jugend spazierten, weitestgehend ziemlich luxuriösen einfamilienhäusern weichen mußten. …

tausend erinnerungen kommen bei dem kurzen, sprachlosen spaziergang in mir hoch.
… zum beispiel, an viele zärtliche momente … im hohen feld, … während meine schäferhündin „Silly“ streife lief … damit uns kein „spaziergänger“ beobachten … oder gar stören konnte.

noch immer wortlos, finden sich wie damals unsere hände und lassen sich auch dann nicht los, als wir am „pilz“ … einem unterstand mit kargen sitzgelegenheiten ankommen. …

*  erinnerst du dich ? * … fragt sie und schaut mich interessiert an …

* und ob.

… wir wurden aus heiterem himmel von einem heftigen platzregen überrascht und flüchteten hierher um etwas geschützt zu sein. … du warst patschnaß und hast noch atemberaubender ausgesehen als sonst … in deinem hautengen t-shirt … ohne was drunter.
… um dich vor der plötzlichen kälte und mich vor einem hormonkoller zu schützen , legte ich dir meine jacke um die schultern.

du hattest angst, dass ich frieren könnte, also hast du mich nah an dich gezogen, hast dich an mich geschmiegt, mich immer wieder wahnsinnig zärtlich geküsst … und sicher gestellt, dass mir nicht wirklich kalt werden konnte.
besonders die hände wurden immer wärmer. was wohl daran lag, dass du ihnen erlaubt hast sich unter deinem t-shirt „aufzuwärmen“.
die küsse wurden immer intensiver … und was dann kam, war für einen jungen in dem alter eigentlich ein deutliches „zuviel“ an erotik und leidenschaft.
… jahrelang  habe ich mich gefragt, wie ein paar regentropfen in wenigen minuten aus einem total zurückhaltenden mädchen, eine so leidenschaftliche junge frau machen konnten.*

… alles war wieder so präsent, … als wäre es gestern gewesen und ich mußte meine gedanken abrupt aus der szenerie reißen um ihre worte wirklich wahrzunehmen.

* nun, … du denkst … es war nur der regen?* … belustigt blinzelt sie mich an …

*nicht???* …

* nicht nur. … obwohl dich deine engen, nassen jeans und das ebenso nasse t-shirt auch nicht grad unattraktiver gemacht haben. … du warst damals schon ein gutgeformtes kerlchen.* … schmeichelt sie …

* … soso … ein KERLCHEN !?! * … gar nicht so leicht, so zu tun … als wäre man in der lage … dieser frau wirklich böse zu sein.

* nun jaaaa, … im vergleich zu dem , … was du heute darstellst, … war das wohl ein kerlchen. … allerdings ein kerlchen, das ich damals für den absoluten MANN überhaupt gehalten habe.*
… ihre worte tun gut … fast wie ihre sanfte berührung in meinem gesicht … und ihr verträumter blick.

* … diese meinung vertrittst du heute also leider nicht mehr. … schade. … im gegensatz dazu, bist du für mich immer noch das non plus ultra an weiblichkeit. … aus dem schönsten mädchen der welt, … ist tatsächlich die wunderschönste frau der erde geworden. … dich so sehen zu dürfen … tut unfassbar gut. … gleichzeitig macht es auch traurig.*

… gebe ich zu, dass mir jeder tag leid tut, den wir seit dem plötzlichen abschied damals … nicht miteinander verbringen konnten. …

* … SPINNER ! … du willst nur hören, dass mich das was ich jetzt sehe auch begeistert. … da kannst du noch soviel süßholz rasspeln … daraus wird nichts , Riesenbaby. nimmst du eigentlich irgendwas verbotenes … um so auszusehen ? *

… und wieder schafft sie es, … dieses entwaffnende lächeln … in dieses … „gesicht“ (seufz,schwärm und schluck) … zu zaubern.

* … klar. … steroide bis der arzt kommt. … deshalb auch die impotenz.*

… gehe ich auf ihre wohl nicht wirklich ernst gemeinte anspielung ein.

* schade. … grad jetzt, wo ich langsam wirklich lust auf dich kriege.* … enttäuscht senkt sich ihr blick …

* da sage noch einer was gegen MÄNNERPHANTASIEN. … ich hab doch grad tatsächlich verstanden, … du bekommst lust auf mich.*
… noch immer wirke ich viel cooler .. als ich wirklich in diesem moment bin.

* … na sowas. … jetzt lösen die drogen schon wahnvorstellungen bei dem armen kerl aus. … jaja, … hättest dir besser ab und an ´ne tüte bauen sollen. … aber SHIT war ja nie dein ding.*

… ihre schlagfertigkeit erstaunt mich immer mehr. … so kannte ich MEIN mädchen noch nicht. … das war eine neue … und trotzdem …  irgendwie … vertraute Petra.

* … das zeug wirkt halt bei mir nicht. … und was diese wahnvorstellung ausgelöst hat, weiß ich auch nicht. … außer viel eiweiß nehme ich nähmlich nicht wirklich etwas zu mir. … und einen guten Scotch hatte ich heute auch noch nicht.*
fast entschuldigend schau ich auf sie runter.

* sollen wir es nicht lieber jetzt hinter uns bringen? … küss mich endlich.*

… sie schaut zu mir hoch … direkt in die augen … in denen sie jetzt wohl eine mischung aus erstaunen und kindergeburtstag sieht.

ihrem blick halte ich anfangs noch stand, neige den kopf … senke ihn ihr entgegen … und dann ist alles, … wie es immer war … die augen schließen sich fast wie von selbst … und es ist … UNBESCHREIBLICH.

der kuß, (war es wirklich nur einer, weil es ja keine erstzunehmende unterbrechung gab???) dauert lang , … wirkt noch länger nach und zieht eine phase des schweigens nach sich. … nicht besonders lang, … aber lang genug … um sich wirklich darüber bewusst zu werden, … was da eigentlich gerade passiert ist.

und wieder verblüfft sie mich , … indem sie als erste wieder etwas sagt.

* … wie früher. … genau wie früher … du bist doch wirklich ein verkappter künstler. … erst zurückhaltend, … dann leicht verspielt, intensiver werdend, … leidenschaftlich, … innig … dann ein wenig von allem … und zum schluß, … ein winzig kleiner … fast flüchtiger kuß zum abschluß. …  eine signatur. … wie wenn ein maler,  sein werk signiert. *

… ihre hände streicheln mich noch immer , … als sie lächelnd ihren eindruck schildert. … so hab ich das noch nie wahrgenommen.

* … André und malen … zwei welten prallen auf einander.* … versuche ich mit der einsicht meiner totalen unfähigkeit auf dem gebiet die stimmung weiter in richtung heiter zu pushen.

* … André und küssen … das ist deine welt. … zweifellos.  … du hast mir einen schönen abend versprochen … und etwas zu essen. … also komm, … lass uns endlich fahren*
… resümiert sie … nimmt mich wie selbstverständlich wieder bei der hand … und läuft mit mir los … in richtung auto … unbeschwert wie das 15 jährige mädchen von einst. …

nach wenigen minuten fahrt, … wieder völlig ohne worte … und doch so … einig … treffen wir bei Mario ein …

ein wunderbarer abend nimmt seinen lauf , … mit einem sehr gutem essen, einem erstklassigen roten aus bella Italia, … einem guten gespräch in angenehmer vertrautheit, … mit viel  lachen, … gelegentlichen,sanften berührungen … und blicken die anfangs teilweise noch nachdenklich … später aber ziemlich liebevoll werden.

als ich mich weit nach mitternacht vor ihrer haustür von ihr verabschiede, kommt es nochmals zu einem unsagbar gefühlvollen kuß. … wie immer … mit signatur …

* … nimm diese karte … und wenn du das wirklich willst, … ruf mich an.  … jederzeit und hoffentlich bald. … ich würde dich sehr gern wieder sehen,Petra … wirklich sehr gern.*

… überlasse ich ihr die entscheidung, … ob es zu weiteren „kunstwerken“ kommen kann.

zügig gehe ich zum wagen zurück, … nicke ihr noch einmal nachdenklich zu … und gebe gas.

in dieser nacht fahre ich noch fast 400 kilometer , ziellos … kreuz und quer durchs ruhrgebiet. … spüre den kraftvollen motor, der dieses phantastische auto immer wieder irre beschleunigt, … spüre den bass der musikanlage, … spüre den fahrtwind , … spüre das irrwitzige schlagen des „kraftwerks“ in meiner brust, … spüre das LEBEN …

ich … lebe. …

Das gute alte … *MACH DISCH NACKISCH SPIEL*

SALVE ,liebe leute … heute ist der held in sachen –

VERSPROCHEN – GEHALTEN * unterwegs.

die liebe *philOsophie* hat mich in ihrer über alle maßen anbetungswürdigen art … mit einer nominierung geadelt … die ich aber … BESCHEIDEN wie ich nun mal bin … und natürlich weil es eh nur eine kleine zwischenstation auf dem weg zum NOBELPREIS wäre … abgelehnt habe.

da sie aber … wie bereits angedeutet … ein echtes LECKERLI ist … und der held absolut keine … also eher weniger … kaum … höchstens ein paar … GEHEIMNISSE hat … haben wir uns darauf verständigt … dass zumindest ihre fragen … nach bestem wissen und gewissen als wenn der held sowas hätte .pah … lacherlich … also weder das eine … noch das andere … beantwortet werden.

zuerst wollte ich die antworten … die sie nach ihrer nominierung beantwortet hat hier veröffentlichen … damit jene leser … die das vergnügen noch nicht hatten … sie ein wenig kennen lernen können … aber ich denke … ihr geht am besten gleich auf ihre seite … dann seht ihr gleich … das sich das lohnt …

https://phil0sofi.wordpress.com/

so meine liebe viel zu schüchterne SOFI … nun aber ran an den speck … hin zum investigativen journalismus … du hast fragen … der held hat antworten …

welches Buch/Welcher Film hat dich zuletzt berührt?

bücher gibt es in meiner welt leider gar nicht … ein tag hat ja nur 24 stunden … aber ein film … ja … * WENN ICH BLEIBE *

… der ging schon ziemlich quer runter … genau wie * HIN und WEG *

Welches war das letzte Lied das du im Radio gehört hast?

das war * AN TAGEN WIE DIESEN * von den TOTEN HOSEN … da bin ich mit den kids grad am rhein vorbei gefahren bzw. auch drüber weg … und da haben wir natürlich wie gewohnt wieder wild mitgerockt …

Was ist Intoleranz für dich?

leider fast alles … was in diesem land abgeht … von allen seiten …

und nicht nur in diesem land

Wie sieht ein perfekter Sonntag für dich aus?

er fängt auf La Manga morgens auf der hinteren terasse an … geht am abend … auf der vorderen zu ende …

Was ist dein Lieblingszitat?

 * THERE`S a TIME to FUCK … and … a TIME to CRY … *

is zwar nur von mir … STIMMT aber …

Was macht dich glücklich?

das ich noch lebe … und sehe wie meine kinder zu guten „erwachsenen“ menschen werden … die ihren platz in der welt mit liebe und verstand ausfüllen werden …

Welches Reiseziel empfiehlst du?/Warum?

das sieht jeder individuell … für mich ist GROßES WASSER wichtig … da werde ich demütig … und ruhig … tanke kraft …

Wenn du jetzt alles machen könntest, was du willst, was würdest du tun/Warum?

wahrscheinlich würde ich dem treiben in diesem land ein ende setzen …

warum!? … weil es SO nicht weiter gehen kann …

Bist du anders wie die andren?/Warum?

anders als die anderen bin ich sicher … besser wahrscheinlich nicht … aber aus überzeugung …

warum!? … weil das GUT SO ist …

Was/wer motiviert dich?

die KIDS in erster linie … weil ich denen ganz schön was eingebrockt habe … durch ihre zeugung … da muss noch viel „abgearbeitet“ werden bevor ich mich vom acker mache … das schulde ich ihnen …

was sagst du zu ‘Karma’?

* KARMA,du alte Kampfsau … wenn ich dich erwische … dannnn … dann kannst´e was erleben … *

… würde der held wahrscheinlich sagen …

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so meine liebe Sofi und alle die netter weise noch rein geschaut haben … jetzt lassen wir die glocken noch ein mal läuten … und dann isser weg … der held …

Wenn die Seele schreit

… dann wird sie ihren grund haben …

denke ich … und dann macht man(n) einfach das gleiche … wie frau … nur ich mach es hier … und sie ganz woanders …

trotzdem fühlt man(n) sich verbunden … und wer weiß … vielleicht macht man es ja doch irgendwann … miteinander …

natürlich war euch sofort klar … dass der held vom spiel mit der gitarre philosophiert … aber um euch an dem teilhaben zu lassen … was der schallisolierte keller den nachbarn des helden verwährt … habe ich euch die liebe ASH noch ein mal mitgebracht …

sollte es eine dame geben … die sich eventuell auf andere art berührt fühlt …

ja … meine schöne … ich kann auch nicht schlafen … und nein … duuu kannst natürlich gar nichts dafür …

wenn ihr jetzt noch wissen wollt … was helden noch alles tun … wenn sie einsam und allein sind … ok … ihr habt es nicht anders gewollt … BITTE SEHR …

möge die MUSE … wenn sie mich denn küsst …

mit einer guten kondition gesegnet sein …

her mit meiner FENDER … bevor ich mich in sündigen gedanken verliere …

Wir waren noch Kinder

* … nahezu jeden tag habe ich mich gefragt … was wohl aus dir geworden ist. … wie du wohl heute, … ungefähr  15 jahre danach aussiehst. … dabei liegt ja nahe, dass aus dem schönsten mädchen der welt … irgendwann … die schönste frau der welt wird.*

… was sich so platt anhören musste, war mein totaler ernst. … wir marschierten zielsicher auf ein neues jahrtausend zu, … aber jetzt, … als ich sie nach so vielen jahren … zufällig …  wieder sah, … schien mir die zeit … in meiner kleinen heimatstadt stehen geblieben zu sein. … nicht für die stadt, … aber für sie

… meine erste … und wohl für immer unvergessliche „echte“ freundin.

* André?!?!?! … ich glaub es nicht. … was machst du denn hier … in der alten heimat? … hab nicht erwartet dich jemals wieder zu sehen. … habe gehört, … du wärst nach America gegangen.*

… ihre zurückhaltende art, ließ sie nichtmal ansatzweise auf mein  kompliment eingehen. … als sie aber feststellte, dass ich nicht in der lage war, … meinen ebenso erstaunten wie bewundernden blick von ihr loszueisen, … streicht sie verlegen eine haarsträhne aus ihrem, … mir augenblicklich wieder vertrauten gesicht, … schenkt mir ein leicht verlegenes , … aber wie in alten zeiten … entwaffnendes lächeln … und reicht mir die hand.

* … Amiland, … ja … das war aber nur ein jahr. … bin längst wieder im lande. beruflich bedingt zwar ziemlich „heimatlos“ , … aber es ist genau das leben, was ich im moment leben will. … beständigkeit wird man mir wohl irgendwann mit starken stromstößen einbleuen müssen. …und du, ….  bist nie aus diesem kaff ausgebrochen?*

… erkundige ich mich … irgendwie bemerkt keiner von uns, … dass wir uns in einem geschäft befinden, … also offensichtlich an ihrem arbeitsplatz.

* … nicht wirklich.*

… engegnet sie … als eine ungeduldig werdende kundin sie anspricht.

* sorry, … aber ich muß etwas tun. … bist du länger in der stadt?*

… fragt sie … und in diesem augenblick verschiebt sich meine abreise … auf unbestimmte zeit.

* … wann machst du feierabend?*

… frage ich während die kundin mit verständnisvoller mine, … ein paar weitere artilkel begutachtet, … um uns großzügig … noch ein paar sekunden zeit zu geben, … eine verabredung zu treffen.

*erst heut abend. 18 uhr 30.* … entgegnet sie, … mit einem blick, der darauf hindeutet, dass sie nicht wirklich damit rechnet, dass ich dann noch zeit hätte.

* fein. … wir gehen essen. … was hälst du von Lino? … ich lad dich ein und stehe um punkt 18.30 vor dem laden. … habe noch etwas geschäftliches zu erledigen und werde danach bei irgendwelchen alten bekannten die restliche wartezeit totschlagen. … ich freu mich. … bis gleich.*

… statt eine antwort abzuwarten, … entschuldige ich mich noch einmal bei der verständnisvollen kundin und bedanke mich für ihre geduld.

schnell entferne ich mich, bleibe aber zwei regale entfernt stehen, um nochmal zu ihr zurück zu blicken.

… ihr anblick ist wirklich ein genuss.

die damals noch etwas mädchenhaftere figur, … war  inzwischen in winzigen nuancen mit den weiblichen rundungen ergänzt worden, von denen ich seinerzeit schon geträumt habe, wenn wir im gedanken … „erwachsen“ wären.

… wie  teenager-bengel halt so sind. … schlank is ok, … aber an den richtigen stellen, darf „sie“ … ruhig etwas mehr haben. 

mein blick muß an diesem tag in den 90ern wohl voller sehnsucht gewesen sein.

… als ich sie durch die regale ansah, … spürte ich … wie mein hals sich zuzog , … der schmerz , den ich schon als junge empfand, wenn wir uns am abend zum abschied küssten … und jeder bis zum nächsten morgen in der schule, … nur noch im gedanken, … bei seiner „großen liebe“  sein durfte.

jetzt waren wir erwachsen … und niemand würde uns daran hindern können, die ganze nacht miteinander zu verbringen.

NIEMAND ? … was ist , … wenn da doch jemand ist ? … eine solch wundervolle frau, … kann doch unmöglich „single“ sein.

egal. … wir haben uns wiedergefunden … und wer da auch immer auf sie warten mag, … er möge warten.

wir haben soviel zu bereden … nach all den jahren. … das dauert ewig. … falls da also jemand ist, … wird er geduld brauchen. … viel geduld.

unfassbar wie leicht man(n) sich damit tut … von anderen zu erwarten … wozu er selbst weder willens … noch in der lage wäre …

wenn es allerdings in ihr , … ähnlich aussehen sollte, … wie in mir … würde dem eventuell wartenden, … auch die ausdauernste geduld nicht helfen.

für mich ein weiteres zeichen … GEDULD wird überbewertet … nützt ja eh nix …

wie ein verliebter 16 jähriger verließ ich den laden, … schwang mich allerdings … statt aufs moped … in den offenen schwarzen TARGA … und fuhr … wohl im gedanken an das herbeigesehnte , baldige wiedersehen … ziemlich zügig von dannen.

in all den jahren, … war sie immer in meinem kopf … wahrscheinlich sogar in meinem herzen.

durch dieses zufällige wiedersehen, … richtete sie das selbe chaos in mir an, …  wie an diesem warmen sommerabend … in unserer schulzeit, … als sie zum ersten mal … ihre schüchternheit überwand … und den ersten kuss zuließ … an welchem ich schon wochen „gearbeitet“ hatte.

… irgendwas sagte mir, … als ich die musik aufdrehte … und mit einem lächeln voller vorfreude im gesicht den wagen beschleunigte bis der satte sound durch das pfeifen des turbos begleitet wurde, … dass es nochmal einen ersten kuss geben würde. … noch an diesem abend.

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nachdem das geschäftliche erledigt war, fuhr ich zu „Lino´s Restaurant“ um einen tisch für den abend mit Petra zu reservieren.

Mario, Lino´s cousin und stellvertretender geschäftsführer begrüsste mich wie immer herzlich.

* BESTIA !!! … meine gott … wie lange warst du nichte mehr hier? … du siehste aus … wie ein verdaaammte million … aber nix lire …  wie ein million schöne, harte us-dollar. … meine goott, du biste eine echte MOSTRO. … alles muskeln. incredibile.*

er umarmt mich überschwänglich, stößt mit seiner faust gegen meine brust, umfasst meinen rechten oberarm, bekundet freude, dass wir doch immer freunde waren und macht eine bemerkung, dass manche menschen auf beinen laufen müssen, die nicht unfangreicher sind … als dieser arm.

diese menschen wiegen dann wohl auch nicht mehr … als ein halbverhungerter teenager … aber lassen wir das … hier geht´s ja nicht um ernährungsberatung …

* komm, meine freund … setze disch … isch hole uns einen schönen Vecchia Romagna. … dann erzählst du mir , … was du so machst …und natürlich von dem kampf , … in London. … alle hier waren sehr stolze aufe disch. … ein paar von den alten jungs waren da. … es gab wochen keine andere thema in diese kleine kaff. … sage mir, … wie geht es dir? was machst du hier? wie  lange bleibst du , in der stadt?* … er macht wirklich keinen hehl aus seiner freude.
… da wir uns immer gut verstanden, geht es mir nicht anders. … vielleicht bin ich grad nur nicht so temperamentvoll, … wie dieser liebenswerte sizilianische vulkan.

* sag mal, mein freund … wo ist eigentlich Lino?* … erkundige ich mich verwundert, denn seit eröffnung des restaurants, habe ich nie erlebt, dass der chef sich nicht auch selbst um das wohl seiner gäste  kümmert.

Mario´s stimmung ändert sich von einer sekunde auf die andere. … sein blick friert ein, als er unsere gläser auf den kleinen tisch direkt neben dem empfang stellt.

* du weißt es noch gar nicht, BESTIA ? … Lino iste tot. … schon 2 jahre.*
so trauig wie er jetzt klingt, kommt sein akzent gar nicht mehr so lustig rüber … und auch ich habe plötzlich das gefühl, dass mir jemand in den magen getreten hat.

*wer hat das getan???*
… press ich nur noch raus, denn einen natürlichen tod, halte ich aus verschiedenen gründen … in seinem fall … einfach für abwegig.

* frag nischt, mein freund. … angeblich war es selbstmord. … selbst isch hab keine ahnung, was wirklich passiert ist. … möge er in frieden ruhen.*
… er bekreuzigt sich, küsst den familienring  … und irgendwie, ist mir klar, dass weitere fragen jetzt nicht angebracht wären.

die einzige info, die er mir noch gibt, ist das datum. … nach kurzer überlegung, stelle ich fest, dass zwischen unserem letzten treffen und Lino´s tod … keine 4 wochen lagen. … unser letztes treffen war, als er seinen Ferrari Testarossa  grad neu hatte und ich meinen ersten Supra TurboTarga. … welcher mann, … noch dazu  italiener, bringt sich um, wenn er kurz zuvor endlich seinen traumwagen gekauft hat? … einen Ferrari !!! … NIEMAND ! … NIEMALS !

das thema, ist aber ein ganz anderes … und sollte mich zu einem spätern zeitpunkt beschäftigen.

nachdem wir kurz anstoßen, endschuldigt sich Mario … weil er gebraucht wird  … und lässt mich für eine zeit mit meinen gedanken allein.

schnell sind diese gedanken wieder bei Petra, die ich vor wenigen stunden durch einen wundervollen zufall traf … und nun gehen diese gedanken zurück … ganz an den anfang … unserer ungewöhnlichen beziehung  … die begann , … als wir fast noch kinder waren. …

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… eigentlich haben wir alles Karola zu verdanken.

… sie fiel mir irgendwann auf, als ich mit einigen jungs aus der nachbarschaft fußball spielte. … sie war wirklich hübsch und der schon immer ziemlich weibstolle André musste natürlich sofort seine fühler ausstrecken. … sie hatte allerdings schon einen freund, (fuhr damal das geilste moped der stadt) und der zwar recht erwachsen wirkende, aber erst 13!!! jährige bewunderer musste eine seiner wenigen abfuhren akzeptieren. … dafür gewann er aber eine sehr gute freundin, die ihm nur wenig später eröffnete, … dass es da ein mädchen gibt, … die seit wochen nur noch ein thema hat. … eben diesen André.

unsere geschickte kupplerin arrangierte recht zeitnah ein treffen … und als ich dieses süße wesen zum ersten mal sah, … war mir fast klar, dass mein leben schon bald … einige drastische veränderungen erfahren würde.

anfangs amüsierte mich das total unschuldige , extrem schüchterne aber schon damals unglaublich schöne mädchen, die mich mit vielen kleinen sticheleien pisackte. … so rieb sie mir ständig unter die nase, dass sie zwar unerfahren und schüchtern, aber immerhin stolze  … einen monat und 8 tage älter war als ich. … zudem erinnerte sie mich ständig, an die schwarzen schwäne, … die an dem kleinen see ihr zuhause hatten, wo sie später … das erst mal … nicht mehr … ihre   zierlichen  hände vor ihr engelsgleiches gesicht schlug, … wenn ich sie küssen wollte.

für diesen RUNNING-GAG … fehlte mir seiner zeit noch der nötige humor … es war wirklich eine qual … jedes mal … wenn ich sicher war … sie endlich küssen zu dürfen … bedeckte sie das gesicht mit ihren händen … obwohl sie … wie ich später erfahren durfte … es auch längst wollte …

ob ich es nicht leid wurde … dieses kindische verhalten … tja … ich wurde ja nicht mal leid … mich immer … und immer wieder … zum HORST zu machen …

kein mitleid bitte … das warten hat sich gelohnt … und wie …

den duft ihrer haare, den intensiven blick ihrer rehbraunen augen, die erste berührung unserer lippen , … dieses unvergleichliche gefühl …  das gar nicht mehr aufhören wollte … all das … werde ich nie vergessen. … zig jahre später , muß ich mir noch eingestehen, dass ein kuss von ihr … mir mehr bedeutet … als manches abenteuer mit anderen frauen, um die mich viele meiner geschlechtsgenossen wohl beneiden.

… als erwachsener, hab ich oft bezweifelt, überhaupt wirklich liebe empfinden zu können. … in diesem zarten alter , … von 13 – … 14 jahren … konnte ich es noch. … bis über jede (schmerz-) grenze. …

was sie in mir auslöste, … zu welchem unvernünftigen verhalten uns diese junge liebe trieb, … welch traumhaft schöne, exzessive zeit … wir miteinander erleben sollten … und wie fast schon tragisch … alles enden sollte … davon haben wir zu diesem zeitpunkt wohl beide nicht geträumt.

nachdem mein vater nicht bereit war, mich von meiner „elite“ schule zu nehmen … und mich freiwillig an der „lehranstallt“ anzumelden, … die Petra besuchte, zog ich entschlossen andere seiten auf … und provozierte kurzerhand meinen rauswurf.
mein fußballteam und den wohl besten lehrer der welt (englisch&sport), musste ich opfern, … dafür liess ich einen haufen perverser, verzogener bengels hinter mir, … die trotz eignener krankenstation im internat … für fast tägliche besuche des rettungswagens sorgten. … jaja, … wir jungs aus „gutem“ hause. …

nachdem ich selbst durch absolute leistungsverweigerung und konsequente einstellung der mitarbeit , … keine „freigabe“ erwirken konnte, … kam mir der angriff meines zuverlässigen aggressors grad recht, … um  bei meiner „letzten schlacht“  das klassenzimmer, den lieben Peter … und den bemitleidenswerten lehrer , der uns trennen wollte, … dermaßen zu verwüsten, dass auch mein lieblingslehrer, (gleichzeitig konrektor und trainer unseres fußballteams) … mich gehen lassen mußte. …

einer der Padres … sagte meinem vater bei meiner entlassung, … er hätte den teufel in meinen augen gesehen, als ich angeblich „durchdrehte“.
… dass ich nichtmal eine chance hatte, dem aufgezwungenen kampf aus dem weg zu gehen, … und dass das … was er in meinen augen sah, … einfach liebe … und die sucht nach freiheit war … konnte er als katholischer geistlicher sicher nicht beurteilen. … allerdings nahm ich seine version die dinge zu sehen gern an … nur so kam ich da weg.

den montag drauf … wurde ich in meiner neuen klasse vorgestellt. … leider nur  der parallelklasse meiner „traumfrau“. …

das spießrutenlaufen in den folgenden wochen … hab ich kaum wahrgenommen.

da meine mitschüler, wohl der ansicht waren, … dass ich zum ersten, wegen mangelndem grips … an den hohen anforderungen meiner ehemaligen PRIVATEN KATHOLISCHEN  schule (nur für jungs) gescheitert war und zum zweiten wohl bestens als prügelknabe und „opfer“  für deren aggressionen herhalten sollte … war ihr staunen groß, … als sich die „harten jungs“ … einer nach dem anderen … erst verbale niederlagen … dann teilweise … blutige nasen und beulen abholen mussten …

als sie dann auch noch feststellten, dass sich mit mir das schulteam anschickte … die stadtmeisterschaft zu gewinnen, … war ich auch schon fast … einer von ihnen. … FAST !

das einzige, was mich interessierte, war der ständige kontakt mit Petra. … wir verbrachten jede freie minute miteinander und teilten unser leben wie ein ehepaar. … außer die nächte. …

mein vater machte sie noch immer für die zerstörung meiner (seiner) zukunft verantwortlich … und ihre eltern mochten mich zwar, … stimmten aber ihren wiederholten wünschen … mich bei ihr schlafen zu lassen … anfangs nicht zu. …

so blieb uns nichts anderes, … als den austausch unserer zärtlichkeiten … auf den nachmittag zu begrenzen,den wir meist … mit meiner ersten schäferhündin „Silly“ verbrachten.

zum ersten mal in meinem leben, fühlte ich mich geliebt … das war neu … es tat gut … manchmal weh … aber überwiegend gut … und was dieses mädchen damit auslöste, … war natürlich in der form nicht absehbar.

wie sich diese sucht … nach der zuneigung von frauen später entwickeln sollte … ahnte ich damals nicht … sonst hätte ich was dagegen genommen … ganz ehrlich … zur not … von RATIOPHARM …

nachdem wir über ein jahr zusammen waren … und immer weiter gingen … in unserer jungen liebe … stand irgendwann das erste mal an. …

warum wir es damit eilig hatten erschließt sich mir heute nicht mehr … weil das … was wir bis dahin „praktizierten“ … war sicher von höherer „qualität“ … als das … was sich in den schlafzimmern mancher eltern abspielte …

eines schönen sommertages, sagte sie mir, dass sie bald bereit wäre … und dass sie mir ein zeichen geben würde , .. wenn es soweit wäre.

… natürlich war ich neugierig, .. aber ich konnte mir kaum vorstellen, dass es noch eine steigerung zu dem geben könnte, … was wir inzwischen fast täglich miteinander erlebten

. … wir waren noch keine 15 und hatten regelmäßige höhepunkte miteinander.
… man hört von  paaren, die mehrjährig verheiratet sind … und weniger erfreuliches zu berichten haben. …

alles war stets zärtlich, innig , … einfühlsam und leidenschaftlich … ich bin wirklich froh, dass meine sexualität durch diese gemeinsame zeit mit diesem hochsensiblen mädchen geprägt wurde.

damals waren andere zeiten … naja … wenn wir ehrlich sind … waren es schon wilde zeite … aber für die meisten jungs in meiner schulklasse … war ein höhepunkt der moment … in dem wir ein tor geschossen haben … stimmt … das war auch GEIL … aber doch irgendwie anders.

nachdem ich schlaukopf ihr „zeichen“  (zustecken von scheidenzäpfchen und Kondomen auf dem schulhof) erstmal in die hosentasche meiner hautengen jeans steckte … und total perplex war, dass zumindest die zäpfchen bei einer außentenperatur, die exakt meiner körpertemperatur glich (36grad), am nachmittag als zuverlässiger schutz ausfallen sollten … … verschob sich das erste mal noch um einige tage.

…  dann allerdings, belehrte mich diese unbeschreiblich liebevolle, junge frau … eines besseren. … alles kann besser werden. … nur wahrscheinlich nicht das, was wir an diesem … „unserem“ tag erlebten. …

als es vorbei war … und das war nicht mal klar, weil dieses unbeschreibliche gefühl einfach nicht abflachen wollte … hab ich in ihren glücklichen augen das wohl schönste gesehen, … was sich ein junge in vergleichbarer situation wünschen kann. …

problematisch war nur, dass Petra mit ihren „guten“ freundinnen … oft über unsere schönen momente sprach.

das weckte begehrlichkeiten … bei den damen … und da ich wie ein süchtiger nach jeder form von zuneigung griff, die ich von einem hübschen mädchen bekommen konnte, … kam ich bald in teufels küche.

dort war es zwar ungemütlich, aber auch heiß … und welche die letzte konsequenz meiner untreue sein sollte, … konnte ich mir damals nichtmal ansatzweise vorstellen.

… geliebt hab ich doch nur sie … und selbst nach der geburtstagsparty von Sabine S. … wo sage und schreibe  … „8“ !!!  junge damen zugegen waren, .. die sich im laufe der zeit … selbst von Petras  ausführungen überzeugen wollten, …  konnte ich mein süßes Rehauge, davon überzeugen, dass ich nur bei ihr … wirklich etwas empfand.

das vertrauen in meine bedingungslose liebe,war ihrerseits alledings nachhaltig erschüttert und als sich mein weggang abzeichnete, … muss irgendwas in ihr zerbrochen sein. … keiner nimmt die liebe zweier „kinder“ in diesem alter wirklich ernst.
… wenn man dann noch einen vater hat, der selbst jeden rock gestürmt  hat, der bei 3 auf keinem baum war … und seinem filius predigt, dass er erfahrungen sammeln muss … und sich um himmels willen nicht zu früh binden darf …. dann wünscht man sich nur noch … endlich volljährig zu sein … und die geliebte einfach mitzunehmen … auf den vorgezeichneten weg.

als mein vater dann noch sterbens krank wurde … und ich nicht mehr davon ausgehen konnte, dass er diese krise überlebt, … neigte ich das angebot aus Bochum anzunehmen, … und zukünftig dort fussball zu spielen … wo meine mutter mit ihrer neuen familie lebte.

… bei einem meiner besuche dort, war ich einem verantwortlichen des vereins aufgefallen … der mir darauf hin eine große zukunft in aussicht stellte, … wenn ich mich gegen den „nachbarverein“  entscheide.

Schalke war nie wirklich eine option … also ging alles seinen weg … einen teilweise rasanten weg …

die situation mit meiner stiefmutter wurde unerträglich … vater drohte zu sterben  … der druck von allen seiten wurde überdimensional … wir fanden nicht mehr wirklich  zueinander … redeten nicht mehr … sie schluckte tabletten … und meine mitschüler wollten mich lynchen.

so lief ich mitten in der schulzeit weg … nachdem ihr abschiedsbrief gefunden wurde … und sich alle zum ziel gesetzt hatten mich für all das, .. was ich ihr angetan habe … zu bestrafen.

es war das erste und einzige mal. … weg zu laufen … so sollte sich ´raus stellen … war nichts für mich …

so lief ich … ohne eine pause … die zirka 30 kilometer .. bis zu meiner mutter … weinend, … weil ich zu dem zeitpunkt davon ausging, dass ihr selbstmordversuch  erfolgreich war.

… was in diesen stunden, der FLUCHT … in mir vorging, kann ich bis heute nicht beschreiben. … ich musste davon ausgehen, für den tod des einzigen menschen verantwortlich zu sein, den ich wirklich aus tiefstem herzen geliebt hatte.

egal wie schnell ich lief … es fühlte sich an … als käme ich nicht von der stelle.

endlich in Bochum angekommen, stand ich vor verschlossener tür.

wie immer, wenn ich wirklich jemanden gebraucht hätte, … war ich allein.

das war der moment, an dem ich mich entschied … nie mehr wegzulaufen. …

nachbarn sahen mich … ermöglichten mir ein telefonat, … wo ich erfuhr, dass sie lebte … und ich rannte den ganzen weg wieder zurück. …  als ich nach stunden endlich bei ihr ankam, hat man mich nicht mehr zu ihr gelassen. … selbst ihre mutter, … die sonst immer auf unserer seite war, … hatte jetzt angst … vor dem, … was als so romantischer kitsch angefangen hatte. ….

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Mario nähert sich meinem kleinen tisch … und fragt, ob ich etwas essen will.

ein blick auf die uhr … 18uhr20 …

*reserviere bitte unseren alten tisch. … ich hole Petra. … bis gleich.* …

wer will mehr davon lesen?

WARNUNG: das ist eine verflucht lange geschichte … also noch sehr viele teile

… den *Bodyguard* schreibe ich auch noch weiter … dazu wurde ich MUSENMÄßIG verurteilt …

Bodyguard

im herbst 2011 schrieb der held folgendes :

… für seine familie … aber auch für  … alle die ihn kannten … bzw. … die freude hatten … ihm irgendwo einmal begegnet zu sein … ist der tod eines großartigen menschen …  am 23.10.2011 … von dem ich vor wenigen stunden erfahren habe … und dem ich am 05.11. die letzte ehre erweisen werde.

Franz war ein mann … der mich sehr beeindruckt hat … und den ich wohl als jemanden bezeichnen darf … mit dem mich einiges verbunden hat … auch in den letzten jahren … in denen wir leider keinen kontakt mehr hatten.

die welt verliert einen bemerkenswerten menschen … mit enormer ausstrahlung … einen ausgezeichneten sports- und geschäftsmann … einen „leader“ … der stets höchste ansprüche an seine mitmenschen … aber auch an sich selbst hatte ….

seine zweite heimat (südafrika) verliert einen gönner mit weitblick … der viel gutes in diesem wunderbaren land … geleistet hat.

seine familie verliert ein treu sorgendes oberhaupt … und seine tochter Manou ..  einen vater … der sie über alles liebte …

……….

so sehr ich es auch bereue … dich in in den letzten jahren … nicht mehr gesehen zu haben,lieber Franz … so sehr freue ich mich … dich so in erinnerung behalten zu können … wie ich dich kannte …

GROß … STARK … und LE-BEN-DIG …

wenn ich daran glauben könnte … würde ich sagen … *wir sehen uns wieder* … und mich  darauf freuen …

rest in peace … alter freund …

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wer möchte … kann hier nochmal einen alten eintrag von mir lesen … zu dem mich damals … unsere gemeinsame zeit inspiriert hat.

Franz  spielte auch hier …  eine wichtige rolle … sein name … ist allerdings aus sicher nachvollziehbaren gründen geändert …

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Bodyguard … Job oder Liebe

Auf den letzten Metern zur Sporthalle zieht er ein letztes mal einen Spurt an. Seine graue Jogginghose und die dunkelblaue Kaputzenjacke sind ziemlich verschwitzt. Im Trainingsraum angekommen, beginnt er sofort den großen Sandsack mit einer Serie harter Schläge und Sidekicks zu bearbeiten. Es kommt Bewegung in das 120 kg schwere Ungetüm aus Leder und Sand. Die umstehenden Kämpfer schauen anerkennend zu, wie das Tempo der Schlagfolge sogar nochmals erhöht wird.

“ … sag mal, Lobo, … wie machst du das eigentlich nach so einem Lauf , nochmal so aufzudrehen?“ fragt Olaf, der Inhaber der Kampfsportschule.

“ … ein spezielles Übungsprogram , welches ich mir beim Training der Biathleten in Oberstdorf abgeguckt habe. … die wahrscheinlichkeit als Bodyguard nach einer gewissen Anstrengung, wie zum Beispiel einer Verfolgung, noch in eine Kampfhandlung verwickelt zu werden ist ziemlich hoch. Da brauchst du noch Konzentration und Kraft. … Wie die Skijäger beim schießen. …Konzentration geht nur, wenn du noch Kraft übrig hast. Das machte das Training für mich interessant. Die kurzen „erholungspausen“ kennt mein körper zudem, durch die rundenpausen beim Boxen.“ … gibt der 1.89 m große und 111 kg schwere Modellathlet bereitwillig Auskunft, ohne das Training zu unterbrechen.

Als er den Sandsack genug * misshandelt * hat, zieht er die Trainingsjacke aus und greift zur Wasserflasche. … nun werden auch die bisher unbeindruckten Ladys des Kung-Fu-Kurses auf den durchtrainierten Körper des Kampfsportlers mit dem kurz geschorenen Kopf aufmerksam.

2 von ihnen kennen diesen Körper etwas * näher * .

Die eine ist Jeanine, eine junge Physiotherapeutin, die sich unter anderem um seine gelegentlichen „kleinen“ wehwehchen kümmert und ihn regelmäßig massiert. … Die andere ist Katrin, selbst eine erfolgreiche Kampfsportlerin, jung, bildschön … und wie im ganzen Gym bekannt, eine intime Kennerin dieses „Heldenkörpers“. …

“ André, weißt du schon wo du ins neue Jahrtausend feierst?“ … nutzt Katrin den ruhigen Moment vor dem nächsten „Sturm“.

Schmunzelnd kommt die Antwort … “ da hab ich noch nichts geplant, liebste KillerQueen. … wir haben mitte November 1999 und du fragst nach Sylvester und Millenium-Party ?“ …

Sie senkt den blick leicht und brummelt mit total süßverlegenem lächeln …

“ Da mich hier eh alle für deine „feste“ Freundin halten, … dachte ich, … du … möchtest vielleicht mit mir nach London ??? … Es soll der absolute wahnsinn abgehen an der Themse. … Wir könnten feiern, miteinander reden … und uns vielleicht endlich mal einig werden, … was das eigentlich ist, … mit uns.“

“ Das uns alle für ein Paar halten, darf uns wohl nicht wundern. … wir gehen sogar im Training sehr liebevoll miteinander um … und haben in den letzten Monaten sicher häufiger miteinander geschlafen als alle „festen“ Paare die wir kennen.“ lächelt er sie an und umschlingt sie mit seinen muskulösen armen, … um im nächsten Moment ernsthafter fortzufahren …

“ … Dir ist aber auch klar, was das erste ist, … was ich im Jahr 2000 zu tun gedenke. … Feiern in London, … ist da keine sehr hilfreiche Vorbereitung. … Lass uns einfach im Dezember nochmal drüber reden. OK, Liebes ?“ …

… etwas enttäuscht weicht sie einen Schritt zurück.

“ Du kannst es dir ja überlegen. … würde auch gern mit dir allein zuhaus ins neue Jahrtausend starten. … und das mit der anderen Sache,“ … sie schluckt kurz und man bemerkt ihre ernsthafte Sorge … “ was das angeht, … bitte ich dich ebenfalls noch einmal nachzudenken. Es ist einfach zu gefährlich. … Bitte, André … ich hab da kein gutes gefühl.“

Langsam nähert er sich der Hantelbank, küsst erst ihre Stirn, ihren Hals, zuletzt zärtlich ihre Lippen … “ Vertrau mir. … Ich weiß was ich tu. … Wir reden … über alles. … wenn die zeit gekommen ist. … by the way, … allein mit dir, … wäre mir 2000mal lieber, … als mit einer Mio. Leutz aus aller Herren Länder … bei Lissbeth in England.“ …

Er löst den intensiven Blickkontakt und widmet sich , … auf dem Rücken liegend, … der 100 kg Langhantel. … 3 Wiederholungen, … absetzen, … kuze Pause, … wieder 3 , … Pause … und ein letztes mal 3. … zufrieden legt er das Gewicht in der Führung ab, … springt aus dem liegen auf die Füße, … lächelt eine zirka 50kg leichte, junge Tae-Kwon-Do- Schülerin an und meint lässig … “ NACHMACHEN.“

… während er langsam zum Ring am anderen Ende der Halle geht, streift sein Blick zufrieden, durch die schwitzenden, teilweise auf dem weg der Verbesserung sich quälenden , … die er früher oder später fast alle ein Stück auf ihrem Weg in den Sport begleitet hat. … nicht unerheblich hatte er seinem Jugendfreund beim Aufbau und damit bei der Erfüllung seines Jugendtraums geholfen. … immer wieder auch einzelne oder bei Bedarf auch Gruppen trainiert und vielen seine Philosophie vom Kampf, vom Sport und vom Leben näher gebracht. … alles war im guten sinne seines Meisters geschehen, dessen Geist für ihn immer noch fast greifbar in diesen Räumen weilte.

“ … hast du 2 oder 3 Jungs, die Lust auf ein wenig Sparring haben, Peter?“ … wendet er sich an den Cheftrainer der Boxer, … als er den Ring „entert“.

“ … für dich sollten wir 2 oder 3 Schwerstkriminelle aus der JVA Krümmede einfliegen. … ich lass mir doch nicht von dir meine Männer zerkloppen, du Mörder.“ … der Rothaarige, wie ein in die jahre gekommener Lausbub wirkende Freund mit den lustigen Sommersprossen begrüßt den noch keineswegs müde wirkenden, … mit einer kurzen , herzlichen Umarmung. Die anderen Boxer grüßen respektvoll.

“ … komm , ich mach dir die Hände (tape) und zieh dir die Handschuh an.“ … kümmert sich Peter selbst um den richtigen Sitz der Verbände und gibt 3 Halbschwergewichtlern das Zeichen sich für einen Sparringskampf vorzubereiten. … die Wahl fällt nicht zufällig auf diese 3 . … durch ihre Jugend (alle anfang 20) und ihre niedrigere Gewichtsklasse, … lassen sie am ehesten eine geschwindigkeit vermuten, … die den erfahreneren Ü 30 Opi , … fordern könnte.

“ Willst du Vollkontakt, Lobo … oder ein bißchen „rummachen“?“ … erkundigt sich der stolze Trainer, der schon gern zeigen würde, was die noch am Anfang ihrer Laufbahn stehenden, seit dem letzten „Disaster“ bei ihm gelernt haben.

“ … also, ich möchte euch bitten alles zu geben Männer. … wir wollen ja wissen, … wo wir stehen, oder?“ … gibt der gefragte die Antwort gleich an die ausgewählten Gegener. „KLAR.“ … eine Antwort aus 3 Kehlen.

“ okay Leute, … Tim , du machst die erste Runde, … Ahmet, du die zweite, … Jan, du die dritte. … dann alles von vorn, bis jeder drei Runden voll hat. … wer alle seine 3 Runden stehend übersteht, … darf ne Runde mit Olaf´s Porsche drehen.“ instruiert der erwartungsfrohe Betreuer. … allgemeines lachen … und los geht es. …

Die Hoffnung auf eine flotte Runde mit dem Sportwagen des Chefs stirbt für alle 3 Nachwuchstalente schnell. … Tim steht 2min22 , … Ahmet, der heißblütige Türke mit dem großen Kämpferherz fällt nach 1min16, steht wieder auf, … fällt nach 1.58 wieder, stellt sich nochmal und ist beim letzten Niederschlag kurz vor Ende der Runde schlau genug liegen zu bleiben. … Jan ist von allen am weitesten in seiner Entwicklung und bietet über 2 Runden einen offenen Fight mit sehr vielversprechenden Anlagen. … als er jedoch übermütig wird und fast offen in einen harten Cross rennt, hat auch für ihn der Traum vom Porschefahren ein Ende.

“ André, … Telefon für dich. … im Büro. … Südafrika. … Fendrig Enterprises oder so …“ … ruft Katrin ihrem Teilzeitlover zu … und macht ein fragendes Gesicht.

“ Das kann doch nur Bernd Fendrig sein. … Er hat 1996 bei mir einen Land-Cruiser für seine Tochter gekauft, die einen Hotelmanager ,der in der Türkei einen exklusiven Laden leitet, geheiratet hat. … was zum Geier will der denn … und wie kommt der an diese Nummer?“ wundert sich der Held, … der sich grad wie ein solcher fühlt, weil er die Jungs mal wieder mächtig beeindruckt hat.

“ Danke,Maus … und Danke Jungs, … ihr wart klasse. … weiter so. … Peter, Danke und bis bald.“

“ André C.“ melde er sich , … noch nicht ahnend, was da auf ihn zukommt.

“ Fendrig Enterprises Johannesburg, … my name is Alice G. … Mr. Fendrig would like to talk to you. … may I connect you, sir? … meldet sich eine erfrischend freundliche Telefonstimme.

“ sure, Miss Alice G. … always welcome.“ … sprüht der Charme, des ebenfalls freundlichen Bodyguards über mehrere tausend kilometer durch die Leitung. …

„thank you , sir. … have a nice day.“ …

“ you too, Miss G.“ … kurze Pause , … dann meldet sich die ruhige sonore Stimme eines der beeindruckensten Männer, die unser Held je getroffen hat.

“ hallo André, hier ist Bernd Fendrig. … wie geht es ihnen? … erinnern sie sich an mich?“

“ Sure, sir. … wie könnte ich das ungewöhnlichste Geschäft aller Zeiten vergessen? … von der Freude sie und ihre entzückende Tochter zu treffen ganz abgesehen. … was verschafft mir die Ehre und wie haben sie mich hier gefunden?“ … der überaus herzliche, erfreute Ton, … suggeriert dem erfolgreichen Geschäftsmann am anderen Ende der Welt, dass sein Anruf große Begeisterung auslöst.

“ Ich will mich kurz fassen,André. … letzte Woche war ich noch in Düsseldorf, wichtige Geschäfte führen mich ja von zeit zu zeit immer wieder in die alte Heimat. … um sie zu besuchen, fuhr ich auch bei ihrer alten Firma vorbei, wo man mir erklärte, dass sie sich nun als Bodyguard verdingen und auch in diesem Bereich inzwischen, sehr erfolgreich sind. … erst war ich etwas befremdet, weil ich dachte, …dass sie mein Angebot damals nur ablehnten, weil sie nicht ohne Autos zu verkaufen leben können, … dann hab ich aber schnell einen Wink des Schicksals erkannt. … Wir brauchen ihre Hilfe. … Sie erinnern sich an meine Tochter Manou? … Sie braucht Schutz. … dringend.“

der besorgte Vater klingt sachlich, aber besorgt.

“ Wie kommt ein so bezauberndes Mädchen in Gefahr? … Wo ist sie jetzt,in diesem Moment? … Was genau kann ich für sie tun, Bernd?“ … bringt der erstaunte, jetzt sitzende … seine fragen auf den Punkt.

“ Mein lieber Herr Schwiegersohn, entpuppte sich ziemlich schnell als alles andere, als der …“nice guy“ den wir alle in ihm sehen wollten. … es sind unvorstellbare Sachen passiert. … es würde hier zu weit führen, alles zu erklären. … nur soviel, … Manou ist auf unserem Anwesen in Kapstadt. Wir haben dort einen sehr vertrauenswürdigen Sicherheitschef. Francis ist seit er ein junger Kerl war in unseren Diensten und hat sich zigfach bewährt. … er verzweifelt aber an dieser Aufgabe.Sie will einfach nicht einsehen, … dass sie sich in akuter Gefahr befindet und lehnt diese „DAUERBEWACHUNG“ ab. … Mir ist damals aufgefallen, dass ihr 2 euch auf anhieb mochtet.

Deshalb hoffe ich, dass sie sich von ihnen gern beschützen lässt. … Sie werden ihre Möglichkeiten haben, es nicht nach „Überwachung“ aussehen zu lassen. … André, ich hab Angst um mein einziges Kind. … ich bin bereit jeden preis zu zahlen, den sie verlangen. … helfen sie uns?“

Dieser Mann war nicht gewohnt zu bitten, aber er legte scheinbar seine ganze Hoffnung in dieses Gespräch.

“ Ok. … wenn sie meinen ,dass ich der richtige Mann für diese Aufgabe bin, … sagen sie mir wie es laufen soll und ich mach es. Über mein Honorar machen sie sich Gedanken, wenn alles zu ihrer Zufriedenheit erledigt ist. Das spielt in ihrem fall gar keine Rolle.“ … die Bitte dieses besorgten Vaters abzulehnen, wäre ihm nie in den Sinn gekommen. … Der Gedanke, dass Manou etwas zustoßen könnte, … ließ schon etwas Unruhe in ihm aufkommen.

“ Danke, mein Freund. … diese und keine andere Antwort hab ich von ihnen erwartet. … was ihre „Eignung“ für diesen Job angeht, so muß ich gestehen, dass meine Leute ihren bisherigen Werdegang in diesem Tätigkeitsfeld genau nachverfolgt haben. … sehr beeindruckend muß ich sagen. … so wie ich sie damals im Autohandel kennen und schätzen gelernt habe. … was sie machen, … scheinen sie mit vollem Einsatz zu machen. … vielleicht haben wir uns deshalb vom ersten Moment an verstanden. … manche Eigenschaften , scheinen wir gemein zu haben. Am Flughafen Düsseldorf wird morgen früh ein Ticket für sie bereit liegen. … Lufthansa, … erste Klasse. In Kapstadt, wird sie Francis mit einem Wagen abholen, der ihnen von diesem Moment an für die Dauer ihres Aufenthaltes zur Verfügung steht. Francis ist etwa 2 Meter groß, wiegt zirka 150 kg und ist schwarz wie die Nacht. Ihr werdet euch verstehen. Er ist ein Juwel. … auf der fahrt zum Anwesen wird er ihnen die ganze Lage schildern. … alles was bisher passiert ist. Er wird ihnen eine Waffe aushändigen, da sie Schwierigkeiten haben könnten ihre eigenen hier in Südafrika eizuführen. Des weiteren, wird Francis ihnen eine Umschlag mit 5000 US Dollar übergeben. Die sind für ihren hiesigen Bedarf gedacht. … sollten sie mehr Bargeld benötigen, wenden sie sich einfach an Jonathan, den Verwalter unseres Anwesens. … er wird ihnen die gewünschten Mittel zur verfügung stellen. … Alle laufenden Kosten in der Heimat teilen sie bitte Alice fernmündlich oder per Fax/Mail mit. Sie wird sich zuverlässig um alles kümmern. Zeitgleich mit ihrer Abreise gehen 10.000 US Dollar auf ihr Konto ein. Für den Fall, dass ihnen irgendwas passiert, teilen sie mir bitte direkt bei ihrer Ankunft mit, wer in den Genuss der Zuwendungen kommen soll, die ich ihnen dann zukommen lassen möchte. … über ihr wirkliches Honorar, reden wir 2 in Ruhe, unter Männern bei einem guten Scotch , wenn dieser Albtraum vorbei ist.Sollte sich ihre Bankverbindung seit unserem letzten Deal geändert haben, … bitte mitteilen. … Sie fühlen sich bei uns bitte wie zuhause und konzentrieren sich bitte nur auf Manou. Ich werde mich morgen meinerseits nach Kapstadt begeben und hoffe vor ihnen einzutreffen , um sie willkommenzuheißen. Ich freue mich auf unser Wiedersehen. … bis bald und … Danke.“

“ … die Freude ist ganz meinerseits, sir. … wir sehen uns in Kapstadt. … schlafen sie gut,Bernd.“

mit den Gedanken schon tief in diesem „Auftrag“ … legt er den Hörer auf.

“ Katrin, … ich muß weg.“ …

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„ … wie , du mußt weg ? Ein neuer Auftrag?“ … erkundigte sich Katrin, die das meiste des Telefonats mitbekommen hatte.

„…ja, ich fliege nach Kapstadt. … schon morgen früh.“ … stellte er sachlich fest, nicht ohne einen unterschwellig verwunderten Gesichtsausdruck an den Tag zu legen … und fuhr fort … „ … warum sind meine Jobs eigentlich nicht einfach immer in der direkten Umgebung? … so, dass man abends heim kommt, … die füße hochlegt, ein Bier trinkt und seinen chef verflucht. … wie es die meisten „normalen“ Menschen machen.“

„… nun, … vielleicht liegt es daran, dass du nicht „normal“ bist, oder dein eigener Chef und ein selbstverliebter Egoist, der jede Gelegenheit nutzt umvon mir wegzukommen, bevor er noch zugeben muß, dass es ihn längst „erwischt“ hat?“ … Katrins Augen funkelten angriffslustig und ihre Stimme schwankte zwischen heiter und verbittert.

„ … selbstverliebt stimmt nicht … und das ist dir auch klar.“ … lachte er ihr entgegen und knuffte sie halb freundschaftlich, halb liebevoll in die Seite.

„ … dürfte dir auch schwer fallen. … wie könnte irgendwer, sowas wie dich lieben?“ … neckte sie zurück und wehrte seine Hände immer wieder mit geschickten Bewegungen ab. … plötzlich , sah sie ihn an, küsste ihn flüchtig auf den Mund uns flüsterte : „ … ich werd dich vermissen;Cowboy.“

in diesem Moment stubste sein treuer Begleiter, ein stattlicher Rottweiler mit allerbesten Manieren mit seiner kühlen Nase zwischen die beiden. Der erst zweijährige, aber schon überaus erfolgreiche Schutzhund hatte sich nach dem gemeinsamen 5 Kilometerlauf mit seinem „Mensch“ wie schon gewohnt ,auf seinen Platz im Büro des Chefs gelegt und war seit dem nicht mehr aufgestanden.

„ Drago! … Tierchen, an dich hab ich ja gar nicht gedacht. Da müssen wir mal schnell die gute Alice anrufen, dass sie dir auch noch einen Platz bucht. … Superrotti fliegt natürlich auch erster Klassen zu den Löwen. … Onkel Fendrig mag Hunde und hat viel Geld. … Da muß ich nicht wieder mit dir im Gepäckraum fliegen, mein kleiner Welpe.“

… albern beschmust er den inzwischen längst ausgewachsenen, muskelbepackten Hund, der sich tatsächlich wie ein verspielter Welpe über die humorigen Anwandlungen seines Chefs freut. Wer die beiden so lustig miteinander spielen sah, erkannte unmöglich, dass es sich hier um wirklich abgebrühte Profis handelte. … Drago hatte erst 2 wochen zuvor, als jüngster Rottweiler aller zeiten, an der Weltmeisterschaft für Schutzhunde teilgenommen und alle anderen mehr oder weniger „alt“ aussehen lassen. Der erfahrene Hundeführer war mächtig stolz auf das Erreichte und liebte seinen Prachtkerl wie nichts anderes.

„ … gut, dann mach ich mich mal aus dem Staub. Es gibt noch einiges zu erledigen.“ wollte sich der „Beauftragte“ schnell und ohne emotionalen Abschied vom Acker machen.

„ … wir werden diese Nacht nicht zusammen verbringen?“ reagierte Katrin leicht verstört.

„ … nun, … ich hab keine Ahnung, wie lange ich brauche um meinen Kram zu erledigen. … soll ich danach zu dir kommen, oder kommst du zu mir?“ … man konnte förmlich spüren, dass er lieber allein geblieben wäre, in den letzten Stunden vor der Abreise.

„ André, ich werde sicher nicht darum betteln, dass du bei oder mit mir schläfst. … wenn du aber, ohne die letzten Stunden mit mir zu verbringen, auf unbestimmte Zeit ans andere Ende der Welt verschwindest, … dann kannst du bleiben wo der Pfeffer wächst, du elender Mistkerl.“ … ihre Worte waren deutlich und auch genau so gemeint.

Nun war der „Angefahrene“ sichtlich um deeskalierende Worte bemüht, nahm sie in die Arme und während er sie … ganz „beiläufig“ an teilweise „wichtigen“ Stellen streichelte, stammelte er unbeholfen charmant eine improvisierte Entschuldigung zusammen, an deren Ende er sein späteres Erscheinen zusicherte.

„ … nimm sofort deine Hand da weg, du Triebtäter. … sonst trete ich dir dahin, wo es gar nicht gut tut. … auch wenn dein Body-Rotti mich dann zerreißen wird.“ … giftet sie ihn gespielt ernst an, um im gleichen Augenblick durchblicken zu lassen, wie sie die zärtlichen Berührungen genießt.

„ … wenn du jetzt aufhörst SCHREI ich … flüstert sie, bevor sie seinen anfangs noch vorsichtigen Kuß leidenschaftlich erwiedert.

Die Fortsetzung zu späterer Stunde, bescherte den beiden, einmal mehr eine leidenschaftliche Nacht, in der sie, wie so oft , … einander alles gaben, wovon jedes sich liebende Paar auf dem Planeten träumt. … aber NEIN … ein Paar … DAS waren sie ja nicht.

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„ … WOW ! … Südafrika! … pretty warm … haben die es hier, stimmts Tierchen?“ … sprach er zu seinem Hund , als sie die Lufthansamaschine verließen.

… wenige Minuten später erblickte er den angekündigten großen schwarzen Mann, mit dem er sich, wie von seinem Auftraggeber angekündigt, wirklich auf anhieb gut verstehen sollte. … sie kommunizierten auf Englisch, bis sich nach kurzer Zeit herausstellte, dass Francis ein absolut einwandfreies Deutsch sprach und es auch liebte sich in dieser Sprache zu verständigen.

„welcome to , South-Africa,sir.“ … begrüßte der etwa 35 jährige Big-Guy den frisch angekommenen,Kollegen.

„ … einen SIR hab ich zwar nicht mitgebracht, aber ihn hier … His name is Drago and I´m André.“ stellte er sich und seinen haarigen Begleiter vor und gleich klar, dass er mehr auf kollegiale Zusammenarbeit, als auf Höflichkeitsfloskeln wert legt. … „ nice to meet you.“ … kam es von beiden „starken jungs“ gleichzeitig und der offene, feste Händedruck ließ ahnen, dass sich hier 2 Männer mit ausgeprägtem Charakter begegneten.

Kurz nachdem die Fahrt in dem Land-Cruiser los ging, übergab Francis die halbautomatische Waffe, Munition und den (Rand)- vollen Geldumschlag, welchen der Verwalter bereits in der gültigen Landeswährung gefüllt hatte. Dann folgte die Erläuterung der Lage und es war unschwer zu erkennen, dass diese mehr als besorgniserregend war. Manou´s Ehemann war schon kuz nach der Eheschließung zum Drogendealer geworden und kurz drauf zu seinem besten Kunden. Die Exzesse häuften sich, die Ehe zerbrach, Manou flüchtete, ihr Mann Chuck, ein gebürtiger Amerikaner, unternahm alles „legale“ um sie zur Rückkehr zu bewegen … und als das nicht funktionierte, … ging der Terror los. Er schickte seine zwielichtigen Gestallten mehr als einmal, um seine Frau von dem Anwesen ihres Vaters zu entführen und hätten Francis und seine 3 Mitarbeiter nicht einen wirklich guten Job gemacht, wäre sie längst wieder bei dem skrupellosen Kriminellen. … oder tot.

Jetzt war Chuck selbst nach Kapstadt gereist, um die sache persönlich in die Hand zu nehmen. Das brachte ihren Vater dazu, sich „Verstärkung“ zu holen, denn für Francis und seine Leute , war es kaum noch möglich für die Sicherheit seiner Tochter zu garantieren. … zu sehr entzog sie sich immer wieder der Bewachung durch den pflichtbewussten und ihrem Vater treu ergebenen, dunklen Muskelberg. … während die Gegenseite immer weiter aufrüstete.

„ ok, Francis … danke für die Infos. Das hört sich ja an, wie ein verdammter Hollywoodstreifen.“ versuchte der weiße, den schwarzen Personenschützer etwas aufzuheitern.

„yep, … nur das hier kein Kunstblut fließt…. inzwischen waren alle meine Männer mehr als einmal verletzt. … auch ich selbst hab es bei den ständigen Auseiandersetzungen mit diesen Verbrechern nicht immer schadlos überstanden. … es muß was passieren, André. Der Big-Boss zählt auf dich. Er hat mir von einigen deiner bisherigen Fälle berichtet. RESPECT. … man nennt dich Lobo, Peacemaker … oder Held. … nun, … wir können hier alle 3 gebrauchen. … einen Wolf der das Rudel anführt, einen … der uns den Frieden wieder bringt … und einen , der bereit ist, mehr zu tun, als es normal sterbliche können. … denn das hier wird nicht leicht. … auch für einen Helden.“

… der Südafrikaner blieb ruhig und sachlich, aber man konnte spüren, dass er selbst besorgt war. … nicht um sich selbst. … er wäre für den Mann, der ihn nach dem Tod seiner Eltern aufnahm, ihm eine hervorragende Ausbildung und einen anständig bezahlten Job gab, ohne zu zögern durchs Feuer gegangen. … aber um Manou machte er sich große Sorgen und sein von ihm oft befragter „Medizinmann“ und „Seher“ … hatte großes Unheil kommen sehen.

„ … mach dir keinen Kopp, mein Bester. … wir werden die OMA schon schubbsen, dat Kind schon schaukeln, dem Fiesen Möpp schön zeigen … wo der Bartel den Most holt.“ … verbreitet der „Held“ gutgelaunt neuen Optimismus.

„PARDON ???“ irritiert schaut der große schwarze Mann seinen neuen Kollegen an. …

„ I just told ya … don´t worry … be happy.“ … nun lachten beide und der Deutsche beschleunigte den hochmotorisierten Geländewagen auf unzulässige Geschwindigkeit um das nahende Ziel möglichst bald zu erreichen.

„ … sag mal, mein Großer … hast du jemanden beauftragt uns zu eskortieren?“

„no.“

„ dann werden wir verfolgt,Francis. … der graue Nissan folgt uns schon die ganze Zeit, hat jetzt auch schnell beschleunigt um den Kontakt nicht zu verlieren.“

Francis dreht sich um und schaut auf den hartnäckigen Verfolger.

„ das sind sicher wieder Chuck´s Leute. … das gibt Ärger. Pass gut auf, weißer Freund.“

Schon in der nächsten Kurve, setzt sich der graue Nissan neben den schwarzen Land-Cruiser und versucht ihn seitlich zu rammen. … dieses Manöver ahnt der Held aber voraus, tritt beherzt auf die Bremse und die Angreifer fliegen erst von der Strecke und dann in einen gut 2 Meter tiefen Graben.

„ Hoppla ! … so richtig gut Autofahren … können die Jungs aber nicht.“ … stellt der Bodyguard sachlich fest und beschleunigt nachdem er sich kurz vergewissert hat, dass keinem etwas ernstes passiert ist den Wagen wieder zügig hoch. „ Das muß wohl das Empfangskomitee gewesen sein.

Nun gut, … bis jetzt bin ich noch nicht wirklich beeindruckt.“

10 Minuten nach diesem Zwischenfall erreichen sie das märchenhafte Familienanwesen.

Als sie … inklusive Hund … das Fahrzeug verlassen und sich dem Hauptgebäude nähern, öffnet sich die Tür und der Hausherr tritt mit einem mächtigen Schritt in die Sonne.

Der Selfmade- (multi)Millionär ist das , was frau wohl einen Traummann nennen würde. Groß, breitschultrig mit markant männlichem Gesicht, leicht angegraute Schläfen, tiefblaue Augen, charmantes Lächeln, beste Umgangsformen und nicht zu vernachlässigen … Geld wie Heu. Er hat einfach alles. …

„ welcome to Casa-Fendrig.“ … begrüßt er die ankommenden … und umarmt den deutschen Gast herzlich. „ ich hoffe, dass sie einen wirklich schönen Aufenthalt in diesem herrlichen Land und natürlich auch in meinem bescheidenen Heim haben werden. … wenn auch die Umstände, die uns zusammen führen, wenig erfreulich sind, … bin ich sehr froh sie einmal hier zu begrüßen,André.“

„ vielen Dank, Bernd. … auch ich freue mich hier zu sein und sie nach so langer Zeit zu sehen.“

Der Besitzer des traumhaften Anwesens gibt die Tür frei und bittet nachdem er sich kurz über den respekteinflößenden Hund informieren lässt ins Haus. „ Prachtkerl.“ … ist sein kurzer, anerkennender Kommentar nachdem er das Tier mit fachmännischem Blick gemustert hat.

„Manou freut sich auch schon, … sie endlich mal wieder zu sehen. Sie hat allerdings noch keine Ahnung, was der Anlass ihres Besuches ist, mein Freund. … das sollten sie ihr besser selbst erklären, dachte ich.“ … grinst der besorgte Vater verschlagen.

… noch im großzügig ausgelegten Empfangsbereich stehend, werden erste Erfrischungen gereicht.

Mit gut gekühlten Gläsern prosten sich die 3 Männer zu und auch der dankbare Hund, macht sich durstig über die große Schüssel mit eiskaltem Wasser her.

Wie eine Erscheinung steht SIE plötzlich auf der Treppe und für einen Moment, fällt ihrem zukünftigen Beschützer wieder ein, … welch überwälltigenden Eindruck sie schon damals, in Düsseldorf, bei ihrer ersten Begegnung auf ihn machte. Während er in seiner engen,weißen Jeans und dazu passendem Poloshirt für manch weibliches Auge wohl ganz appetitlich aussah, war sie in absolut identischer Aufmachung nur mit einem Wort zu beschreiben.

ATEMBERAUBEND.   (des helden lieblingswort)

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Schwarze lange Haare, aufregende Figur, dunkler Hauttyp,(sonnengebräunt), … romantisch,verträumter Gesichtsausdruck, sinnlicher Mund, süße Stubbsnase, unendlich tiefe braune Augen und ein entzückendes Grübchen … bei jedem … auch nur angedeutetem Lächeln.

… Ihre leibliche Mutter musste ebenfalls eine wahnsinnig schöne Frau gewesen sein. … Leider starb sie, auf tragische Weise, im sechten Monat schwanger mit einem Jungen, … als Manou 2 jahre alt war. … Dieser Schicksalsschlag brachte Bernd Fendrig damals dazu nach Südafrika zu gehen um ein neues, … überaus erfolgreiches Leben anzufangen. … Ohne seine geliebte Frau und ohne den heiß ersehnten Sohn, … den er nie bekommen sollte.

… Zügig und strahlend geht sie auf ihn zu …

“ Welcome Stranger !“ … Sie umarmt ihn wie einen alten Freund, schenkt ihm ein offenes Lächeln und fügt leise an seinem Ohr hinzu … “ … ich hab schon nicht mehr daran geglaubt, dass wir uns wiedersehen. … schön, dass du da bist.“

“ Auch ich freu mich sehr, fremde Schönheit. … you´re looking … breathtaking.“ … geht er schmunzelnd auf die #wir-kennen -uns-ja-kaum-Nummer # ein und fügt dann für alle hörbar hinzu welch schöne Nacht sie doch nach der Übergabe-Probefahrt mit ihrem neuen Auto, damals im Zweitwohnsitz seines Vaters in Haltern am See verbracht haben. Küßchen links, Küßchen rechts, Küßchen links …

“ … da dachte ich immer, ein Gentleman genießt und schweigt.“ … rügt sie ihn grinsemd.

der leicht irritierte Vater begehrt Aufklärung …

“ … ihr wollt doch wohl nicht sagen, … ihr habt damals … … ?“ …

“ nein, Paps … wollen wir nicht … und du willst auch nicht fragen.“ … fällt sie ihrem gespielt verärgert fragenden Vater ins Wort.

Nun mischt sich auch der vermeitliche „Entehrer“ ein. …

“ No, sir … ihre tugendhafte Tochter hat sich nichts vorzuwerfen. … wir nutzten damals lediglich die „Jungfernfahrt“ mit ihrem großzügigen Geschenk, um im Haus meines Vaters nach dem rechten zu sehen. Er lebte zur damaligen Zeit überwiegend in Spanien und Manou war so freundlich mit mir nach Haltern zu fahren. … Dort haben wir dann geredet und geredet, … uns irgendwann entschieden über Nacht dort zu bleiben, einige gute Tropfen aus Vaters Beständen vernichtet, … tja, … und dann, … nachdem wir uns müde diskutiert hatten , … ist ihre zauberhafte Tochter irgendwann eingeschlafen. … Das spricht natürlich eine deutliche Sprache, … was meinen Unterhaltungswert angeht.“

“ Dein Unterhaltungswert war eine glatte 10 auf der nach oben geschlossenen Bespaßungsskala. … Aber mit den diversen Drinks und in deinen starken Arm gekuschelt, … da kann ein Mädchen schon mal ins träumen geraten. … und am besten träumt es sich nun mal mit geschlossenen Augen. … Da bin ich dann wohl eingeschlafen. Es war ein wunderschöner Abend.“ … verkündet sie augenzwinkernd, sichtlich über ihren verwirrten Vater amüsiert.

Nachdem Francis sich dezent bis auf weiteres verabschiedete, um sich in seinen Bungalow auf dem Anwesen zurück zu ziehen und der Hausherr wegen dringender Geschäfte in sein Arbeitszimmer verschwand um zu telefonieren, zeigte die gutgelaunte „Zielperson“ ihrem zukünftigen Beschützer seine Unterkunft.

“ Wir haben dir das kleine Gästehaus zugedacht, weil es für dich und Drago mehr als groß genug sein dürfte und einfach näher am Haupthaus liegt. … Ich hoffe das ist dir recht.“ … nahm sie das Gespräch wieder auf nachdem sie schweigend zu dem sogar mit einem eigenen Pool ausgestatteten, weißen Bungalow gegangen waren. Nach und nach zeigte sie ihm, dass wirklich alles vorhanden war, um ihm den Aufenthalt zu versüßen, … sogar Drago´s von zuhaus gewohntes Hochleistungsfutter war vorhanden, von den vielen Leckereien wie Kalbsknochen und jeder Menge frischem Rindfleisch ganz zu schweigen. “ Ich hoffe ihr 2 fühlt euch wohl. Wenn ihr irgendwas braucht, … ein Wort reicht. … die vielen hilfreichen Seelen hier, werden alles möglich machen.“

„Eure Gastfreundschaft steht eurer Anmut in nichts nach,verehrte Dame.“ … bedankte sich der von der Großzügigkeit und dem Luxus beeindruckte Gast und verbeugte sich , passend zu seinen geschwollenen Worten mit mittelalterlicher Geste.

“ … avec Plaisir, edler Ritter.“ erwiederte sie auf seine Albernheit eingehend und deutete sogar einen Knicks an. … Die teuren Privatschulen in der Schweiz und England gehen eben an niemandem spurlos vorbei.

Nach kurzem, oberflächlichen Smalltalk, setzte er etwas nach und wie sich von einer schweren Last befreien wollend, vertraute sie ihm ihre ganze unerfreuliche Geschichte an. Ruhig, sachlich, auf den Punkt, fast geschäftsmäßig und emotionslos schilderte sie ihre Sicht der Dinge. Mit ihrem Ehemann hatte sie abgeschlossen und Angst, hatte sie nicht. Zum einen gut, zum anderen, sollte sich das noch als ziemlich gefährliche Fehleinschätzung der Lage herausstellen.

“ … und bis vor kurzem, musste ich noch zittern, nicht von diesem Dreckskerl schwanger zu sein.“ beschloss sie ihre Ausführungen.

„Sorry, aber das versteh ich nicht. … Du hast noch mit ihm geschlafen??? … nach all dem. … ?“ hakte er irritiert nach. … Sie wurde sehr ruhig, … wirkte kurz nachdenklich, … als wolle sie für einen Moment das Gespräch abbrechen.

“ … nicht freiwillig. Das kannst du mir glauben. Ich hatte schon über ein Jahr nichts mehr mit ihm zu schaffen. … bis er dann beim letzten Exzess völlig ausrastete. … Daraufhin bin ich dann sozusagen geflüchtet. … Bis zu diesem Vorfall, wollte ich alles vertuschen, … wollte nicht, dass Papa von all dem Mist erfährt. Aber ich lasse mich weder vergewalltigen noch quälen. Weder körperlich … noch seelisch.“

Er nahm sie tröstend in die Arme und drückte sie behutsam an seine Brust. … In diesem Augenblick brachen alle Dämme … und die grad noch so kontrolliert wirkende, 28jährige Schönheit weinte bitterlich. Völlig aufgelöst und heftig schluchzend … hörte sie seine beruhigende, dunkle Stimme … wie durch eine Wattewand …

“ … er wird dir nie wieder wehtun, Manou. … nie mehr … und er wird noch bereuen, was er dir angetan hat. Alles. … sehr sogar..“

Sollte es je ein „Job“ gewesen sein, … so hatte sich das spätestens nach der offenen Schilderung ihres Martyriums geändert. Ab sofort war es für ihren innerlich kochenden Beschützer … eine „persönliche angelegenheit“ …

sehr persönlich …

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tja … und wäre der leser nicht längst eingeschlafen …

dann ginge die geschichte jetzt los …