Wir waren noch Kinder VII … MOMENTS …

… irgendwie scheint meine grad noch so entspannt wirkende begleitung, … plötzlich gar nicht mehr so … in sich ruhend.

man könnte sogar vermuten, dass die frau, …  für die nicht wenige männer wohl eine menge dummheiten begehen würden … etwas unheilvolles kommen sieht.

mit einer mischung aus unsicherheit und wut , … wirft sie Thomas und seinen handlangern unfairness vor. … von wegen 4 gegen einen … und dass sowas typisch für ihn sei. …

* … ich denke, dein superheld ist so ein HAMMER. … da brauchst du doch keine angst um ihn zu haben. … wir machen nur ein paar kleine „bruchtests“ mit ihm … und außerdem, … in ein paar wochen, kann er sicher wieder feste  nahrung zu sich nehmen.*  … beifallheischend sucht der feige sack … seine kumpels durch dieses dumme gelaber zu motivieren. …

da ich die beifahrertür inzwischen aufhalte … bringe ich die etwas verzweifelt wirkende … mit einer runden bewegung … zum einsteigen. … dann richte ich grinsend … ein paar beruhigende worte an sie, … absichtlich  für alle anwesenden vernehmbar. …

* … kann sein, dass es nicht ganz fair ist, Rehauge … aber ich habe keine zeit zu warten, … bis Tom alle seine freunde zusammengetrommelt hat. … er hat nur drei mitgebracht, … er dachte sicher … das reicht. *

langsam bewege ich mich auf die jungs zu … die … wie sie es im film gelernt haben … beginnen sich zu verteilen … und ihr „opfer“ zu umkreisen … dabei lässig mit den Baseball-Schlägern in die offene handfläche schlagen.

… richtig cool wirken die jungs. … falls das hier irgendwann verfilmt wird … müssen  unbedingt die originaldarsteller besetzt werden, … denke ich so bei mir … als ich aus dem augenwinkel sehe, … wie der typ rechts von mir ausholt … und mir seinen masivholzknüppel über den schädel ziehen will … während Tommy … heiser vor hass ankündigt …

* … dein großes maul, … wird dir gleich gestopft, Arschloch … du hast ja keine Ahnung … wie es steht. *

aus einer schnellen drehung bringe ich einen stabilen block zustande … der schläger fällt zu boden, … mein rechter ellbogen kracht in die rippen des angreifers, … der linke handballen knallt blitzartig gegen sein kinn … beschleunigt seinen kopf maximal rückwärts … bis ein unflexibler stahlträger … die beschleunigung stoppt. … das ist nicht wirklich gesund … so fällt auch der schlägerschwinger selbst zu boden … und beginnt still … zu bluten.

* … eins zu null würde ich sagen. *  … stelle ich  ruhig …  meine sicht der dinge dar.

die drei verbliebenen … schauen leicht irritiert auf ihren … bewusstlos am boden liegenden kollegen … also nutze ich die allgemeine verwirrung … um mich in eine bessere position zu Martin, … den von mir als besten kämpfer eingestuften kerl … zu bringen …

einen spruch hab ich … schon wegen der zusätzlichen verunsicherung … auch noch … für Thomas … der sich den auftakt   …   scheinbar   anders vorgestellt hat. …

* … wo wir grad bei FEHLEINSCHÄTZUNGEN sind, … lieber freund … du irrst dich … wenn du glaubst, … dass ich hier mit euch eingesperrt bin. … ihr seit … mit mir eingesperrt. *

im selben augenblick … hab ich die gewünschte nähe zu Martin erreicht … und beim dritten einschlag … verabschiedet auch er sich … in richtung … boden. … nicht bewusstlos, … aber wegen der zielpunkte der ersten beiden treffer … ein wenig … „ungleichmäßig“ atmend. … dieser zustand, … hält für gewöhnlich eine zeit an … und lässt die vermutung zu , … dass sich der (fast)2 meter hühne am rest dieses kleinen … geplänkels … nicht mehr entscheident beteiligen wird. …

auch seinen schläger hebe ich nicht auf,  … sondern muntere mit einer einladenden geste, … den dritten kerl auf … jetzt seinerseits … sein glück zu versuchen. …

der hornochse lässt sich auch nicht zweimal bitten … und stürzt sich … wie vom  wilden affen gebissen …  laut schreiend … auf einen sich schon während der attacke … königlich amüsierenden André. …

entwaffnen, … zwei schläge in die rippen, … ( autsch … das knacken lässt nichts wirklich gutes erahnen) … ein wuchtiger sidekick … krachend gegen die rechte gesichtshälfte … und dann … knallt das knie doch tatsächlich mitten in sein … entgegenkommendes gesicht. …

hübscher wird er davon zwar auch nicht, aber  auch für ihn gilt …  FEIERABEND   … licht aus … gaaanz ruhig weiter bluten.

jetzt stehe ich vor einem merklich zurückhaltenderen,  … muskulösen ,  rotblonden häufchen elend …   das sich wahrscheinlich … spätestens in diesem augenblick … wünscht … irgendeinen anderen unsinn … an diesem Samstagmorgen verzapft zu haben.

* … lernst du grad dieses gefühl kennen, … einem kerl gegenüber zu  stehen, … dem du besser nicht ans bein gepinkelt hättest, Thomas ?  … nun, … ich bin so ein kerl … und ich bringe die dinge gern zuende. … allein.*

meine worte hört er noch, … aber die einschläge sieht er scheinbar gar nicht kommen. … reagiert hat er jedenfalls nicht großartig. … außer mit umfallen und etwas blut spucken. …

während ich auf den schalter drücke, der das garagentor wieder öffnet, … richte ich noch ein paar „versöhnliche“ worte .. an die vor wenigen augenblicken noch so siegesgewissen kleinstadtschläger. …

* … nun hört mal auf hier rumzubluten, ihr Simulanten. … geht nach haus … zu den armen mädels … die es mit euch schlaffis treiben müssen, … erzählt ihnen eine wilde story … von der brutalen rockerbande, die euch hinterrücks überfallen hat, … die ihr aber im heldenhaften kampf … am ende … bis zum letzten mann niedergeprügelt habt. … jaja, … ihr seid HELDEN. … wenn euch mal wieder der sinn nach etwas abwechslung steht … bringt noch ein paar freunde mit. …  es war zwar nett mit euch, … aber irgendwie … bin ich nicht richtig warm geworden.*

mit lässigem gruß verabschiedet der held sich in sein gefährt, … lächelt seiner verdutzt aus der wäsche schauenden herzdame zu … gibt gas … und verlässt die tiefgarage … vom   satten klang der  auspuffanlage begleitet.

nach wenigen hundert metern, … hat sich die noch immer … leicht geschockte schönheit so weit gefangen, … dass sie eine erstaunte frage formulieren kann. …

* … sag mal, … was war das denn  grad  ? *

—————————————————

… wie soll man auf eine scheinbar rhetorische frage antworten, die doch vermuten lässt, dass das gerade geschehene … die fragende … sagen wir mal … ein wenig ins grübeln bringt?

wenn sie dann noch entgeistert, gelegentlich ungläubig ihren kopf schüttelnd, … kerzengerade aus dem … sich inzwischen zügig davon bewegenden auto starrt, … immer wieder vor sich hinflüsternd :

* 4 mann … mit baseballschlägern …  und der kerl hat keinen kratzer. … im gegenteil … er scheint richtig belustigt. … tztztz.*

… versucht man doch besser ein wenig aufklärungsarbeit zu leisten.

* weißt du, Rehauge … seit der letzten schulhofrangelei … ist  raufereitechnisch … einiges passiert … *

dann folgt der versuch, …  relativ sachlich einen lebensabschnitt zu schildern, … in dem kampf … und kampfsport … eine nicht unwesentliche rolle gespielt hat.

in der jugend … neben dem fußball … Boxtraining in Bochum.

… nachdem der trainer ein gewisses „talent“ ausgemacht hat … einige kämpfe.

im jugendbereich ein kampfrekord von 26 kämpfen … bei 26 siegen … 23 durch Ko.

langeweile stellte sich ein. … neuer trainer (asiat), neuer sport. … Muay Thai … vollkontakt. … extrem training. … einige herausforderungen. … keine abgelehnt.

national und international … 22 legale kämpfe, plus … ein paar  mehr … etwas weniger legale.

niederlagen … keine.

dazwischen, … dienstzeit bei der bundeswehr. …  Sondereinheit … ausbildung an allen waffensysthemen, … anti-terror-kampf … spezialausbildung im kampf ohne waffen.

als freizeitgestalltung … mitgründung einer kleinen … aber feinen … privaten … „academy of fight and martial arts“.

philosophie und technik werden in diesem kreis von meistern der verschiedenen  kampfsportarten untereinander gelehrt und ausgetauscht.

in der gemeinschaft wird eine neue kampftechnik entwickelt, … die sich aus verschiedenen alten kampfkünsten zusammensetzt  … und zur modernen antwort auf die frage nach der ultimativen selbstverteidigung wird.

regelmäßige teilnahme am turnier der  7 meister.

————

* das erklärt einiges.*

… gibt sich die kurzinformierte mit den angaben zufrieden … und erspart mir so … auf einige weniger lustige kapitel dieser „kampfbetonten“ zeit … seit unserem letzten treffen … in der schulzeit … einzugehen.

irgendwie habe ich das gefühl … dass sie sich nach und nach immer mehr entspannt … die erlebte situation verarbeitet … innerlich wieder zur ruhe kommt.

als wir die firma erreichen, … führe ich sie überall rum, … stelle ihr einige mitarbeiter vor … und zeige ihr mein „lieblingsauto“ ,

… einen Celica turbo 4X4 Carlos Sainz … limited edition.

dieser steht grad zur vorbereitung auf eine Rally in der werkstatt … und so … stelle ich ihr auch meinen „lieblingsschrauber“ Uwe vor.

Uwe ist ein herzensguter mensch. … gearbeitet hat er immer zuviel.

… das bisschen freizeit , was ihm blieb, … hat er stehts mit

freiwilliger mehrarbeit an unseren motorsportautos verbracht.

und … mit dem ausgiebigen feiern nach zahlreichen erfolgen.

seit er seine frau nach einer solchen feier …  mit seinem besten kumpel im gemeinsamen ehebett vorfand … lebte er in der kleinen gästewohnung auf dem firmengelände.

dort haben wir oft auf die erkenntnis, …. dass viele frauen sowas gutes wie ihn gar nicht verdient haben … angestoßen … dass sie aber eine dermaßen harte strafe wie mich verdient haben … wollte ihm trotz seiner enttäuschung und mehrfach überdosiertem Single Malt nie über die lippen kommen …

jetzt blickt er von seiner arbeit am Rallyauto auf, … schaut freundlich in Petras gesicht … schüttelt ihr versonnen die hand … und macht ihr in wenigen sekunden alle komplimente … die ich ihm für die suche nach seiner nächsten traumfrau empfohlen habe. …

irgendwie … komme ich mir grad ziemlich überflüssig vor. …

… da ich den termin mit herrn A. … von der firma A.& K. … jetzt  wahrnehmen musste … verabschiedete ich mich … und ging in mein verkaufsbüro. …

meine gedanken kreisen … welch wunder … mal wieder um Rehauge … für die ich … zumindest nach meiner EINSCHÄTZUNG … schon bald wieder … DER mann in ihrem leben werden sollte.

was macht sie statt dessen … flirtet süffisant mit unserem Uwe … tztztz …

was war denn das ? … versteckte kamera ???

———

die verhandlungen fanden schnell ihren abschluss, … da schon unter der woche weitestgehend einigkeit erziehlt wurde. …

* wo ist denn jetzt das (der) BONBON … „den“ sie bei unserem letzten gespräch in aussicht gestellt haben, herr A.C. ? *

kindliche neugier blitzte in den augen … des doch so reifen geschäftsinhabers. …

* nun, herr Abraham, … da sie sich nach langen jahren des PORSCHETUMS … endlich  endschließen konnten … auf die richtige seite … „der macht“  zu wechseln … habe ich mir gedacht, … sie wären vielleicht gern unser gast beim 24-stunden-rennen … auf dem ring.

… übrigens , … ihr bruder , … als beinahe … PORSCHE-GRÜNDUNGSMITGLIED … ist auch dabei. … wahrscheinlich hat er ihnen schon mitgeteilt, … dass er mein privatauto gekauft hat.*. …

ein gewisser stolz, … war nicht mehr zu leugnen.

… zumindest einer … der brüder,  … die in den vergangenen tagen

… zu  begeisterten … SUPRARISTI wurden …

war bis zu dieser woche … der  ansicht,

… dass ein mann ohne PORSCHE … kein glücklicher mann ist.

jetzt warteten beide … auf ihre ganz persönliche  … glückseeligkeit.

———–

… noch zweimal … wurde ich am weggehen gehindert …

es war wie immer.

… alltag. …

immer … noch ein kunde.

.. immer noch eine frage. …

immer noch … ein paar minuten. …

inzwischen wurde es dunkel. …

———

endlich kommt Petra aus der werkstatt, … in die sie … nach sich wiederholenden vertröstungen … immer wieder …  „geflüchtet“ … war … und sieht mich provozierend an. …

* … na, …  wie fühlt sich das an ? *

* wie fühlt sich was an ? * … erkundige ich mich … nur scheinbar unwissend.

* … dir sind sämtliche gesichtzüge entgleist, … als Uwe mich angehimmelt hat.

kannst du dir jetzt vorstellen … wie ich mich fühle … wenn nahezu jedes weibliche wesen … welches dir begegnet … egal ob ich dabei bin oder nicht … fast automatisch zum dankbaren ziel deiner charme-offensiven wird ?

übrigens … es gab mitarbeiter, … die sich zum ersten mal gedanken … um die coolness ihres „vorturners“ gemacht haben.

… manche wetten auf mich, … als die frau … die den WOLF … zur strecke bringt. *

sie lächelt vielsagend … und was ich als „kleinen sturm im wasserglas“ sehen will … könnte man(n) auch als so etwas wie eine offene KAMPFANSAGE verstehen …

Rehauge gewinnt zusehens „oberwasser“.

indem ich sie ansehe, … wird mir schnell klar, dass das  … was ich jetzt sagen werde … einem harmonischen wochenende  … alles andere als … zuträglich ist.

die klappe halten kann ich trottel trotzdem nicht …

* Dann enttäusch mal deine fans nicht.* …

57 Gedanken zu “Wir waren noch Kinder VII … MOMENTS …

            1. eigentlich nicht … oder leben andere ihr Leben tatsächlich so monoton und langweilig?

              immer nur EIN und das selbe? Arbeit und schlafen? … nix daneben … erLEBEN?

              vielen Dank … da wäre ich wirklich dankbar gewesen … für einen frühen Tod …

              inzwischen bin ich zwar total auf RUHE bedacht … aber als junger Kerl … wäre ich durchgedreht … beim ersten Anzeichen von Langeweile …

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                1. meinen sportlichen Aktivitäten bin ich meist dort nachgegangen … wo ich zu der Zeit … mein Geld verdient habe … und Mädels … gab es eigentlich auch ÜBERALL … mehr als genug …

                  so ganz viel HETZEN … war meist gar nicht nötig …

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                    1. das eine ergibt sich oft aus dem anderen …

                      erste Erfahrungen im Kampfsport habe ich mit 13 gesammelt … und wirklich aufgehört … habe ich damit nie …

                      es ist für mich auch eine ART Lebensphilosophie …

                      und ein gutes Gefühl … nicht jeder dummen ,brutalen ARSCHGEIGE hilflos ausgeliefert zu sein … is es auch …

                      zumal man(n) auch in der Lage ist … ZIVILCOURAGE zu zeigen … und anderen in Not zu helfen …

                      aber das … ist für die meisten in diesem Land weniger wichtig … sonst könnten sich die wenigen guten Kampfschulen nämlich vor Neuanmeldungen nicht retten …

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                    2. Ich kam zum Glück noch nicht in so einer misslichen Lage…., obwohl es schon unangenehm ist im Dunklen allein durch die Gegend zu laufen. Aber Zivilcourage habe ich trotzdem, auch wenn ich mich nicht wirklich zur Wehr setzen könnte wenn es aus dem Ruder läuft. Bis jetzt ist es dann immer harmlos für mich gelaufen.

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                    3. Das sag ich dir. Aber es kommt auch immer darauf an wie man bei anderen rüber kommt. Wenn ich verhuscht und mit gesenktem Kopf durch die Gegend laufen würde, wäre ich leichteres Opfer. Ich laufe aber immer mit erhobenen Kopf und geraden Rücken rum. Und bei einer Gruppe ausl. Männern würde ich denen keine Aufmerksamkeit schenken. Man muss nur wissen wie.

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